© Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Fotograf: Johannes Laurentius

Bellaire, Catherine

Sarkophag

Stadtrömisch

Medea-Sarkophag | um 140-150 n. Chr.

Info

Das Wort „Sarkophag" leitet sich vom griechischen „sarkophagós", Fleischfresser, ab: Plinius d. Ältere berichtet von einem Stein, der die Verwesung beschleunigt. Zwar waren im archaischen Griechenland Sarkophage in Benutzung, vermehrt verwendet wurden sie erst in römischer Zeit mit dem Wechsel von der Brand- zur Körperbestattung um 110-120 n. Chr. bis in das 4. Jh. Als Herstellungszentren bilden sich Rom, Athen und Dokimeion heraus, wobei die meisten Stücke aus stadtrömischer Herstellung stammen. Besonders beliebt waren mit ca. 1200 Exemplaren die Mythensarkophage, zu denen dieses Beispiel zählt. In Episoden werden Szenen gezeigt wie: die tödlichen Geschenke an Kreusa, ihr Tod und die Verzweiflung ihres Vaters sowie Medeas Mord an ihren eigenen Kindern und ihre Flucht mit dem Drachenwagen. Der Fokus liegt hier auf dem Tod einer jungen Frau, die vorzeitig aus dem Leben gerissen wird. 

Schwarzmaier, Agnes (Hrsg.): Die Antikensammlung, Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum, Darmstadt 2007, S. 215–216.

Zanker, Paul und Ewald, Björn Christian: Mit Mythen leben. Die Bilderwelt der römischen Sarkophage, München 2004.

Cancik, Hubert und Schneider, Helmuth (Hrsg.): Der Neue Pauly, Enzyklopädie der Antike, Band 11, Stuttgart 2001, S. 73–78.

Grünewald-Moog, Maria (Hrsg.): Mythenrezeption, Der Neue Pauly, Supplemente Band 5, Stuttgart 2008, S. 418–420.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Schröder, Pirko Julia

Eine Person oder eine Gruppe stellt eine Situation, die auf einem Bild, an einer Skulptur oder an einer Installation zu betrachten ist, mit Einsatz der eigenen Körper nach.

Die Teilnehmenden sollen genau die Körperhaltungen und Mimik der Abgebildeten beobachten. Eine Türöffnung könnte z.B. als Rahmen dienen. Die Gruppe arbeitet als Team zusammen und hilft sich gegenseitig beim Arrangieren der eigenen Körperhaltungen. Das Ergebnis kann fotografisch dokumentiert werden. Eine Erweiterung mit Requisiten ist möglich.

Anwendung auf das Exponat Sarkophag

Bellaire, Catherine

Durch die Vielzahl von dargestellten Szenen auf dem Sarkophag können die Teilnehmenden auch unterschiedlichen Körperhaltungen, Gemütszuständen, Emotionen und Geschlechterrollen nachspüren, z.B.: einen heldenhaften, selbstbewussten Krieger, einen trauernden Vater, seine sterbende Tochter oder eine Frau auf der Flucht. Interessant kann es für Teilnehmende sein, hier anderen Geschlechterrollen anzunehmen, um sich so den Geschlechterrollen anzunähern. 

Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 53.

Überblick Bilder nachstellen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Performative Methoden
Transmediale Methoden

Ziele
  • Den eigenen Körper als Ausdrucksmittel erleben
  • Sich intensiv mit Exponaten auseinandersetzen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
Eignung

Besonders geeignet für das Teambuilding oder auch für Fremdsprachen
Zu beachten ist, dass Requisiten nicht in jedem Museum erlaubt sind

Zeitbedarf

10–15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Kamera zum Dokumentieren (optional)
Requisiten (optional)

Büchert, Gesa

Zwei Teilnehmende entwickeln und präsentieren ein Interview, das mit einem Exponat oder einem erfundenen Experten geführt wird.

Die Fragen beantworten die Teilnehmenden selbst mithilfe von Ausstellungstexten, Aufsätzen und Katalogbeiträgen, Informationen von Fachleuten und einer genauen Untersuchung des Exponats.
Daraus entwickelt das Team einen Dialog in Form eines Interviews einer/es Besuchers/in oder Reporter/in mit einem Objekt oder einem/r Experten/in. 

Anschließend tragen die Teilnehmenden das Interview mit verteilten Rollen der gesamten Gruppe vor. Um die Interviewsituation realistischer zu gestalten, kann ein Mikrofon als Requisite eingesetzt werden. 

Anwendung auf das Exponat Sarkophag

Bellaire, Catherine

Als Interviewpartner/in kann der Sarkophag als steinernes Grabmonument, aber auch eine der darauf dargestellten Personen dienen. Fragen an den Sarkophag können sich auf dessen Herstellung, Verwendung und zeitliche Einordnung beziehen. Des Weiteren erörtern die Teilnehmenden, inwiefern die Darstellung auf dem Sarkophag und dessen Nutzung miteinander in Bezug stehen. Interviewt man dargestellte mythologische Figuren, bewegt man sich zwar vom Objekt weg, erhält aber Einblicke in die antike Sagenwelt und Lebensrealität.

Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika: Museum-Schule-Bildung, München 2007, S. 167.
Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht 323/324 (2008), S. 45-54, hier S. 54.
Wenzel, Birgit: Kreative und innovative Methoden. Geschichtsunterricht einmal anders, Schwalbach 2010, S. 182-187.

Überblick Objektinterview

Büchert, Gesa

Kategorien

Recherchemethoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Information vermitteln
  • Eigenständige Recherchen fördern
  • Selbständig Exponate erschließen
Eignung

Besonders geeignet für ältere Schüler/innen
Weniger geeignet für Blinde

Zeitbedarf

ca. 30 Min. + Vortrag

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

 

 

Material

Ausführliche Informationen zum Exponat
Zettel zum Notieren von Stichpunkten
Evtl. ein Mikrophon

Schröder, Pirko Julia

Die Teilnehmenden ergänzen eine Abbildung mit Sprech- oder Denkblasen.

Sie erfinden zu abgebildeten Figuren, Personen oder Bildelementen einen Dialog oder auch einzelne Aussagen bzw. Gedanken. Dafür bereitet der/die Vermittler/in nach dem Vorbild aus Comics Sprech- bzw. Denkblasen aus Papier vor, auf die direkt geschrieben wird. Die ausgefüllten Sprechblasen halten die Teilnehmenden vor das Original oder legen beziehungsweise fixieren sie auf Kopien.

Anwendung auf das Exponat Sarkophag

Bellaire, Catherine

Auf einem Sarkophag sind in der Regel viele unterschiedliche Episoden zu sehen. Auf den ersten Blick sind diese kaum zu erfassen und nur schwer voneinander abzusetzen. Durch die Aufteilung in kleine Ausschnitte sind die einzelnen Szenen verständlicher. Möglicherweise hilft es den Teilnehmenden, sich das Relief als Comicstrip vorzustellen. Wenn Papierrahmen zur Verfügung stehen, lassen sich diesen zusätzlich Sprechblasen anheften, um den Eindruck der einzelnen 'Comicstrips' zu verstärken. Die Fokussierung auf Details ermöglicht natürlich auch einen gezielten Blick auf die Handwerkskunst.

Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht, 2. Auflage, Schwalbach 2008, S. 115-121. 
Wagner, Ernst und Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: KUNST+UNTERRICHT, Heft 323/324, 2008, S. 53.

Überblick Sprechblasenbild

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden
Spielerische Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
  • Kreativität fördern
  • Bezüge herstellen
Eignung

Geeignet für alle, die schreiben können, also ab der Grundschule

Zeitbedarf

15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Vorbereitete Sprech- und Denkblasen aus Papier oder Kopien des Originals mit vorbereiteten Sprech- und Denkblasen, Unterlagen, Bleistifte

Wehner, Brigitta

Wissen und Informationen werden auf unterhaltsame und einprägsame Weise mündlich weitergegeben.

Vergangene Ereignisse und Erlebnisse werden in Form von Geschichten vermittelt. Der/die Erzähler/in vergegenwärtigt zurückliegende Erfahrungen, häufig im Stil eines Märchens oder einer spannend vorgetragenen Geschichte, und bindet die Zuhörer/innen aktiv ein. Auf diese Weise wird die Vermittlung von Wissen und Werten mit dem Hervorrufen von Emotionen verknüpft. Informationen können leichter verinnerlicht und gespeichert  werden. Erzähler und Zuhörer sind aktiv eingebunden und es kann zu einem Erfahrungs- und Wissensaustausch kommen. 
   

Anwendung auf das Exponat Sarkophag

Bellaire, Catherine

Für Teilnehmende von 6 bis 12 Jahre kann es spannend sein, sich von der Darstellung ausgehend eine eigene Geschichte auszudenken. Dazu wird die Gruppe geteilt, jedem/r Teilnehmenden wird eine bestimmte Szene zugewiesen, die er/sie beschreibt und weitererzählt. Der Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die älteren Teilnehmenden ab 12 Jahren erfahren den Inhalt des Mythos und erarbeiten dann in Gruppen die Lebensläufe der Personen, deren Handlungsmotivation und eine mögliche Fortsetzung. Auch der Sarkophag als Grablege bietet sich als Thema des Storytelling an.

Claussen, Claus: Mit Kindern Geschichten erzählen. Konzept - Tipps - Beispiele. Berlin 2006
Reich, Kersten (Hrsg.): Methodenpool, methodenpool.uni-koeln.de.

Überblick Storytelling

Wehner, Brigitta

Kategorien

Narrative Methoden
Emotionale Zugänge

Ziele
  • Wissen vermitteln
  • Emotionen wecken
  • Erfahrungen austauschen
Eignung

Geeignet für alle Altersgruppen, zur Erarbeitung oder Wiederholung von Wissen und Erfahrung

Zeitbedarf

bis zu 10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

evtl. Bilder, Handpuppen, unmittelbar zur Geschichte passende Dinge 

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