© Deutsches Theatermuseum München, Inv. Nr. V/IX Slg. Q. 14/38/10-14 (F 1799)

Rudnicki, Gabi

Bühnenbildmodell

Angelo Quaglio II

Bühnenbildmodell zur 19. Szene in "Faust" (J.W. Goethe), Dom, zur Aufführung am 04.06.1985, Hoftheater München | um 1875

Info

Das Bühnenbildmodell besteht aus liegenden Modellteilen, die aus der Zeit um 1875 datieren. In den 1950er-Jahren stellte man es in einem Schaukasten im zeitgenössisch verwendeten Hängerdekorationssystem auf. Der Hoftheatermaler Angelo II. Quaglio schuf es als Arbeitsmodell für die Werkstätten, d.h. den Malersaal des Münchner Hoftheaters zu Übertragszwecken.
Der Raum einer frühgotischen Hallenkirche mit sichtbaren Epitaphien, Seitenaltären und eingestellten Säulenstatuen ist mit Hilfe illusionistischer Malerei auf einzelnen, gestaffelt zueinander stehenden Dekorationsteilen naturalistisch und detailgenau dargestellt. Die Zeichnungen des Modells lassen die Unterzeichnung einer Quadratur erkennen, die zum Übertrag auf das größere Format diente. Die einfarbige Ausführung der lavierten Federzeichnung hebt auf die durch Malerei illusionistisch erzeugten Beleuchtungseffekte ab.

Niehaus, Wolfgang: Die Theatermaler Quaglio. Ein Beitrag zur Geschichte des Bühnenbildes im 18. u. 19. Jahrhundert. Diss. Braunschweig 1956.
Schöne, Günther/Vriesen, Hellmuth: Das Bühnenbild im 19. Jahrhundert, München 1959.
Blank, Claudia (Hrsg.): Faust-Welten. Goethes Drama auf der Bühne, Leipzig 2018.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Büchert, Gesa

Zu allen Buchstaben des ABC wird jeweils ein Begriff zu einem Objekt oder einer Objektgruppe notiert.

Die Teilnehmenden erhalten ein Blatt, auf dem untereinander alle Buchstaben des Alphabets stehen. In Einzel- oder Gruppenarbeit notieren sie in einer bestimmten Zeit zu einem Objekt oder einer Objektgruppe neben möglichst jedem Buchstaben einen Begriff, der mit dem jeweiligen Buchstaben beginnt. Dabei sollten vor allem Substantive und möglichst viele Fachbegriffe aufgeschrieben werden.

Anwendung auf das Exponat Bühnenbildmodell

Rudnicki, Gabi

Die Gruppe benennt die einzelnen Teile des Modells. Die Methode eignet sich am Ende der Betrachtung zur Vertiefung des Besprochenen und nochmaligen detaillierten Betrachtung des Modells. Bei Sprachlerngruppen können Wortkarten Hilfestellung gewähren.

Wenzel, Birgit: Kreative und innovative Methoden. Geschichtsunterricht einmal anders, Schwalbach/Ts. 2010, S. 212–215.

Überblick ABC-Methode

Büchert, Gesa

Kategorien

Assoziative Methoden
Recherchemethoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Ermittlung und Aktivierung von Vorwissen
  • Wiederholung und Sicherung von Wissen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen, zu Beginn der Führung, um das Vorwissen zu ermitteln sowie als Abschluss zur Wiederholung eines Themas

Zeitbedarf

ca. 15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

Material

Zettel, auf denen untereinander die Buchstaben des Alphabets notiert sind
Schreibwerkzeug
Schreibunterlagen

Feuchtmayr, Andrea

Konstruktion meint das kreative zwei- oder dreidimensionale Gestalten ausgehend von einem Exponat.

Anders als die Rekonstruktion, das Nachgestalten eines Exponats, zielt die Konstruktion auf das eigene kreative Gestalten ab. Die Auseinandersetzung mit dem Exponat und Erfahrungen, die hierbei gemacht werden, werden kreativ umgesetzt und das Verständnis auf diese Weise vertieft. 
Als vorbereitende Methode erhalten die Teilnehmenden einen Gestaltungsauftrag bevor sie das Objekt sehen, sammeln dabei selbst gestalterische Erfahrungen und vergleichen dann die eigenen zwei- oder dreidimensionalen Entwürfe mit dem Exponat. Es eignen sich besonders Materialien, die einfach zu handhaben sind.

Anwendung auf das Exponat Bühnenbildmodell

Rudnicki, Gabi

Mit Hilfe von Papier in verschiedenen Farben, Zeitungsausschnitten, Draht und weiteren Materialien erstellen die Teilnehmenden in Gruppen- oder Partnerarbeit ein eigenes Bühnenbildmodell mit Figuren. So erkennen sie, welche Rolle Größenverhältnisse und Raumgestaltung für die Aussage einer Inszenierung spielen können. Leuchtmittel, wie Taschenlampen und farbige Folien, können zusätzlich die Effekte von Beleuchtung nachspielen.
Basis hierfür kann eine Textvorlage oder die eigene Textkenntnis sein.

