Druckerpresse

Verfasst von: Reither, Ingmar

© Museum Industriekultur
Beispielexponat:

Original Heidelberger Tiegel | Automatische Hochdruckpresse | frühe 1970er Jahre

Von Heidelberger Druckmaschinen AG

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist ein Unternehmen des Präzisionsmaschinenbaus für die Printmedienindustrie. Bei der Heidelberger Druckmaschine handelt es sich um eine für den Hochdruck konzipierte Tiegeldruckpresse, bei der der Press- und der Gegendruckkörper je eine ebene Fläche bilden. Der Gegendruckkörper wird als Tiegel bezeichnet. Die Führung des Bedruckstoffs erfolgt mit sehr hohem Anpressdruck durch den Tiegel, der parallel auf die Druckform presst. In einer Bleisatz-Druckwerkstatt im Stil der 1930er-Jahre, die sich im Nürnberger Museum Industriekultur befindet, ist die Heidelberger Druckmaschine ein wichtiges Objekt zum Verständnis einer Ausstellungseinheit, in der Besucher*innen die Geschichte des Druckens und Setzens von seinen Ursprüngen bis heute kennenlernen können.

Berger, Franz Severin: Von Gutenberg zum World Wide Web, Wien 2002.

Krauß, Martin: Vom Glockenguss zum Offsetdruck. Geschichte der Heidelberger Druckmaschinen AG, Ubstadt-Weiher 2000, S. 37–59.

Welke, Martin: Zeitungsdruck. Die Entwicklung der Technik vom 17. zum 20. Jahrhundert, München 2000.

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Reither, Ingmar

Die Teilnehmer*innen beobachten, wie der*die Vermittler*in die Funktion eines Exponats demonstriert und dabei dessen Verwendungszweck unmittelbar zeigt.

Im Rahmen einer Vorführung besteht für die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ein Exponat „live“ zu erleben. Dabei wird deutlich, wie sich mit einer Druckmaschine Zeitungsseiten herstellen lassen, wie ein Musikinstrument klingt oder wie ein Webstuhl funktioniert. Zusätzlich erläutert der*die Vermittler*in die Funktion des Objekts. Sobald die Vorführung beendet ist, haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich mit der/dem Vermittler*in über ihre Eindrücke auszutauschen.

Anwendung auf das Exponat Druckerpresse

Reither, Ingmar

Bei einer Vorführung erfahren die Teilnehmer*innen wie die Druckmaschine funktioniert und wie z. B. ein leeres Blatt Papier mit Druckerschwärze zu einer Zeitungsseite wird. Ein*e professionelle/r Drucker*in erläutert und demonstriert bedienungstechnische Einzelschritte, lenkt die Aufmerksamkeit der/des Betrachters*in auf Details und steht auch über die Vorführung hinaus für Rückfragen zur Verfügung. Sollten die sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen es erlauben, kann eine Mitmachphase die Vorführung ergänzen. Die Teilnehmer*innen können dann selbst das Drucken ausprobieren.

Matthes, Michael: Museen der Technik, in: Schrübbers, Christiane (Hg.): Moderieren im Museum. Theorie und Praxis der dialogischen Besucherführung, Bielefeld 2013, S. 117–135.

Meiners, Uwe: Living History im Museum. Gedanken über Chancen und Probleme populärer Vermittlungsversuche, in: Christoph, Barbara/Dippold, Günter (Hg.): Das Museum in der Zukunft - neue Wege, neue Ziele!?, Bayreuth 2013, S. 59–72.

Passende Aspekte
  • Arbeitserleichterung
  • Arbeitswelt
  • Atmosphäre
  • Funktion
  • Gebrauchswert
  • Handhabung
  • Historischer Zusammenhang
  • Inszenierung
  • Material
  • Technik
  • Zeitaufwand
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Vorführung

Reither, Ingmar

Kategorien

Performative Methoden
Emotionale Zugänge
Narrative Methoden

Ziele

Funktion eines Objekts unmittelbar erfahren, Beobachtung schulen

Eignungen

Besonders geeignet für alle Gruppen, die eine möglichst direkte Begegnung mit dem Objekt wünschen

Zeitbedarf

Abhängig vom Objekt

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Ggf. Rohmaterial, das von einer Maschine verarbeitet wird

Kasparek, Katrin

Die Teilnehmer*innen entwickeln eine Bildergeschichte zu einem Objekt, einer Fragestellung oder einer Ausstellung.

