© Germanisches Nationamuseum, Nürnberg

Büchert, Gesa

Handwerkslade

Nürnberg

Handwerkslade der Nürnberger Steinmetzen | 1747

Info

In der kastenförmigen Handwerkslade wurden wichtige Zunftdokumente wie Zunftbücher oder Handwerksordnungen, aber auch Geld und die Siegelstempel der Zunft verwahrt.
Die Bemalung spiegelt das berufliche Selbstverständnis Nürnberger Steinmetzen wider: Auf dem Frontholz ist eine antike Tempelbaustelle dargestellt, auf der zwei zeitgenössisch gekleidete Steinmetzen mit Knüpfel und Meißel einen Quader und ein Säulenkapitell bearbeiten.
Zu Zunftversammlungen wurde die Lade mit einem feierlichen Zeremoniell geöffnet. Während der Sitzung, bei der alle wichtigen Angelegenheiten der Zunft besprochen wurden, blieb die Lade geöffnet. Dabei war auch die Bemalung des inneren Truhendeckels mit den Namen und den als Ganzfiguren dargestellten ehrenamtlichen Handwerksvorständen zu sehen, die als Zeichen ihrer Macht einen zeremoniellen Schlagstock bzw. Schweinigel in Händen halten.

Schindler, Thomas: Handwerkslade der Nürnberger Steinmetzen, in Schindler, Thomas / Keller, Anke / Schürer, Ralf: Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800, Katalog des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2013, S. 167-168.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden schreiben ein Akrostichon zu einem Exponat, das sie zuvor in der Gruppe erschlossen haben.

Ein Akrostichon ist ein Schreibspiel aus der Antike, bei dem die Buchstaben eines relevanten Begriffs - wie z.B. die Bezeichnung des besprochenen Exponats - senkrecht untereinander geschrieben werden. 

Die Teilnehmenden schreiben einzeln oder in Kleingruppen einen zusammenhängenden Merktext oder einen Vers dazu, indem sie die einzelnen Buchstaben jeweils als Anfangsbuchstaben von Wörtern, Satzteilen oder Sätzen verwenden. 

Abschließend stellen sich die Teilnehmenden ihre Merktexte bzw. Verse gegenseitig vor und reflektieren sie in der Gruppe.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Es bietet sich an, vom Begriff "Handwerks-" oder "Zunftlade" auszugehen und die Teilnehmenden Merktexte schreiben zu lassen.

Um diese Texte nicht zu allgemein zu halten, können den Teilnehmenden bestimmte Themen wie die Nutzung, die Funktion, die Zunftsitzung oder das jeweilige Handwerk vorgegeben werden.

Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2008, S. 88.

Überblick Akrostichon

Büchert, Gesa

Kategorien

Narrative Methoden
Kreatives Schreiben

Ziele
  • Vermittelte Inhalte festigen
  • Information/Wissen vermitteln
Eignung

Besonders geeignet für Kinder ab 8 Jahren als Abschluss zur Sicherung des vermittelten Wissens

Zeitbedarf

10–15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Papier und Stifte zum Schreiben

Böhme, Claudia

Cluster visualisieren und strukturieren Gedanken und Einfälle zu einem Thema.

Ein Cluster (eng. Büschel, Traube, Anhäufung) beginnt mit einem Wort oder Satz. Dieser „Kern“ wird eingekreist. Um den „Kern“ notieren die Teilnehmenden Ideen, Assoziationen und Stichworte, die ebenfalls eingekreist werden. Striche verbinden diese Notizen. Die Verbindungslinien können unbeschriftet bleiben. Durch das Einzeichnen immer weiterer Kreise vergrößert sich das Ideennetz. Eine Bewertung der Ideen nach Relevanz kann, aber muss nicht erfolgen. Wird das Cluster fotografiert, kann darauf zurückgegriffen werden, um sich daran zu erinnern, die Idee neu zu gewichten oder Texte zu schreiben.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Ausgehend vom Begriff "Handwerkslade" notieren die Teilnehmenden ihre Gedanken und Assoziationen. Wird die Methode zum Einstieg verwendet, stehen vor allem das Material, das Aussehen und die Gestaltung der Lade sowie ausgehend von den Bildern die Tätigkeit der Handwerker im Mittelpunkt.

Dient das Cluster der Sicherung des Vermittelten, sollten auch andere Aspekte wie die Nutzung, die Funktion und die Bedeutung der Lade sowie die Zunftsitzung in den Fokus genommen werden.

Crämer, Claudia/Drechsler, Michael u.a. (Hrsg): Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 36-39.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik – Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198–224, hier S. 208 f.