Busse, Klaus-Peter: Lernbox Kunst. Das Methodenbuch, Seelze 2002, S. 82.
Busse, Klaus-Peter: Bildumgangsspiele: Kunst unterrichten, Dortmund 2004, S. 87.
Reich, Kersten: Konstruktivistische Didaktik. Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool, 4. Aufl., Weinheim und Basel 2008, S. 138 f.
Kohl, Mary-Ann F.: Die Kunst-Ideen-Kiste für Kinder. Kreativ experimentieren mit neuen Techniken, Mülheim an der Ruhr 2005, S. 96 f., 134.
Bezirk Oberfranken (Hrsg.): Musbi. Museum bildet. Methodenkärtchen, Bayreuth 2014.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 17, 39, 46, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Überblick Konstruktion

Feuchtmayr, Andrea

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Transmediale Methoden

Ziele
  • Kreativität fördern
  • Gestalterische Erfahrungen ermöglichen
  • Wahrnehmung schulen
  • Teilnehmende aktivieren 
Eignung

Wichtig: Gestaltungsaufgaben altersspezifisch abstimmen, einfach zu handhabende Materialien und für das Museum unbedenkliche Materialien verwenden

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Papierdraht, Metallfolien-, Papierstreifen für dreidimensionales Gestalten
Papier-, Moosgummiformen als Legematerial
Papier, Stifte, Unterlagen für Zeichenaufgaben

Büchert, Gesa

Zwei Teilnehmende entwickeln und präsentieren ein Interview, das mit einem Exponat oder einem erfundenen Experten geführt wird.

Die Fragen beantworten die Teilnehmenden selbst mithilfe von Ausstellungstexten, Aufsätzen und Katalogbeiträgen, Informationen von Fachleuten und einer genauen Untersuchung des Exponats.
Daraus entwickelt das Team einen Dialog in Form eines Interviews einer/es Besuchers/in oder Reporter/in mit einem Objekt oder einem/r Experten/in. 

Anschließend tragen die Teilnehmenden das Interview mit verteilten Rollen der gesamten Gruppe vor. Um die Interviewsituation realistischer zu gestalten, kann ein Mikrofon als Requisite eingesetzt werden. 

Anwendung auf das Exponat Bühnenbildmodell

Rudnicki, Gabi

Die Teilnehmenden überlegen sich Fragen, die auf die Erstellung und Verwendbarkeit des Modells abzielen. Wie verläuft ein möglicher Umbau, von wo treten die Schauspieler auf, wie sind Räume definiert? So erschließen sie sich aktiv sowohl das Modell als auch den Text, der diesem zugrunde liegt.

Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika: Museum-Schule-Bildung, München 2007, S. 167.
Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht 323/324 (2008), S. 45-54, hier S. 54.
Wenzel, Birgit: Kreative und innovative Methoden. Geschichtsunterricht einmal anders, Schwalbach 2010, S. 182-187.

Überblick Objektinterview

Büchert, Gesa

Kategorien

Recherchemethoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Information vermitteln
  • Eigenständige Recherchen fördern
  • Selbständig Exponate erschließen
Eignung

Besonders geeignet für ältere Schüler/innen
Weniger geeignet für Blinde

Zeitbedarf

ca. 30 Min. + Vortrag

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

 

 

Material

Ausführliche Informationen zum Exponat
Zettel zum Notieren von Stichpunkten
Evtl. ein Mikrophon

Merthen, Claudia

Die Teilnehmenden ergänzen unvollständige Objekte in Einklang mit Material, Technik und zeitgenössischem Handwerk und rekonstruieren sie damit.

Die Teilnehmenden erschließen sich den Zustand des Exponats durch genaues Betrachten. Der/die Vermittlerin liefert ihnen dabei Informationen zu Material, Technik und kulturgeschichtlichem Hintergrund. Auf dieser Grundlage rekonstruieren sie das ursprüngliche Aussehen des Exponats möglichst realitätsgetreu durch mündliche oder schriftliche Beschreibung, Zeichnung (z.B. mit Bleistift, Buntstift, Wachskreide, Wasserfarben) oder selbstständige gegenständliche Formung (z.B. mit Ton, Gips, Pappmaschee). Anschließend kann diese Rekonstruktion durch die Teilnehmenden vorgestellt werden.

Anwendung auf das Exponat Bühnenbildmodell

Rudnicki, Gabi

Die Gruppe rekonstruiert das Modell in seinen Einzelteilen in Originalgröße oder vergrößert es mit Hilfe zeichnerischer Mitteln.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014. S. 198-224, hier S. 212.

Überblick Rekonstruktion

Merthen, Claudia

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Wissen vermitteln
  • In ein Thema einführen
  • Museum verstehen
  • Sich intensiv mit einem Exponat auseinandersetzen
Eignung

Für alle Alters- und Personengruppen ab 8 Jahren geeignet.

Zeitbedarf

15 - 60 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Papier, Unterlagen, Stifte (Bleistifte, Buntstifte, Wachskreiden, Wasserfarben), zusammensetzbare und formbare Materialien (wie Ton, Gips, Pappmaschee), Abbildungen

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Bühnenbildmodell

Rudnicki, Gabi

Die Gruppe kann das Modell mit Entwurfskizzen, Fotografien oder Verfilmungen von Aufführungen sowie anderen Modellen zum gleichen Stück vergleichen. Das dient der Verlebendigung, und es wird klar, welche Teile des Modells konkret verwirklicht wurden. Ferner bietet es sich an, den literarischen Text hinzuzuziehen, der der im Modell gezeigten Szenerie zugrunde liegt, um so dessen Interpretation zu erfassen.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

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