Foto: Deutsches Museum, München, Archiv, BN_14097

Kisser-Priesack, Gabriele

Mechanische Maschine

Hersteller unbekannt

Flaschenzug | Alter unbekannt

Info

Ein Flaschenzug ist eine seit der Antike bekannte mechanische Maschine, die das Heben und Bewegen von Lasten erleichtert. Er ist eine Kombination von einer oder mehreren Rollen, sogenannten Umlenkrollen, um die ein Seil gewunden ist.
Der Begriff Flaschenzug kommt von den Umlenkrollen, die früher die Form einer bauchigen Flasche hatten.
Ein Flaschenzug funktioniert nach dem Prinzip der "Goldenen Regel der Mechanik": Je länger der Weg, desto weniger Kraft muss aufgewendet werden. Das heißt, je länger das Seil ist und je mehr Windungen die Umlenkrolle hat, desto weniger Kraft muss aufgewendet werden, um einen Gegenstand zu heben.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch, Schwalbach/Ts. 2014.

Menger, Julia: Lastentransport mit einfachen mechanischen Maschinen. Didaktische Rekonstruktion als Beitrag zum technischen Sachunterricht in der Grundschule, Oldenburg 2010, S. 20-25.

Arnold, Nick: Räder, Hebel und Schrauben: Technik einfach gut erklärt - Tolle Maschinen zum Selberbauen, Carlson 2013 S. 12-14.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmenden bauen nach genauer Betrachtung des Exponats und mit Hilfe einer schematischen Vorgabe das Objekt nach.

Eine Abbildung oder ein Modell, passend zum Exponat, werden zusammen mit dem benötigten Material an die Gruppen verteilt. Die Teilnehmenden bauen selbstständig ein vereinfachtes Modell des Exponats zusammen. Dadurch können die Zusammensetzung und Wirkung z.B. einer Maschine erfahren werden. 

Anwendung auf das Exponat Mechanische Maschine

Kisser-Priesack, Gabriele

Um zu erfahren, wie viel leichter sich ein Gewicht mit Hilfe einer mechanischen Maschine heben lässt, bauen die Teilnehmenden in Zweiergruppen ein Modell der Maschine mit einfachen Mitteln nach. Sie probieren verschiedene Gewichte aus und vergleichen den Kraftaufwand mit und ohne Maschine. Ältere Teilnehmende verwenden zusätzlich einen Kraftmesser.
Eine genaue Anleitung finden Sie im Downloadbereich. 

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 212 und 214.

Menger, Julia: Lastentransport mit einfachen mechanischen Maschinen. Didaktische Rekonstruktion als Beitrag zum technischen Sachunterricht in der Grundschule, Band 30, Oldenburg 2010, S. 21-28.

Arnold, Nick: Räder, Hebel und Schrauben: Technik einfach gut erklärt-Tolle Maschinen zum Selberbauen, Hamburg 2013, S. 12-14.

Überblick Nachbau nach Vorgabe

Kisser-Priesack, Gabriele

Kategorien

Haptische Methoden

Ziele
  • Objekt und Anleitung genau betrachten, lesen und verstehen
  • Selbstständig arbeiten
  • Eigene Erfahrungen machen
Eignung

Besonders geeignet für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.

Zeitbedarf

10 - 20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Für die Anleitung: laminierte Abbildung oder robustes Modell. 
Für den Nachbau: Materialien aus dem Alltag wie Schnüre, Karton, Schrauben, Karabiner usw.

Kasparek, Katrin

Eine Bildvorlage oder ein Thema werden in einzelne Bildteile zerlegt und von den Teilnehmenden wieder zum großen Ganzen zusammengefügt.

Die Teilnehmenden erhalten Puzzlestücke eines Gesamtbildes (Kunstwerk, Exponat, Objektgruppe) und setzen diese zusammen. Der Schwierigkeitsgrad kann durch die Größe und Auswahl des Bildausschnittes oder das Zurverfügungstellen einer Vorlage verändert werden.

Die Methode kann auch als Gruppenpuzzle durchgeführt werden: Hier wird ein größeres Thema in einzelne Puzzlestücke (Teilthemen) zerteilt, diese von Kleingruppen bearbeitet und anschließend wieder zu einem Gesamtbild zusammengefügt.
 

Anwendung auf das Exponat Mechanische Maschine

Kisser-Priesack, Gabriele

Der Aufbau einer Maschine kann besser verstanden werden, wenn man die Bauteile als Einzelteile wieder zusammenfügt. Als Vorlage kann ein Foto oder eine Zeichnung einer mechanischen Maschine verwendet werden. Die Teilnehmenden fügen die Einzelteile wieder zusammen. Dabei wird ihre Beobachtungsgabe geschult.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, S. 198-224, hier: S. 206 f.
Wenzel Birgit: Kreative und innovative Methoden. Geschichtsunterricht einmal anders, 5. Auflage, Schwalbach/Ts. 2014, S. 114-121.

Überblick Puzzle

Kasparek, Katrin

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Spielerische Methoden

Ziele
  • Genaues Hinsehen üben
  • Intensiv mit Bildvorlage auseinandersetzen
  • Kombinationsfähigkeit fördern
  • Auf Teilaspekte fokussieren
Eignung

Nicht geeignet für Blinde

Zeitbedarf

5-30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

In Puzzlestücke zerteilte Bildvorlage

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Mechanische Maschine

Kisser-Priesack, Gabriele

Die Teilnehmenden werden aufgefordert zu überlegen, welche mechanischen Maschinen sie kennen. Mit Bildern unterstützt wird besprochen, wie Flaschenzug, Seilwinde, Pumpbrunnen oder Traubenpresse seit der Antike die Arbeit erleichtern. Der Flaschenzug wird heute z.B. im Kran, im Lift, in Schiffen, in Heuschobern von alten Bauernhöfen oder zum Absichern beim Bergsteigen verwendet.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

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