Dreykorn, Monika: Methoden im Museum, in: Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika (Hrsg.): Museum, Schule, Bildung. Aktuelle Diskurse – Innovative Modelle – Erprobte Methoden. München 2007, 169-179, hier S. 177.

Peters, Jelko: Methodenlexikon für den Geschichtsunterricht. 128 Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung des historischen Lernens und Entwicklung von Lernaufgaben, (= Historica et Didactica 1), St. Ingbert 2016, S. 114–116, hier S. 114.

Überblick Cluster

Böhme, Claudia

Kategorien

Assoziative Methoden
Kreatives Schreiben

Ziele
  • Ideen finden
  • Einfälle und Vorstellungen zu einem Begriff oder Thema erfragen
  • Gesprächsinhalte festhalten
Eignung

Für alle geeignet, die schreiben können

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Großer Papierbogen oder anderer Schreibuntergrund, Schreibzeug

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden erstellen eine Collage zu einem oder mehreren Exponaten bzw. einer Museumsabteilung.

Die Teilnehmenden erhalten in Kleingruppen Kopien von Schrift- und Bildquellen, Autorentexten und Fotografien zu einem oder mehreren Exponaten. Wenn möglich, kann zudem für eigene Recherchen Zugang zum Internet und eine Möglichkeit zum Ausdrucken geboten werden. 

Im Vorfeld wird für jede Collage eine Überschrift festgelegt, die den Rahmen und den perspektivischen Zugriff umreißt. Die Teilnehmenden wählen Materialien aus, die sie auf ein Plakat kleben und mit eigenen Zeichnungen und Texten ergänzen.

Abschließend stellen sich die Kleingruppen gegenseitig ihre Collagen vor.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden erhalten Kopien von Dokumenten (Zunftbüchern, Privilegien, Handwerksordnungen oder Meistertafeln) sowie Fotografien von Siegelstempeln und Geldstücken, die in der Lade aufbewahrt wurden.
Dazu kommen Fotos von Gegenständen, die bei Zunftsitzungen genutzt wurden, wie Willkommpokalen, Schleifkannen, Kerzenständern oder Sanduhren sowie auch Beschreibungen von Zunftsitzungen.

Mit dem Material erstellen die Teilnehmenden Collagen zur Nutzung und Funktion der Handwerksladen sowie zu den Zunftsitzungen.

Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2008, S. 137.

Überblick Collage

Büchert, Gesa

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Transmediale Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Vorwissen aktivieren
  • Inhalte festigen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 8 Jahren zur eigenständigen Erschließung oder als Abschluss zur Sicherung eines Themas

Zeitbedarf

15–30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Großformatiges Papier, dicke Stifte, Klebestoff, Kopien von passenden Text- und Bildquellen sowie Fotografien und Autorentexten
Evtl. Internetzugang und Drucker

Schröder, Pirko Julia

Ein Elfchen ist ein Kurzgedicht in elf Wörtern, bei dem die Form vorgegeben ist.

Der Aufbau des Kurzgedichts ist: 1. Zeile=1 Wort, 2. Zeile=2 Wörter, 3. Zeile=3 Wörter, 4. Zeile=4 Wörter, 5. Zeile=1 Wort. Die Teilnehmenden füllen die Zeilen nach Belieben. Die Wörter können einen Satz bilden und sich reimen, müssen es aber nicht. Es darf sich eine rein assoziative Folge von Begriffen, Adjektiven usw. ergeben. Jede/r Teilnehmende schreibt für sich ein Elfchen und liest das Ergebnis der Gruppe vor. Dies kann zur Einführung in ein Thema, eine Ausstellung oder zu speziellen Exponaten erfolgen.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Das Elfchen eignet sich gut zur ersten Annäherung an die Handwerkslade - in Einzel- oder auch in Gruppenarbeit.

Die Methode funktioniert aber auch als Abschluss zur Sicherung und Festigung. Hierbei bietet es sich an, für die verschiedenen Zeilen bestimmte Kategorien wie "Aussehen", "Gestaltung", "Funktion", "Nutzung" oder "Bedeutung" vorzugeben. Die Teilnehmenden tragen dazu je nach Vorgabe ein oder mehrere Wörter ein.
Die letzte Zeile und damit das letzte Wort dient der zusammenfassenden Bewertung.

Cremer, Claudia/Drechsler, Michael/Mischon, Claus/Spall, Anna: Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 42-44.
Finke, Eva: Wenn ich schreibe... Potenziale Kreativen Schreibens, in: 
Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 4-7, hier: S. 7.
Erler-Striebel, Petra/Wenn, Anja: Kreatives Schreiben in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe, in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 21-23.

