Gewürz

Verfasst von: Kaupert, Ursula

© Ursula Kaupert
Beispielexponat:

Pfeffer, Piper nigrum | k. A.

Aus Süden Indiens (u. a.)

Das Pfeffergewürz besteht aus der ganzen oder gemahlenen Frucht der Pfefferpflanze Piper nigrum aus der Familie der Piperaceae (Pfeffergewächse). Die tropische Kletterpflanze stammt aus dem Süden Indiens. Auf alten Handelsrouten kam der Pfeffer schon in der Antike in den Süden Europas. Wichtige Inhaltsstoffe sind z. B. ätherische Öle. Je nach Erntezeitpunkt und anschließender Verarbeitung hat das Gewürz einen unterschiedlichen Schärfegrad, Geschmack und Aussehen. Es gibt schwarzen, weißen und grünen Pfeffer. Schwarzer Pfeffer wird vor der Vollreife geerntet und anschließend getrocknet. Weißer Pfeffer wird vollreif geerntet, anschließend werden die Schale und die äußeren Schichten der Fruchtwand entfernt. Grüner Pfeffer wird aus unreifen Früchten gewonnen und in einer Salzlösung eingelegt. Der Rosa Pfeffer, die Frucht des Pfefferbaums, ist kein eigentlicher Pfeffer.

Bärtels, Andreas: Tropenpflanzen, Stuttgart 2013, S. 348.

Bickel-Sandkötter, Susanne: Nutzpflanzen und ihre Inhaltsstoffe, 2., unveränd. Auflage, Wiebelsheim 2002.

Lieberei, Reinhard/Reisdorff, Christoph: Nutzpflanzen, 8., überarbeitete Auflage, Stuttgart 2012, S. 337 f.

Vaupel, Elisabeth: Gewürze. Acht kulturhistorische Kostbarkeiten, München 2002, S. 26–51.

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Kurbasik, Kathrin & Kaupert, Ursula

Über Bild- und Kartenmaterial lokalisieren die Teilnehmer/innen den ursprünglichen Standort des Exponats.

Mit Kartenmaterial, Globus und Fotografien werden Fragen beantwortet, wie: Wo kommt das Exponat her? Welche politischen und wirtschaftlichen Zustände herrschen dort? Wie sind das Klima und der Lebensraum am ursprünglichen Standort und wie ist das Exponat zu uns gekommen?
So wird das Exponat in seinen geografischen, ökologischen, historischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhang gestellt.
Die Karten können auch selbst z. B. auf Stoff oder als Puzzleteile gestaltet werden.

Anwendung auf das Exponat Gewürz

Kaupert, Ursula

Der/die Vermittler/in zeigt an einer Weltkarte, wo die Pflanze wächst und angebaut wird. Das Klima, die Anbau- und Arbeitsbedingungen sowie der soziale Status der Bauern und Bäuerinnen sowie der Landarbeiter/innen können besprochen werden. Beim Peffer bietet es sich an, auch auf den Transportweg, die Transportmittel und Umschlagplätze heute und früher einzugehen. Mit einem Faden oder wasserlöslichem Stift können die Teilnehmenden Karavanen- und Seewege auf einer großen Weltkarte zeigen. Dabei lassen sich kleine Spielzeugschiffe, -kutschen, und LKW-Modelle einsetzen.

Diercke Weltatlas, Braunschweig 2015.

Rendgen, Sandra/Wiedemann, Julius: Understanding the World. The Atlas of Infographics, Köln 2014.

Meyers Großes Länderlexikon. Alle Länder der Erde kennen - erleben - verstehen, 2. Aufl., Berlin 2008.

Passende Aspekte
  • Arbeitsbedingungen
  • Aufbau
  • Farbe
  • Geruch
  • Geschmack
  • Klima
  • Kontinente
  • Oberflächenstruktur
  • Transport
  • Verarbeitung
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Herkunftsbestimmung

Kurbasik, Kathrin & Kaupert, Ursula

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele

Information und Wissen vermitteln, Bezüge herstellen, Zusammenhänge erfassen

Eignungen

Geeignet für Kinder ab 6 Jahren: geografische, historische und ökologische Zusammenhänge, ab 13 Jahren: wirtschaftliche und politische Zusammenhänge

Zeitbedarf

5–10 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Globus, selbstgemachte Landkarten, Landkartenpuzzle, Abbildungen, laminiertes Fotomaterial

Czech, Alfred

Beim Sinne-Check werden mehrere Methoden vermischt, um alle fünf Sinne – sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – anzusprechen.

