Foto: Deutsches Museum, München, Archiv, BN_45969

Kisser-Priesack, Gabriele

Kutsche

Leisi und Moser, Bern

Schweizer Alpenpostwagen 1895

Info

Der Schweizer Alpenpostwagen besteht aus einem zweisitzigen Vorderteil mit  Kutschbock über der Vorderachse, einem viersitzigen Abteilkasten nach Typ Landauer zwischen den Achsen und dahinter einer Banquette, einem zweisitzigen Aufbau mit Wetterverdeck. Der Fünfspänner fuhr mit ca. 12 km/h und verkehrte von 1895 bis 1915 über den Furkapass. Die Postkutsche war das erste öffentliche Verkehrsmittel mit einem festen Fahrplan und einem Tarifsystem, sodass die Reisezeit und die Reisekosten vor der Abfahrt berechnet werden konnten. Trotzdem gab es oft Verspätungen aufgrund von Unfällen oder Raubüberfällen. Auch Handwerker auf Wanderschaft und Händler fuhren mit der Postkutsche. Reiche Adlige reisten in ihren privaten Kutschen. Im 19. Jahrhundert entstanden viele Gasthäuser und Hotels obwohl das Reisen als Vergnügen noch ein Privileg der Reichen war, die mit großem Gepäck reisten.

Glaser, Hermann / Werner, Thomas: Die Post in ihrer Zeit, Heidelberg 1990, S.137.

Gundler, Bettina / Hladky, Silvia (Hrsg.): Deutsches Museum Verkehrszentrum. Ein Führer durch die Ausstellungen, München 2009, S. 122.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Bellaire, Catherine

Die Fantasiereise (in ein Bild, in eine bestimmte Epoche...) ruft in den Köpfen der Teilnehmenden Bilder hervor und spricht deren eigene Fantasie an.

Durch diese Bilder erscheinen Kunst und vergangene Kulturen lebendiger.
Der/die Vermittler/in trägt entweder einen vorbereiteten Text vor oder führt spontan in die Reise ein. Der Text sollte lebendig und bildreich sein, um in den Zuhörenden ausdrucksvolle Bilder entstehen zu lassen. Der Zeitgeist einer Epoche/einer Kultur wird so ebenfalls nachvollziehbar. 
Dabei entsteht eine Stimmung, die durch Düfte, Geräusche oder leise Musik unterstützt werden kann.

Anwendung auf das Exponat Kutsche

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmenden stellen sich vor, sie würden mit der Kutsche eine Reise machen. Wie sind sie gekleidet, was nehmen sie mit? Wohin geht die Reise und wie lange dauert sie? Wo möchten sie sitzen?
Bei älteren Teilnehmenden kann als Inspiration auch vorgelesen werden, zum Beispiel aus Goethes Italienischer Reise.

Bertscheit, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum, Mülheim a.d. Ruhr 2001, S. 58.

Adams, Stefan: Neue Fantasiereisen. Entspannende Übungen für Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, München 2004, S. 11-18.

Cremer, Claudia u.a.: Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 49-52.

Überblick Fantasiereise

Bellaire, Catherine

Kategorien

Narrative Methoden
Emotionale Zugänge
Assoziative Methoden

Ziele
  • Fantasie anregen
  • Kreative Prozesse anregen
  • Vergangene und andere Kulturen besser verstehen
  • Eindrückliche, imaginative Bilder erschaffen
Eignung

Besonders geeignet für kleinere Gruppen (max. 15 Teilnehmende), v.a. für kleinere Kinder (4-10 Jahre)
Weniger geeignet für gehörlose Besucher/innen

Zeitbedarf

15-30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Sitzmöglichkeit für mehr Entspannung und Ruhe; Duftöle, Hand-ons (Pflanzen, Stoffe u.ä.), Musikanlage für das Abspielen von Geräuschen oder Musik.

Bley, Britta

Die Teilnehmenden schreiben einen Text im Umfang einer Postkarte.

