Foto: GNM / Günther Kühnel

Reither, Ingmar

Saiteninstrument

Deutschland

Gitarre | 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Info

Die Gitarre besteht aus unterschiedlichen Materialien: Der leicht gewölbte Ahornboden und die Fichtenholzdecke haben die – für klassische Gitarren – übliche Form einer Acht. Im hölzernen Griffbrett entlang des Halses sind Messingbünde eingelegt. Am Halsende befinden sich Wirbelplatte und sechs Wirbel aus feinporigem Holz. Mittels der Wirbel lassen sich die Darmsaiten der Gitarre stimmen. Am unteren Ende des Korpus befindet sich ein hölzerner Querriegel, der an den Enden ornamental gestaltet ist. Auf dem Querriegel dienen sechs Saitenhalter mit eingesetzten Perlmuttblättchen zur Fixierung der Saiten.

Die Gitarre eignet sich – wie auch die Laute – gleichermaßen für Akkord-  und Melodiespiel sowie zur Gesangsbegleitung. Dies gilt auch für das Klavier, demgegenüber die Gitarre jedoch leicht transportabel ist. Traditioneller Beliebtheit erfreut sich die Gitarre im Bereich der Hausmusik.
 

Päffgen, Peter: Die Gitarre. Geschichte, Spieltechnik, Repertoire, Grundzüge ihrer Entwicklung, 2. erweiterte Auflage, Mainz 2002.

Restle, Conny/Li, Christopher: Faszination Gitarre, Berlin 2010.

Zander-Seidel, Jutta/Prügel, Roland (Hrsg.): Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19. Jahrhundert, Nürnberg 2014, S. 365.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Dörr, Sabrina

In einem Lückentext werden je nach Schwierigkeitsgrad Buchstaben, Silben, Wörter oder Satzteile ausgelassen.

Die Teilnehmenden betrachten intensiv das Exponat und füllen dann die Textlücken aus. Ergänzt werden können einzelne Wörter oder ganze Textpassagen. Zur Hilfestellung können die fehlenden Wörter auf dem Ausdruck vorgegeben sein. Auf diese Weise erarbeiten sich die Teilnehmenden eigenständig den Inhalt und die wichtigsten Aspekte des Exponats.

Anwendung auf das Exponat Saiteninstrument

Reither, Ingmar

Auf dem Ausdruck sind neben dem Text auch die fehlenden Wörter vorgegeben – in diesem Fall Begriffe für die spezifischen Bauteile, wie z. B. „Griffbrett“, „Schallloch“, „Steg“ und „Stimmmechanik“.
Im Rahmen einer Objektbetrachtung komplettieren die Teilnehmenden in Einzel- oder Gruppenarbeit die Lückentexte. Im Plenum besprechen sie anschließend mit dem/der Vermittler/in die Texte und lernen so die materielle Beschaffenheit, den Aufbau und wesentlichen Funktionen des Objekts kennen.

Bertscheit, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum, Mülheim an der Ruhr 2001, S. 47.

Überblick Lückentext

Dörr, Sabrina

Kategorien

Narrative Methoden

Ziele
  • Sich mit dem Exponat intensiv auseinandersetzen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
Eignung

Besonders geeignet für eine intensive, ruhige Exponatbetrachtung für Einzelpersonen oder Kleingruppen

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Im Vorfeld angefertigter auf die Altersstufe abgestimmter Lückentext

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Saiteninstrument

Reither, Ingmar

Die Teilnehmenden vergleichen ein akustisches Instrument mit einem elektrischen ohne Resonanzkörper, das entweder als weiteres Objekt in der Nähe steht oder auf einer großformatigen Farbabbildung zu sehen ist, die der/die Vermittler/in mitbringt.
Die/Der Vermittler/in stellt Fragen zu Ästhetik, zur materiellen Beschaffenheit und zur Funktion einzelner Bauteile der unterschiedlichen Instrumente: Was stellen wir beim Vergleich der jeweiligen Korpusformen fest? Was lässt sich dabei über kleinere Bauteile sagen?
Optional zieht die/der Vermittler/in Tonaufnahmen zur vertieften Erkenntnis heran. 

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

Reither, Ingmar

Die Teilnehmenden beobachten, wie die/der Vermittler/in die Funktion eines Exponats demonstriert und dabei dessen Verwendungszweck unmittelbar zeigt.

Im Rahmen einer Vorführung besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Exponat "live" zu erleben. Dabei wird deutlich, wie sich mit einer Druckmaschine Zeitungsseiten herstellen lassen, wie ein Musikinstrument klingt oder wie ein Webstuhl funktioniert.
Zusätzlich erläutert der/die Vermittler/in die Funktion des Objekts.
Sobald die Vorführung beendet ist, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit sich mit der/dem Vermittler/in über ihre Eindrücke auszutauschen.

Anwendung auf das Exponat Saiteninstrument

Reither, Ingmar

Die Teilnehmenden sehen und hören, wie die/der Vermittler/in das Instrument stimmt und anschließend spielt.
Dabei beobachten sie die Körperhaltung und unterschiedliche Hand- sowie Fingerbewegungen, nehmen Einzeltöne und Akkorde wahr. Insgesamt lernen sie den Charakter eines Instruments kennen und erfahren etwas über die ästhetischen Ausdrucksformen, die es ermöglicht.
Nach Ablauf der Darbietung lässt sich das Gesehene und Gehörte im gemeinsamen Gespräch einordnen, bewerten und vertieft verstehen.

Matthes, Michael: Museen der Technik, in: Schrübbers, Christiane (Hrsg.): Moderieren im Museum. Theorie und Praxis der dialogischen Besucherführung, Bielefeld 2013, S. 117-135.
Meiners, Uwe: Living History im Museum. Gedanken über Chancen und Probleme populärer Vermittlungsversuche, in: Christoph, Barbara/Dippold, Günter (Hrsg.): Das Museum in der Zukunft - neue Wege, neue Ziele!?, Bayreuth 2013, S. 59-72.
http://ideal.istik.de/Texte/Museumspaedagogik.pdf

Überblick Vorführung

Reither, Ingmar

Kategorien

Performative Methoden
Emotionale Zugänge
Narrative Methoden

Ziele
  • Funktion eines Objekts unmittelbar erfahren
  • Beobachtung schulen
Eignung

Besonders geeignet für alle Gruppen, die eine möglichst direkte Begegnung mit dem Objekt wünschen

Zeitbedarf

Abhängig vom Objekt

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Ggf. Rohmaterial, das von einer Maschine verarbeitet wird

Scroll to bottom
Scroll to bottom