Die Vermittler/innen animieren die Teilnehmer/innen zu formulieren, welche Empfindungen der Anblick eines Museumsobjekts auf anderen Sinneskanälen hervorruft: Geräusche, Geschmacksempfindungen, Gerüche und Tastreize. Oft arbeitet die synästhetische Vermittlung auch mit realen Sinneseindrücken. Die Teilnehmer/innen bekommen vor einem Objekt etwas zu hören, zu schmecken, zu riechen und zu fühlen (MP3-Player, Kostproben, Riechfläschchen, Fühlboxen). Diese sinnlichen Reize werden an das Objekt herangetragen und damit verglichen.

Anwendung auf das Exponat Gewürz

Kaupert, Ursula

Pfeffer kann in verschiedenen Formen gezeigt werden: gemahlener Pfeffer in einem Streuer, Pfefferkörner in verschiedenen Farben in einer Mühle, in durchsichtigen Gläschen, die Pflanze oder ein Bild der Pfefferpflanze. An den Gewürzproben können die Teilnehmer/innen riechen oder sie anfassen und fühlen, Kostproben sind möglich.

Dreykorn, Monika: Methoden im Museum, in: Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika (Hg.): Museum, Schule, Bildung: Aktuelle Diskurse, innovative Modelle, erprobte Methoden, München 2007, S. 169–179, hier: S. 171.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 4, 11, 19, 20, 22, 28, 34, 65, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Passende Aspekte
  • Arbeitsbedingungen
  • Aufbau
  • Farbe
  • Geruch
  • Geschmack
  • Klima
  • Kontinente
  • Oberflächenstruktur
  • Transport
  • Verarbeitung
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Sinne-Check

Czech, Alfred

Kategorien

Spielerische Methoden
Assoziative Methoden
Emotionale Zugänge

Ziele

Mehrdimensionale, unkonventionelle und individuelle Objektzugänge schaffen, Wahrnehmung mit den unterschiedlichen Sinnen fördern

Eignungen

Besonders geeignet für den Einstieg in eine Führung für bildungsferne Gruppen

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Je nach Exponat, z. B. MP3-Player, Kostproben, Riechfläschchen, Fühlboxen

Kaupert, Ursula & Kurbasik, Kathrin

Mit optischen Hilfsmitteln erfassen die Teilnehmer/innen die Details des Exponats.

Sie betrachten und untersuchen das Exponat mit einer Lupe, einer Becherlupe, einem Binokular, einem Mikroskop, einem Fernglas oder einem Teleskop. Durch die optischen Geräte verändert sich die Betrachtungsebene: Mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbare Strukturen und Details werden sichtbar.

Anwendung auf das Exponat Gewürz

Kaupert, Ursula

Unter einer Lupe oder Becherlupe betrachten die Teilnehmer/innen verschiedenfarbige Pfefferkörner. Die Oberflächen der verschiedenfarbigen Pfefferfrüchte sehen unterschiedlich aus. Alle echten Pfefferkörner stammen von Pfefferpflanzen, werden aber in unterschiedlichen Reifgraden geerntet. Die Früchte werden anders verarbeitet. Das ist auch an den Oberflächen erkennbar. Teilweise wird die Fruchthülle entfernt.
Achtung: „Rosa Pfeffer“ stammt vom Pfefferbaum Schinus molle aus Amerika.

Oftring, Bärbel: Expedition Natur. Das Becherlupen-Forscherbuch. Aktiv die Natur entdecken, 8. Aufl., Kempten 2010.

Wasmann-Frahm, Astrid: Biologie begreifen. Faszinierende Mikrowelt. 28 spannende Versuche mit Lupe, Mikroskop und Binokular (5. bis 10. Klasse) (Experimente und Erkundungen), 2. Aufl., Hamburg 2016, S. 4–10, 39–45,18–20.

Passende Aspekte
  • Arbeitsbedingungen
  • Aufbau
  • Farbe
  • Geruch
  • Geschmack
  • Klima
  • Kontinente
  • Oberflächenstruktur
  • Transport
  • Verarbeitung
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Vergrößern

Kaupert, Ursula & Kurbasik, Kathrin

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele

Wahrnehmung schulen, mit optischen Geräten umgehen, vorher nicht Sichtbares durch die Vergrößerung sehen und verstehen

Eignungen

Lupe, Becherlupe: ab 5 Jahren, Binokular, Fernglas, Teleskop: ab 9 Jahren, Mikroskop: ab 15 Jahren

Zeitbedarf

30–60 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Lupe, Becherlupe, Binokular, Mikroskop, Fernglas, Teleskop, dazu Petrischalen, Objektträger, Pipetten, Pinzetten, Messer

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