Boot

Verfasst von: Kisser-Priesack, Gabriele

© Deutsches Museum, München, Foto: Gabriele Kisser-Priesack
Beispielexponat:

Boot Moliceiro | ca. 1940

Aus Portugal

Das Boot Moliceiro kommt aus Portugal und stammt etwa aus dem Jahr 1940. Es wurde zum Sammeln und für den Transport von Algen verwendet, die als Dünger für die Felder genutzt wurden. Da er für den Gebrauch in seichten Gewässer gebaut ist, sind die Seitenwände niedrig und der Boden flach. Segel oder Staken treiben es an. Der Bug und das Heck sind mit traditionellen Zeichnungen und Malereien der Algenfischer verziert. Heute werden keine Algen mehr auf die Felder ausgebracht, es wird mit Kunstdünger gearbeitet. Die Boote dienen als Touristenattraktion und fahren Besucher auf der Ria in der portugiesischen Stadt Aveiro. 

Broelmann, Jobst: Schiffbau. Handwerk, Baukunst, Wissenschaft, Technik, 3. Aufl., München 2009

Passende  IMPULSE  anzeigen

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Bley, Britta

Die Teilnehmer*innen schreiben einen Text im Umfang einer Postkarte.

Dazu nutzen sie ihr z. B. in einer Führung erworbenes Wissen und beziehen Exponate mit ein. Die Teilnehmer*innen versetzen sich in eine Situation, die zum Exponat passt. Sie schreiben aus der Sicht eines Kindes, Vaters, Geschwisters oder Journalisten. So lassen sich Sprachstil, historische Ereignisse, Erfindungen, Gefühle und typische Namen vermitteln. Im Anschluss lesen die Teilnehmer*innen ihre Postkarten vor und besprechen sie kurz.
 

Anwendung auf das Exponat Boot

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmer*innen sollen sich vorstellen mit einem Boot unterwegs in ein fernes Land zu sein. Dort ist vieles anders als zu Hause. Sie schreiben eine Postkarte nach Hause an die Eltern, die Geschwister oder an die Zeitungsredaktion.

Thömmes, Arthur: Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte Ideen für jede Gelegenheit, Mülheim an der Ruhr 2016, S. 173–184.

Passende Aspekte
  • Emotion
  • Energieversorgung
  • Entdecken
  • Fernweh
  • Nachhaltigkeit
  • Reisen
  • Risiko
  • Technik
  • Transport
  • Umwelt
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Postkarte schreiben

Bley, Britta

Kategorien

Emotionale Zugänge
Kreatives Schreiben
Narrative Methoden

Ziele

Zusammenhänge selbst erkennen, vermittelte Inhalte festigen, Information und Wissen vermitteln

Eignungen

Vor allem geeignet für Schulklassen und für das Alter 10–16 Jahre

Zeitbedarf

10-15 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Bleistifte, Blatt Papier oder vorbereitete Postkarten, Karten mit Aufgaben bzw. Rollen verschiedener Personen 

Böhme, Claudia

Nachbilden meint das Abzeichnen oder Rekonstruieren eines Exponats in seiner Gesamtheit auf kreativ-gestalterische Weise. Sie kann jedoch auch nur auf ein Detail gerichtet sein.

Nachbildungen zielen darauf ab, dem Originalobjekt möglichst nahezukommen. Die Teilnehmer*innen können sich beispielsweise in ein Exponat einfühlen, indem sie Kompositionslinien in Kopien einzeichnen oder eine plastische Nachbildung aus Ton oder anderen Materialien kreativ gestalten. Weitere Möglichkeiten des Nachbildens sind lebende Bilder, Kostümierungen und davon Fotografien, Videoaufnahmen und Schnellskizzen. Nachgebildet werden kann auch der Raum, dessen Grundriss mit den Positionen von Figuren oder Objekten geklärt werden kann.

