Aquariumbewohner

Verfasst von: Schweigkofler, Margit

© Naturmuseum Südtirol
Beispielexponat:

Korallenriffaquarium | 1997

Von Massimo Morpurgo (Konservator)

Das Korallenriffaquarium im Naturmuseum Südtirol steht für die Situation, die vor 230 Mio. Jahren im Bereich der Dolomiten zu finden war, vergleichbar mit den Atollen, die heute in tropischen Meeren vorkommen. Bei den Fischen handelt es sich um verschiedene Arten von Doktor-, Lipp- und Anemonenfischen sowie um einige Vertreter der Barschartigen. Die Vielfalt an Korallen ist in diesem Aquarium besonders sehenswert: So können große Stöcke von Steinkorallen, eine Reihe von Lederkorallen und Scheibenanemonen beobachtet werden. Daneben gibt es noch Seeigel, Schlangen- und Seesterne, Riesenmuscheln, Putzergarnelen und Einsiedlerkrebse sowie Seegurken. Das Aquarium fasst 4000 Liter Wasser und 1 Tonne Lebendgestein. Die Wassertemperatur liegt zwischen 27 °C im Winter und 29,5 °C im Sommer.

Morpurgo, Massimo: 9000 litri, 10 anni. Storia e stagioni dell’acquario di barriera corallina del Museo di Scienze Naturali di Bolzano, in: Hydra - rivista italiana di acquariofilia, 40(2006), Faenza 2006, S. 54–69.

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

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Aspekte

Zielgruppen

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmer/innen auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können sie aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr „Feinheiten“ entdecken die Teilnehmer/innen.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Aquariumbewohner

Schweigkofler, Margit

Da sich im Aquarium viele Tiere tummeln und insbesondere die Fische die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, helfen Fotos von Korallen und Fischen, sich auf ein ganz bestimmtes Tier zu konzentrieren. Oft weisen mehrere Tiere eine gewisse Ähnlichkeit auf, sodass die Teilnehmer/innen genau hinsehen müssen, um Unterschiede zu finden. Bei größeren Gruppen oder bei Familien teilen sich mehrere Personen ein Foto. Der/die Vermittler/in kann die Bilder per Zufallsprinzip verteilen oder die Teilnehmer/innen auswählen lassen.

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Passende Aspekte
  • Besonderheit
  • Bewegung
  • Detailreichtum
  • Form
  • Funktion
  • Herkunft
  • Körperbau
  • Lebensbedingungen
  • Lebensraum
  • Wiedererkennungswert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele

Differenziert wahrnehmen, Beobachtungskriterien anwenden, Kriterien entwickeln, Wertungen vornehmen

Eignungen

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

Büchert, Gesa

Die Teilnehmer/innen richten beliebige Fragen an ein Ausstellungsobjekt. Der/die Vermittler/in antwortet darauf aus der Sicht des Objekts in Ich-Form.

Der/die Vermittler/in benötigt ein umfassendes Wissen über das Exponat. Denn die Interessen und Fragen der Teilnehmer/innen lenken dessen Erschließung. Sie bestimmen die thematischen Schwerpunkte, die Intensität und die Dauer des Gesprächs. Bei der Analyse von Kunstwerken oder Abbildungen, bietet sich eine Variante der Methode an: Der/die Vermittler/in kann, statt die Rolle eines Objektes zu übernehmen, als Künstler/in, Expert/in oder abgebildete Person auftreten.

Anwendung auf das Exponat Aquariumbewohner

Schweigkofler, Margit

Die Teilnehmer/innen befragen den/die Vermittler/in zum ausgewählten Tier. Das Wissen des/der Vermittlers/in umfasst nicht nur Informationen zur Biologie des Tieres selbst, sondern auch Besonderheiten der Haltung in Aquarien, Anekdoten und spezielle Verhaltensweisen.

Czech, Alfred: Führung - Führungsgespräch - Gespräch, in: Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika (Hg.): Museum - Schule - Bildung, München 2007, S. 161f.

Passende Aspekte
  • Besonderheit
  • Bewegung
  • Detailreichtum
  • Form
  • Funktion
  • Herkunft
  • Körperbau
  • Lebensbedingungen
  • Lebensraum
  • Wiedererkennungswert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Gespräch mit einem Exponat

Büchert, Gesa

Kategorien

Narrative Methoden

Ziele

Wahrnehmung schulen, das Exponat umfassend erschließen, Kontextualisieren, Teilnehmer/innen aktivieren

Eignungen

Besonders gut geeignet für Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche sowie für Erwachsene,
weniger geeignet für kleinere Kinder

Zeitbedarf

ca. 15–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 

Schröder, Pirko Julia

Eine Person oder eine Gruppe stellt eine Situation, die auf einem Bild, an einer Skulptur oder an einer Installation zu betrachten ist, mit Einsatz der eigenen Körper nach.

Die Teilnehmer/innen sollen genau die Körperhaltungen und Mimik der Abgebildeten beobachten. Eine Türöffnung könnte z. B. als Rahmen dienen. Die Gruppe arbeitet als Team zusammen und hilft sich gegenseitig beim Arrangieren der eigenen Körperhaltungen. Das Ergebnis kann fotografisch dokumentiert werden. Eine Erweiterung mit Requisiten ist möglich.

Anwendung auf das Exponat Aquariumbewohner

Schweigkofler, Margit

Die Teilnehmer/innen sollen die Schwimmbewegung der Fische beobachten. Dabei ist es wichtig, die Körperteile und -regionen zu thematisieren, welche die Fische für die Fortbewegung einsetzen. Durch den Versuch der Nachahmung begreifen und erfahren die Teilnehmer/innen viel mehr über die Schwimmbewegungen als durch die visuelle Wahrnehmung allein.

Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst + Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 53.

Passende Aspekte
  • Besonderheit
  • Bewegung
  • Detailreichtum
  • Form
  • Funktion
  • Herkunft
  • Körperbau
  • Lebensbedingungen
  • Lebensraum
  • Wiedererkennungswert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Nachstellen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Performative Methoden
Transmediale Methoden

Ziele

Den eigenen Körper als Ausdrucksmittel erleben, sich intensiv mit Exponaten auseinandersetzen, Wahrnehmung schulen, Kommunikation anregen

Eignungen

Besonders geeignet für das Teambuilding oder auch für Fremdsprachen,
zu beachten ist, dass Requisiten nicht in jedem Museum erlaubt sind

Zeitbedarf

10–15 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Kamera zum Dokumentieren (optional), Requisiten (optional)

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