Überblick Elfchen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Kreatives Schreiben

Ziele
  • In ein Thema einführen
  • Intensiv mit Exponaten auseinandersetzen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
  • Eigenkreativität fördern
  • Vermittelte Inhalte festigen
Eignung

Geeignet für alle, die schreiben können, in der Regel ab der Grundschule

Zeitbedarf

15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Gedichtvorlagen auf Papier, Unterlagen, Bleistifte, eventuell Sitzgelegenheiten

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden schreiben einen eigenen, kurzen Text zu einem Exponat, das sie zuvor in der Gruppe, in Partner- oder Einzelarbeit erschlossen haben.

Der Text der Teilnehmenden soll Besucher/innen über Nutzung, Entstehung, Herkunft und Bedeutung des Exponats informieren. Was mit bloßem Auge zu sehen ist, wie Form, Farbe und Größe, gehört nicht in den Text.
Einige Hinweise vorab erleichtern den Teilnehmenden das Schreiben, so z.B.:
- klare, einfache Aktivsätze formulieren
- Füllwörter und Tautologien vermeiden
- treffende und witzige Überschriften finden.
Dabei können informative Sachtexte oder freie Texte in Form von Interviews, Gesprächen oder Erzählungen verfasst werden.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Zunächst sind mit den Teilnehmenden Gestaltung, Funktion, Nutzung und Bedeutung der Lade zu erschließen.
Da die Gesamtthematik in einem einzigen Exponattext nur oberflächlich dargestellt werden kann, bietet es sich an, die Teilnehmenden Exponattexte zu einzelnen Themenbereichen schreiben zu lassen. So könnten sie z.B. einzelne Exponattexte zur ikonografischen Gestaltung, zur Nutzung für die Verwahrung von Zunftdokumenten oder zur zeremoniellen Funktion der Lade bei Zunftsitzungen verfassen.

Büchert, Gesa/Burkhardt, Hannes: Migrationsgeschichte sammeln, sortieren und zeigen. Ein Leitfaden für Lehrkräfte an Gymnasien und Realschulen, 2014, S. 195-203, online: http://www.geschichtsdidaktik.ewf.uni-erlangen.de/migrationsgeschichte.pdf

Überblick Exponattext schreiben

Büchert, Gesa

Kategorien

Transmediale Methoden
Kreatives Schreiben

Ziele
  • Vermittelte Inhalte festigen
  • Wertung vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schulklassen
Weniger geeignet für Erwachsene
Nicht geeignet für Menschen mit einer Sehbehinderung 

Zeitbedarf

20-30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Kleine, rechteckige Kärtchen
Stifte zum Schreiben

Czech, Alfred

Fragen vor und zu den Exponaten legen die Charakteristika, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge durch die Anschauung des Objekts offen.

Fragen sind so zu stellen, dass es die Teilnehmenden reizt, sie zu beantworten. Lassen sich die Fragen aus der Betrachtung der Exponate beantworten? Bauen sie aufeinander auf, und folgen sie einem roten Faden? Treffen sie das Anspruchsniveau der Gruppe? Offene Fragen und Vergleiche ermöglichen es, Bilder und Objekte mit eigenen Augen und Worten zu entdecken. Vermittler/innen kommen dabei ohne Hintergrundwissen der Teilnehmenden aus, können sich aber auch gezielt auf deren Vorwissen beziehen.

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Es bietet es sich an, mit Fragen zum Sichtbaren, dem Material und der Gestaltung der Lade, zu beginnen. Ausgehend von den Bildern auf der Lade können Fragen zu Tätigkeiten und Berufsbild gestellt werden.

Im Weiteren können Fragen zur Nutzung, Funktion und Bedeutung der Lade folgen. Die Teilnehmenden stellen hierbei Vermutungen an und aktivieren ihr Vorwissen.

Czech, Alfred/Wagner, Ernst (Hrsg.): "Ins Museum", in: Kunst+Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 48.

Überblick Fragen stellen

Czech, Alfred

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Aus Wahrnehmungen Wissen generieren
  • Unbewusstes Wissen aktivieren
  • Eigene Wahrnehmungskriterien entwickeln
Eignung

Als leitende Methode besonders geeignet für Schulklassen und Jugendliche

Zeitbedarf

5-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Ggf. Fragekarten

Büchert, Gesa

Zwei Teilnehmende entwickeln und präsentieren ein Interview, das mit einem Exponat oder einem erfundenen Experten geführt wird.

Die Fragen beantworten die Teilnehmenden selbst mithilfe von Ausstellungstexten, Aufsätzen und Katalogbeiträgen, Informationen von Fachleuten und einer genauen Untersuchung des Exponats.
Daraus entwickelt das Team einen Dialog in Form eines Interviews einer/es Besuchers/in oder Reporter/in mit einem Objekt oder einem/r Experten/in. 