Anwendung auf das Exponat Boot

Kisser-Priesack, Gabriele

Mit Naturmaterialien wie Holz, Ästen, Blättern, Gräsern usw. bauen die Teilnehmer*innen ein Boot, das sie zu Hause in der Badewanne testen. 

Czech, Alfred: Geschichte in Kunst dechiffrieren. Bilder der Wirklichkeit - Wirklichkeit  der Bilder, in: GWU 68 (2017), 1–2, S. 75–87, hier S. 85.

Kirschenmann, Johannes/Schulz, Frank: Bilder erleben und verstehen. Einführung in die Kunstrezeption, Leipzig 1999, S. 45–47, hier S. 46.

Passende Aspekte
  • Emotion
  • Energieversorgung
  • Entdecken
  • Fernweh
  • Nachhaltigkeit
  • Reisen
  • Risiko
  • Technik
  • Transport
  • Umwelt
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Nachbilden

Böhme, Claudia

Kategorien

Visuell-gestalterische Methoden
Performative Methoden
Spielerische Methoden

Ziele

Sich mit dem Aufbau eines Exponats vertraut machen, die historische Distanz begreifen

Eignungen

Für Kinder ab 6 Jahren,
das Rekonstruieren dreidimensionaler Objekte eignet sich besonders für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen 

Zeitbedarf

10–30 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Reproduktionen als Vorlagen, Mal- oder Zeichenutensilien, Schere und Kleber, verschiedene Papiere oder Bildmaterial, Ton oder andere Materialien zum Modellieren

Bellaire, Catherine

Die Fantasiereise (in ein Bild, in eine bestimmte Epoche...) ruft in den Köpfen der Teilnehmer*innen Bilder hervor und spricht deren eigene Fantasie an.

Durch diese Bilder erscheinen Kunst und vergangene Kulturen lebendiger. Der*die Vermittler*in trägt entweder einen vorbereiteten Text vor oder führt spontan in die Reise ein. Der Text sollte lebendig und bildreich sein, um in den Zuhörern/Zuhörerinnen ausdrucksvolle Bilder entstehen zu lassen. Der Zeitgeist einer Epoche oder einer Kultur wird so ebenfalls nachvollziehbar. Dabei entsteht eine Stimmung, die durch Düfte, Geräusche oder leise Musik unterstützt werden kann.

Anwendung auf das Exponat Boot

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmer*innen stellen sich vor, sie würden mit dem Boot eine Reise machen. Wie sind sie gekleidet, was nehmen sie mit? Wohin und wann geht die Fahrt und wie lange dauert sie? Wo möchten sie sitzen?

Bertscheit, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum, Mülheim a. d. Ruhr 2001, S. 58.

Adams, Stefan: Neue Fantasiereisen. Entspannende Übungen für Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, München 2004, S. 11–18.

Cremer, Claudia u. a.: Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 49–52.

Passende Aspekte
  • Emotion
  • Energieversorgung
  • Entdecken
  • Fernweh
  • Nachhaltigkeit
  • Reisen
  • Risiko
  • Technik
  • Transport
  • Umwelt
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Fantasiereise

Bellaire, Catherine

Kategorien

Narrative Methoden
Emotionale Zugänge
Assoziative Methoden

Ziele

Fantasie anregen, kreative Prozesse anregen, vergangene und andere Kulturen besser verstehen, eindrückliche, imaginative Bilder erschaffen

Eignungen

Besonders geeignet für kleinere Gruppen (max. 15 Teilnehmer*innen), v. a. für kleinere Kinder (4–10 Jahre),
weniger geeignet für gehörlose Besucher*innen

Zeitbedarf

15–30 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Eventuell Sitzmöglichkeit für mehr Entspannung und Ruhe, Duftöle, Hand-ons (Pflanzen, Stoffe u. ä.), Musikanlage für das Abspielen von Geräuschen oder Musik

Kisser-Priesack, Gabriele

Ein Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform in drei Zeilen, bei dem die Anzahl der Silben (5-7-5) vorgegeben ist. Die Zeilen reimen sich nicht.

