© Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_d013052

Fehrenbach, Corinna

Tasse

Johann Gottfried Klinger / Meißen

Tasse aus Kaffee- und Teeservice mit Blumen und Insekten | 1740/45

Info

Die edle Porzellantasse mit Unterschale aus der Meißener Porzellanmanufaktur entstand um 1740/45. Das mehrteilige Kaffee- und Teeservice mit sogenannten "deutschen Blumen" und Insekten wurde wohl von Johann Gottfried Klinger (1711-1781) bemalt. Wegen seines hohen Naturalismus der gemalten Blumen und 
insbesondere der ombrierten Insekten, das heißt schattenwerfenden Insekten, können die Motive als Kleinkunstwerke der Miniaturmalerei auf Porzellan betrachtet werden. Sie gaben dem Gast bei Hof, der zu Tee oder Kaffee geladen war, den Eindruck, auf seiner Tasse oder auf der Unterschale sitze ein Käfer oder ein anderes Insekt. Der damalige Betrachter sollte durch diesen "trompe-l'œil“ Effekt verzückt und erstaunt werden.

Brattig, Patricia (Hrsg.): Meissen. Barockes Porzellan, Ausst. Kat. Stuttgart 2010, S. 401, S. 410-411.
Dech, Uwe Christian: Sehenlernen im Museum. Ein Konzept zur Wahrnehmung und Präsentation von Exponaten, Bielefeld 2003, S. 12-36.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen

Czech, Alfred

Fragen vor und zu den Exponaten legen die Charakteristika, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge durch die Anschauung des Objekts offen.

Fragen sind so zu stellen, dass es die Teilnehmenden reizt, sie zu beantworten. Lassen sich die Fragen aus der Betrachtung der Exponate beantworten? Bauen sie aufeinander auf, und folgen sie einem roten Faden? Treffen sie das Anspruchsniveau der Gruppe? Offene Fragen und Vergleiche ermöglichen es, Bilder und Objekte mit eigenen Augen und Worten zu entdecken. Vermittler/innen kommen dabei ohne Hintergrundwissen der Teilnehmenden aus, können sich aber auch gezielt auf deren Vorwissen beziehen.

Anwendung auf das Exponat Tasse

Fehrenbach, Corinna

Der/die Vermittler/in fordert die Teilnehmenden auf zu erzählen, was sie bereits über Porzellan wissen. Darauf stellt der/die Vermittler/in folgende Fragen: Was ist auf der Tasse zu sehen? Was kann man darüber denken? Wie ist das Dargestellte gemalt? Je nach abgebildeter Darstellung steht ein bestimmtes Thema im Vordergrund, wie z.B. die heimische Natur bei dargestellten Insekten und Blumen. Der/die Vermittler/in erläutert zudem die natürlichen Rohstoffe von Porzellan sowie dessen Zusammensetzung und Herstellung.

Czech, Alfred/Wagner, Ernst (Hrsg.): "Ins Museum", in: Kunst+Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 48.

Überblick Fragen stellen

Czech, Alfred

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Aus Wahrnehmungen Wissen generieren
  • Unbewusstes Wissen aktivieren
  • Eigene Wahrnehmungskriterien entwickeln
Eignung

Als leitende Methode besonders geeignet für Schulklassen und Jugendliche

Zeitbedarf

5-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Ggf. Fragekarten

Feuchtmayr, Andrea

Materialproben ermöglichen es, Materialeigenschaften eines Exponats zu erkunden.

Die Proben machen das Exponat erfahrbar, da in der Regel aus konservatorischen Gründen Museumsobjekte nicht berührt werden dürfen. Erhalten die Teilnehmenden Materialproben in die Hand, erleben sie haptisch Materialeigenschaften wie Oberflächenstruktur, Härte, Form, Gewicht oder auch Klang eines Materials. Der Einsatz von mehreren Materialproben ist sinnvoll, um im Vergleich besondere Eigenschaften und Unterschiede noch deutlicher zu erkennen. Auch bildlich dargestellte Materialien werden durch reale Materialproben "begreifbar".