Anschließend tragen die Teilnehmenden das Interview mit verteilten Rollen der gesamten Gruppe vor. Um die Interviewsituation realistischer zu gestalten, kann ein Mikrofon als Requisite eingesetzt werden. 

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden erhalten Informationen zur Nutzung und Funktion der Lade sowie zu Sitzungen und verschiedenen Veranstaltungen der Zunft.
Sie entwickeln ein fiktives Interview mit der Zunfttruhe, mit einem historischen Experten, wie z.B. einem Zunftvorsteher oder Zunftmeister, oder auch einem gegenwärtigen Experten, wie z.B. einem Wissenschaftler, der sich mit Zunftgeschichte beschäftigt, oder dem Leiter einer Museumsabteilung mit Zunftaltertümern.

Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika: Museum-Schule-Bildung, München 2007, S. 167.
Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht 323/324 (2008), S. 45-54, hier S. 54.
Wenzel, Birgit: Kreative und innovative Methoden. Geschichtsunterricht einmal anders, Schwalbach 2010, S. 182-187.

Überblick Objektinterview

Büchert, Gesa

Kategorien

Recherchemethoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Information vermitteln
  • Eigenständige Recherchen fördern
  • Selbständig Exponate erschließen
Eignung

Besonders geeignet für ältere Schüler/innen
Weniger geeignet für Blinde

Zeitbedarf

ca. 30 Min. + Vortrag

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

 

 

Material

Ausführliche Informationen zum Exponat
Zettel zum Notieren von Stichpunkten
Evtl. ein Mikrophon

Dietz, Ute

Die Teilnehmenden stellen Personen und/oder Handlungen in einem kurzen Stegreifspiel oder in einem nach festen Spielregeln geplanten Rollenspiel szenisch dar.

Dabei schlüpfen sie in unterschiedliche Rollen (Schauspieler/innen, Publikum, ggf. Regieführende) und fühlen sich in verschiedene Charaktere ein. Ein guter Ausgangspunkt kann das Nachstellen sein. Der/die Vermittler/in unterstützt sie durch "Regiehilfen" indem er spielerische Impulse gibt, oder durch Fantasie-/Bewegungsspiele, die eine Rollenidentifikation fördern.
Gespielt wird dialogisch oder pantomimisch, alternativ übernimmt eine Person die Rolle eines Erzählers. Weitere Methoden (Kreatives Schreiben, Filmstill) ermöglichen darüber hinaus Zugänge zu Charakteren und Handlungen. 

Anwendung auf das Exponat Handwerkslade

Büchert, Gesa

Die Teilnehmenden übernehmen die Rollen von Zunftvorstehern, Handwerksmeistern, Gesellen oder auch Handwerkern anderer Berufe. Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar: die Vorbereitung und Durchführung einer Zunftsitzung bzw. einer Gesellenfreisprechung, die Aufnahme eines neuen Meisters in die Zunft oder auch die Auftragserteilung und Fertigung einer neuen Lade. Wichtig ist, dass die Regieanweisungen so gegeben werden, dass die Lade aktiv in das Geschehen einbezogen ist, d.h. sie geöffnet und wieder verschlossen wird, ihr wichtige Dokumente entnommen werden o.Ä.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 215-216

Wagner, Ernst / Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht, Heft 323/324 (2008), S. 45 und 53.

Wagner, Ernst / Dreykorn, Monika (Hrsg): Museum - Schule - Bildung. Aktuelle Diskurse - Innovative Modelle - Erprobte Methoden, München 2007, S. 187.

Bertscheid, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum, Mülheim a. d. Ruhr 2001.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 63, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

www.ulrichbaer.de/files/Methodenblaetter-Museumspaedagogik.pdf, S. 4.

Überblick Szenisches Spiel

Dietz, Ute

Kategorien

Performative Methoden
Assoziative Methoden
Emotionale Zugänge
Spielerische Methoden

Ziele
  • Genaue Wahrnehmung fördern
  • Körperwahrnehmung schulen
  • Inhalte und Personen vertieft verstehen
  • Persönliche Ausdrucksmöglichkeiten erproben
  • Durch Erfahrungen verstehen
Eignung

Vertiefung
Teambildung
Voraussetzung: spielerisches Talent
Platz vor den Objekten beachten (Gruppengröße)
Ist nicht in jedem Museum erlaubt

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

ggf. Requisiten
ggf. Kostümelemente
Ergänzend: Vorlagen für das kreative Schreiben

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