Das Gedicht ist konkret und behandelt einen Gegenstand aus der Natur in einer einmaligen Situation oder beschreibt ein einmaliges Ereignis. Es wird im Präsens geschrieben. Im Haiku findet sich immer ein Hinweis auf die Jahreszeit. Die dritte Zeile darf eine Wendung als Überraschung für den Leser enthalten.
Die Teilnehmer*innen schreiben selbst ein Haiku und wer möchte, liest das Kurzgedicht der Gruppe vor. Die Einhaltung der Regeln wird dem Alter der Zielgruppe angepasst.

Anwendung auf das Exponat Boot

Kisser-Priesack, Gabriele

Zunächst wird der Aufbau eines Haikus erklärt: Dreizeiliges Gedicht mit der Silbenanzahl 5-7-5. Dann wird ein Beispiel gezeigt, das sich auf das Boot bezieht.

Haiku:
Herbststurm auf dem Meer
die ersten Möwen kreischen
endlich Land in Sicht.

Im Anschluss sind die Teilnehmer*innen aufgefordert, selbst ein Haiku mit Objektbezug zu verfassen.
 

Jan Ulenbrook (Hg.): Haiku. Japanische Dreizeiler, Stuttgart 2004.

Finke, Eva: Wenn ich schreibe... Potenziale kreativen Schreibens, in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 4–7, hier: S. 7.

 

Passende Aspekte
  • Emotion
  • Energieversorgung
  • Entdecken
  • Fernweh
  • Nachhaltigkeit
  • Reisen
  • Risiko
  • Technik
  • Transport
  • Umwelt
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Haiku

Kisser-Priesack, Gabriele

Kategorien

Kreatives Schreiben

Ziele

Intensiv mit Exponaten auseinandersetzen, Kommunikation anregen, Eigenkreativität fördern, Vermittelte Inhalte festigen

Eignungen

Geeignet für alle, die schreiben können, in der Regel ab der Grundschule

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Gedichtvorlage auf Papier, Stifte

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmer*innen erhalten Karten mit weiterführenden Informationen, die sie in einen kritischen Zusammenhang mit dem Exponat stellen.

Sie versuchen die Informationen auf der Karte mündlich oder schriftlich auf das Exponat zu beziehen. Möglich wären Hintergrundinformationen zu Materialeigenschaften, Zeitgenossen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie zu geschichtlichen, politischen und sozialen Verhältnissen. Auf diese Weise betrachten die Teilnehmer*innen eigenständig das Exponat in einem neuen Zusammenhang. Gemeinsam mit dem/der Vermittler*in werden diese dann diskutiert.

Anwendung auf das Exponat Boot

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmer*innen erhalten eine Infokarte mit den 17 Zielen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). In Kleingruppen überlegen sie, welche Ziele mit dem Boot in Zusammenhang gebracht werden können. Das könnten z. B. sein: Ziel 7 – Transport von Waren und Reisen mit bezahlbarer und sauberer Energie, Ziel 9 – Für alle zugängliche Infrastruktur, Ziel 13 – Mehr Klimaschutz durch Transport und Reisen mit bezahlbarer und sauberer Energie, Ziel 14 – Gewässerschutz. Im Anschluss werden die Ergebnisse gemeinsam diskutiert.

Dreykorn, Monika: Methoden im Museum, in: Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika (Hg.): Museum, Schule, Bildung: Aktuelle Diskurse, innovative Modelle, erprobte Methoden, München 2007, S. 169–179. 

Passende Aspekte
  • Emotion
  • Energieversorgung
  • Entdecken
  • Fernweh
  • Nachhaltigkeit
  • Reisen
  • Risiko
  • Technik
  • Transport
  • Umwelt
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Infokarte

Kisser-Priesack, Gabriele

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden
Recherchemethoden

Ziele

Assoziationen wecken, Zusammenhänge entdecken, Problembewusstsein fördern, Kommunikation anregen

Eignungen

Geeignet ab 6 Jahre

Zeitbedarf

15–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Infokarten, z. B. zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

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