Anwendung auf das Exponat Tasse

Fehrenbach, Corinna

Einleitend stellt der/die Vermittlerin Fragen wie z.B.: Was sehe ich? Um welches Material handelt es sich hier? Wie wurde das Objekt gemacht? Anschließend sind die Teilnehmenden gefordert, sich eigene Gedanken zu machen und diese, falls gewünscht, zu äußern. Eine genauere Vorstellung zur Herstellung von Porzellan bekommen sie im weiteren Verlauf im Werkstattraum anhand diverser Modelle. Diese können zur Verinnerlichung und Imagination angefasst werden. Dazu erläutert der/die Vermittler/in Techniken und geschichtliche Hintergründe.

Busse, Klaus-Peter: Bildumgangsspiele: Kunst unterrichten, Dortmund 2004, S. 87.
Seitz, Rudolf: Phantasie & Kreativität. Ein Spiel-, Nachdenk- und Anregungsbuch, München 1998, S. 56.
Bezirk Oberfranken (Hrsg.): Musbi. Museum bildet. Methodenkärtchen, Bayreuth 2014.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 37, 47, 66, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/ 

Überblick Materialproben

Feuchtmayr, Andrea

Kategorien

Assoziative Methoden
Emotionale Zugänge
Sinnesorientierte Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Materialeigenschaften eines Exponats erschließen
  • Informationen haptisch vermitteln
  • Teilnehmende aktivieren 
Eignung

Nur für das Museum unbedenkliche Materialproben verwenden
Bei Geschmacksproben allergische Reaktionen bedenken
Altersspezifische Auswahl

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Verschiedene Stoffe, Holzarten, Metalle, Steine, Kunststoffe, Pigmente, Gewürze etc.
Verschiedene Holzverbindungen, Farbaufträge, Materialbearbeitungen etc.

Kaupert, Ursula & Kurbasik, Kathrin

Mit optischen Hilfsmitteln erfassen die Teilnehmenden die Details des Exponats.

Sie betrachten und untersuchen das Exponat mit einer Lupe, einer Becherlupe, einem Binokular, einem Mikroskop, einem Fernglas oder einem Teleskop. Durch die optischen Geräte verändert sich die Betrachtungsebene: Mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbare Strukturen und Details werden sichtbar.

Anwendung auf das Exponat Tasse

Fehrenbach, Corinna

Die Teilnehmenden gehen mit einer Lupe auf Spurensuche von dargestellten Details auf Tassen, wie Insekten und Blumen. Die Lupe dient dabei als spielerisches Werkzeug zur aufmerksamen Suche. Mit ihr können die Teilnehmenden genau beobachten und die kleinsten Objekte und feinste Malereien besser erkennen. Das Exponat kann damit verblüffende lebensechte Eindrücke, wie Flora und Fauna, wiedergeben.

Oftring, Bärbel: Expedition Natur. Das Becherlupen-Forscherbuch. Aktiv die Natur entdecken, 8. Auflage, Kempten 2010.

Wasmann-Frahm, Astrid: Biologie begreifen. Faszinierende Mikrowelt. 28 spannende Versuche mit Lupe, Mikroskop und Binokular (5. bis 10. Klasse) (Experimente und Erkundungen), 2. Auflage, Hamburg 2016, S. 4-10, 39-45,18-20.

Überblick Vergrößern

Kaupert, Ursula & Kurbasik, Kathrin

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Mit optischen Geräten umgehen
  • Vorher nicht Sichtbares durch die Vergrößerung sehen und verstehen
Eignung

Lupe, Becherlupe: ab 5 Jahren
Binokular, Fernglas, Teleskop: ab 9 Jahren
Mikroskop: ab 15 Jahren

Zeitbedarf

30-60 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Lupe, Becherlupe, Binokular, Mikroskop, Fernglas, Teleskop, dazu Petrischalen, Objektträger, Pipetten, Pinzetten, Messer

Scroll to bottom
Scroll to bottom