Dazu verarbeiten sie Rechercheergebnisse zu einem Exponat oder zu spezifischen Fragestellungen. Dies geschieht aus der Perspektive einer Filmkamera. Die einzelnen Bilder der Geschichte können gezeichnet, gemalt, collagiert oder auch mit der Digitalkamera erstellt werden. So entsteht ein Drehbuch zu einer Geschichte, die emotionale Zugänge zulässt, aber nicht im Widerspruch zu historischen Erkenntnissen stehen sollte. Dies kann als Drehbuch für einen Film weiter genutzt werden.

Anwendung auf das Exponat Druckerpresse

Reither, Ingmar

der*die Vermittler*in stellt unterschiedliche Stifte und Papierbögen bereit. Im Anschluss erhalten die Teilnehmer*innen – z. B. im Rahmen einer Vorführung – Informationen zur Geschichte und zur Handhabung des Objekts. Danach werden sie in Gruppen mit der Aufgabe vertraut gemacht, ein Storyboard zu einem Dokumentar- oder Spielfilmtrailer anzufertigen und vorzustellen, wobei die Druckmaschine eine Hauptrolle im Kontext Mensch und Maschine spielen soll. Die Gestaltung eines Filmtrailers mit Tablet und iMovie-Programm kann bei einer medienpädagogisch orientierten Veranstaltung folgen.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198–224, hier: S. 214.

Dreykorn, Monika/Wagner, Ernst: Erprobte Methoden, in: Dreykorn, Monika/Wagner, Ernst (Hg.): Museum - Schule - Bildung. Aktuelle Diskurse - Innovative Modelle, Erprobte Methoden, München 2007, S. 159–188, hier: S. 181.

Passende Aspekte
  • Arbeitserleichterung
  • Arbeitswelt
  • Atmosphäre
  • Funktion
  • Gebrauchswert
  • Handhabung
  • Historischer Zusammenhang
  • Inszenierung
  • Material
  • Technik
  • Zeitaufwand
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Storyboard

Kasparek, Katrin

Kategorien

Visuell-gestalterische Methoden
Transmediale Methoden
Emotionale Zugänge
Narrative Methoden

Ziele

Mit kognitiven Inhalten emotional auseinandersetzen, in eine kreative Darstellung übersetzen, Bildsprache üben

Eignungen

Je nach Objekt bzw. Aufgabenstellung für alle Altersstufen geeignet,
nicht geeignet für Blinde

Zeitbedarf

30–45 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Papier, Stifte, Schere, Klebstift, falls mit Digitalkamera gearbeitet wird: Drucker und Computer

Bauereiß, Michael

Museumsobjekte werden mit Hilfe weiterer Exponate oder geeigneter Zusatzmaterialien in ihren ursprünglichen kulturellen oder alltagsgeschichtlichen Zusammenhang gebracht.

Viele Exponate sind ihres ursprünglichen Zusammenhangs beraubt und bleiben für den*die Betrachter*in abstrakt. Der Kontext, die Funktion o. Ä., ist aber für das Verständnis des Objekts wesentlich. Ziel ist es, diese Objekte mittels geeigneter Exponate oder didaktischer Materialien (Abbildungen, Vergleichsobjekte, haptische Gegenstände ...) wieder in ihren ursprünglichen Kontext zu rücken. Eventuell lassen sich Museumsexponate in einem anschließenden Stadtrundgang im originalen Kontext verorten.

Anwendung auf das Exponat Druckerpresse

Reither, Ingmar

Die benachbarten Exponate der Druckmaschine im Museum oder Abbildungen von verwandten Objekten lassen auf technik- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge schließen. der*die Vermittler*in erläutert gemeinsam mit den Teilnehmer*innen die Entwicklung von der Handarbeit zur maschinenbasierten industriellen Produktion, die unterschiedlichen Druckverfahren- und Prinzipien und den Wandel von Berufsbildern.

Bauereiß, Michael: Vom Museum in den Stadtraum, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 282–286.

Passende Aspekte
  • Arbeitserleichterung
  • Arbeitswelt
  • Atmosphäre
  • Funktion
  • Gebrauchswert
  • Handhabung
  • Historischer Zusammenhang
  • Inszenierung
  • Material
  • Technik
  • Zeitaufwand
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Kontextualisierung

Bauereiß, Michael

Kategorien

Assoziative Methoden

Ziele

Zusammenhänge herstellen und verstehen, abstrakte Sachverhalte veranschaulichen

Eignungen

Ab 5 Jahre,
zur Erarbeitung von Wissen und Erfahrung

Zeitbedarf

2–10 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Abbildungen, Vergleichsobjekte, Repliken etc.

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