Dazu nutzen sie ihr z.B. in einer Führung erworbenes Wissen und beziehen Exponate mit ein. 
Die Teilnehmenden versetzen sich in eine Situation, die zum Exponat passt. Sie schreiben aus der Sicht eines Kindes, Vaters, Geschwisters oder Journalisten. So lassen sich Sprachstil, historische Ereignisse, Erfindungen, Gefühle und typische Namen vermitteln. Im Anschluss lesen die Teilnehmenden ihre Postkarten vor und besprechen sie kurz.
 

Anwendung auf das Exponat Kutsche

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmenden stellen sich vor, eine Reise mit einer Postkutsche zu machen, und schreiben von unterwegs eine Postkarte. Sie schreiben, wie lange die Fahrt dauert, wie oft die Pferde gewechselt wurden, ob sie pünktlich am Ziel ankommen oder ob es vielleicht einen Radbruch gegeben hat und wie sie sich auf der Reise fühlen.

Thömmes, Arthur: Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte Ideen für jede Gelegenheit, Mülheim an der Ruhr 2016, S. 173-184.

Überblick Postkarte schreiben

Bley, Britta

Kategorien

Emotionale Zugänge
Kreatives Schreiben
Narrative Methoden

Ziele
  • Zusammenhänge selbst erkennen
  • Vermittelte Inhalte festigen
  • Information / Wissen vermitteln
Eignung

Vor allem geeignet für Schulklassen
Alter 10-16 Jahre

Zeitbedarf

10-15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Bleistifte
Blatt Papier oder vorbereitete Postkarten
Karten mit Aufgaben bzw. Rollen verschiedener Personen 

Reinlaßöder, Sophie

Die Teilnehmenden vertonen ein Objekt mit Geräuschen oder Musik.

Die Teilnehmenden betrachten ein Objekt und sprechen über die Geräusche und Töne, die ihrer Meinung nach zu dem Objekt passen. Dann stellen sie die Geräuschkulisse nach. Das kann ohne Requisiten durch Sprechen, Singen, Klatschen, Stampfen und Pfeifen geschehen oder mit Musikinstrumenten und Requisiten, die Geräusche erzeugen.

Anwendung auf das Exponat Kutsche

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmenden betrachten die Kutsche und stellen sich vor, welche Geräusche entstehen: das Klappern der Pferdehufe, das Quietschen der Räder und das Holpern auf den unebenen Straßen. Zudem lassen sich die Geräusche des Posthorns nachmachen, wenn es ankündigt, wie viele Pferde ausgewechselt werden müssen, ob die Postkutsche ankommt oder abfährt.

Lischka-Seitz, Christiane / Schidlo, Armin / Thumann, Nicola / Früinsfeld, Gert: Skulptur und Klang. Klangbilder - angeregt durch Werke des Bildhauers Lothar Fischer, in: Kunz-Ott, Hannelore (Hrsg.): Museum und Schule. Wege zu einer erfolgreichen Partnerschaft, München / Berlin 2005, S. 233-237. 
Leßmann, Sabine: ViM – Vorschulkinder ins Museum! Bausteine für die museumspädagogische Arbeit mit Vorschulkindern in Kunstmuseen. Ein Modellprojekt im Kunstmuseum Bonn, 2011, in: http://www.kunstmuseum-bonn.de/fileadmin/Redaktion/Bildung__Vermittlung/Bro_ViM_lay07.pdf

Überblick Vertonung

Reinlaßöder, Sophie

Kategorien

Spielerische Methoden
Performative Methoden
Transmediale Methoden
Assoziative Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Bezüge herstellen
  • Sich mit dem Objekt kreativ auseinandersetzen
Eignung

Geeignet für Kinder ab 3 Jahren und Erwachsene
Zu beachten: Die Methode könnte andere Besucher/innen stören, vorher mit Museumsleitung absprechen

Zeitbedarf

10-30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Requisiten, die Geräusche erzeugen, z.B.: Papier, Alufolie, Plastiktüte
Musikinstrumente, z.B. Mundharmonika, Melodika, Flöte, Tamburin u.s.w.

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