© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Czech, Alfred

Landschaftsmalerei

Joseph Anton Koch

Der Schmadribachfall | 1822

Info

Als junger Mann wanderte Joseph Anton Koch 1793/94 durch das Berner Oberland und hielt seine Eindrücke in Aquarellen fest. Als erfolgreicher Künstler nahm er eines dieser Aquarelle als Vorlage für das Alpenbild "Der Schmadribachfall", das in seinem Atelier in Rom entstand.
Der Künstler baut die Hochgebirgslandschaft in vier deutlich unterschiedenen Zonen auf: der Wiese im Talgrund mit reißendem Bach, dem dunklen Tannenwald, dem blanken Fels mit dem gewaltigen Wasserfall und dem Gipfeln in Eis und Schnee.
Koch gelang es in seinem Bild festzuhalten, wie sehr er von der wilden, unbändigen Natur ergriffen war. Dieser romantischen Haltung stehen die ruhige Komposition mit getrennten Bildzonen und eine Klarheit im Detail gegenüber, die geologisches Interesse voraussetzt. Dies entspricht wiederum dem Klassizismus, den Koch in seinen Ideallandschaften vertritt.

Holst, Christian von: Joseph Anton Koch 1768-1839. Ansichten von der Natur, Kat. Ausst. Stuttgart 1989, S. 144-147.

Frank, Hilmar: Joseph Anton Koch. Der Schmadribachfall. Natur und Freiheit, Frankfurt a. M. 1995.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Rudnicki, Gabi

Art, Umfang und Sprachniveau hängen vom Objekt und der Zielgruppe ab. Die Teilnehmenden erhalten schriftlich verschiedene Informationen zum Objekt. Im Anschluss tauschen sie ihre Informationen mündlich leise untereinander aus, wobei sie sich im Museumsraum umherbewegen. So erhält jede/r Einzelne nach und nach ein umfangreicheres Wissen zum Objekt. 
Auf dem Weg zum Objekt hin angewandt, steigert die Methode die Fantasie und entlastet die Betrachtung. Am Objekt ermöglicht sie einen Vergleich zwischen eigener Vorstellung und der eigentlichen Darstellung.

Anwendung auf das Exponat Landschaftsmalerei

Czech, Alfred

Die Gruppe erschließt sich das Gemälde, indem sie sich in das Bild projizieren und einen fiktiven Spaziergang unternimmt. Dabei werden verschiedene Landschaftszonen mit jeweils eigenen Charakteristika durchquert: z.B. die Wiese im Tal mit dem reißenden Bach, der dunkle Tannenwald, der blanke Fels mit dem Wasserfall und der Gletscher mit seinen Türmen und zerklüfteten Eisfeldern.

Überblick Erzählspaziergang

Rudnicki, Gabi

Kategorien

Narrative Methoden
Spielerische Methoden
Recherchemethoden

Ziele
  • Information und Wissen vermitteln
  • Bezüge herstellen
  • In ein Thema einführen
Eignung

Gut geeignet als Einstieg und zur Überleitung zu einem Exponat
Weniger geeignet: für Kinder bis ca.10 Jahre und für Gruppen über 25 Personen

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Laminierte Textstreifen mit Informationen zum Exponat.

Czech, Alfred

Original und Fälschung ist ein Bildvergleich zwischen einem Original und einer manipulierten Variante.

Hier gilt es, Unterschiede zwischen zwei fast identischen Bildern zu entdecken. Im Museum ist das „Original“ zum Beispiel ein Gemälde, die Fälschung eine manipulierte Reproduktion. Der Vergleich fordert hohe Aufmerksamkeit für das gesamte Bildfeld. Die Teilnehmenden speichern beide Bilder kurzzeitig im Arbeitsgedächtnis und überlagern diese virtuell. Dabei nehmen sie eine Fülle von Details wahr. Aus der Benennung der Fehler kann sich eine intensive Bildbesprechung entwickeln.

Anwendung auf das Exponat Landschaftsmalerei

Czech, Alfred

Folgende Details könnten in der Fälschung entfernt werden: Menschen in Hochgebirge, Charakteristika eines Gletschers, Veränderung der Landschaft durch Eis und Schnee. Je mehr Fehler eingebaut werden, und je schwerer diese zu finden sind, desto anspruchsvoller wird die Aufgabe.

Czech, Alfred: "Original und Fälschung". Eine spielerische Form der Bildannäherung, in: gruppe & spiel, Heft 5, 2008, S. 25-29.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 12,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Überblick Original und Fälschung

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden
Spielerische Methoden

Ziele
  • Konzentration und Bildgedächtnis fördern
  • Aufmerksamkeit auf Details lenken
Eignung

Besonders geeignet für Gruppen mit Sprachproblemen

Zeitbedarf

5-15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Manipulierte Reproduktion

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Landschaftsmalerei

Czech, Alfred

Beim Vergleich ähnlicher Landschaftsbilder lenken Motive wie Wasserfall, Bäume und Berge den Blick auf die Details und auf die Eigenheiten der beiden Maler. Auch werden Unterschiede in der Auffassung der Natur augenfällig.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

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