Glossar

Scheitelwulst

Als Scheitelwulst bezeichnet man das zu einem Streifen gefaltete oder gerollte Tuch, den Frauen als Kopfbedeckung quer über dem Scheitel trugen. Bei der Haube bildet der Scheitelwulst den Abschluss des Haubenbodens oberhalb der Stirn in Form eines Bundes oder einer gerundeten Verdickung. (Regina Straub)

Schildkrötenformation

Schildkrötenformation: Die Kampfformation wurde angewandt, um beim Vorrücken starken Beschuss abzuwehren. Dafür hielten die Soldaten der vorderen Reihe die Schilde nach vorne, die in der Mitte bildeten mit dem nach oben gehaltenen Schild ein schützendes Dach. (Catherine Bellaire)

Schildpatt

Schildpatt wird aus den flachen Hornschuppen des Rückenpanzers gewisser Arten von Meeresschildkröten gewonnen und zu Kämmen, Schmuck, Knöpfen und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet. (Alexandra Neuberger)

 

 

Schweinigel

Ein Stab rechteckigen Querschnitts mit scharfen Aussparungen, der für den Vollzug körperlicher Zuchtstrafen gedient haben soll. (Gesa Büchert)

Seccotechniken

Als Seccotechniken bezeichnet man die Malverfahren auf Wänden, welche entweder gar keinen Putzmörtel tragen oder bei denen der Putz bereits trocken ist und abgebunden hat. Im Gegensatz dazu wird bei Freskomalerei auf den noch feuchten, frischen Putzmörtel gemalt. (Regina Straub)

Serpentin

Der Serpentin oder "Schlangenstein" ist ein grünes, braunes oder schwarzes Mineral. Der polierte Stein sieht durch seine grünlich-violetten Einschlüsse wie Schlangenhaut aus. Er ist weicher als andere Steine und lässt sich deshalb gut bearbeiten. Bis heute wird er im sächsischen Zöblitz abgebaut. (Stephanie Rilling-Gilles)

Spielerische Impulselemente

Spielerische Impulselemente: Können kurze Sequenzen für Einzelpersonen oder Gruppen sein, bei denen der/die Vermittler/in z.B. eine Bewegung vorführt, die die Teilnehmenden im Anschluss imitieren, oder etwa Fantasiespiele oder Bewegungsspiele, die die Vorstellungskraft anregen. (Michael Bauereiß & Ute Dietz)

Stake

Eine Stake ist eine lange Holzstange, die auf einfachen Flachbooten (Nachen) zur Fortbewegung durch Abstoßen in flachem Gewässer dient und zum Lenken benutzt wird. (Catherine Bellaire)

Stramin

Stramin ist ein gitterartiges Gewebe aus Baumwolle oder Leinen, das zum Besticken oder als Grundlage zum Knüpfen verwendet wird. (Regina Straub)

Strudelnde Tiere

Strudelnde Tiere leben in Gewässern und nehmen ihre Nahrung auf, indem sie Wasser mit Nährstoffen durch ein Hohlraumsystem in ihrem Körper bewegen. (Ursula Kaupert)

Surrogat

Surrogat: lat. surrogatum, Ersatz. Als Surrogat werden Stoffe (Arzneien, Lebensmittel u.Ä.) bezeichnet, die wegen dessen Knappheit einen anderen Stoff ersetzen, und in Wirkung, Aussehen und Geschmack zwar ähnlich, in der Regel aber minderwertig sind. (Catherine Bellaire)

Synästhesie

Als Synästhesie wird eine Reizempfindung eines Sinnesorganes bezeichnet, die durch den Reiz eines anderen Sinnesorgans ausgelöst wird. Beispielsweise wird bei vielen Menschen eine saure Geschmackserinnerung hervorgerufen, wenn sie das Wort "Zitrone" hören. (Astrid Brosch)

Tambour

Tambour (frz. tambour für „Trommel“) bezeichnete in einer Militärkapelle den Trommler. (Regina Straub)

Tapisserie

Tapisserie ist ein gewirkter Wandteppich mit bildlichen Darstellungen. Wandbehänge dienten in den mittelalterlichen und frühneuzeitichen Burgen und Schlössern nicht nur als Raumschmuck, sondern erfüllten mit ihrer Bildersprache auch eine repräsentative Funktion für die Adeligen. (Alexandra Neuberger)

Tautologie

Eine Tautologie ist eine rhetorische Figur. Es wird dasselbe mit einem gleichen oder sinnverwandten Ausdruck nochmals formuliert. Beispiele sind Doppelungen wie "voll und ganz" oder "das grüne Gras". (Gesa Büchert)

Theaterprospekt

Der Theaterprospekt ist der bemalte Hintergrund, der bei Präsentationen in sogenannten Dioramen (Schaukästen) meist den Schauplatz des Geschehens charakterisiert. Im Theater begrenzt der Prospekt als Bühnenhorizont den Hintergrund des Bühnenbildes. (Ute Dietz & Verena von Essen)

Tora-Aufsatz

Tora-Aufsätze (hebr. Rimmonim) sind eine Form des Schmucks, der auf die beiden Stäbe der Tora-Rolle aufgesetzt wird (wie auch die Tora-Krone). Sie kommen vor allem in Süddeutschland häufig vor und sind oft mit Glöckchen verziert, um auch akustisch Aufmerksamkeit zu erregen. (Katrin Kasparek)

Tora-Schild

Das Tora-Schild (hebr. Tass) dient vor allem der Beschriftung der Tora-Rolle: Die Rolle wird zur jeweiligen Stelle der Lesung gerollt; ein auswechselbares Schildchen nennt den Feiertag, für den die Lesung gilt. (Katrin Kasparek)

Tora-Zeiger

Der Tora-Zeiger (hebr. Jad) ist eine Lesehilfe. Sie ermöglicht, dass der/die Lesende einen gewissen Abstand zur Tora einhält und somit Ehrfurcht vor der heiligen Schrift zeigt. (Katrin Kasparek)

Transkription

Die Transkription ist die schriftliche Übertragung einer Textquelle in einen benutzerfreundlichen Text, indem man beispielsweise einen handschriftlichen Text abtippt oder teilweise sprachliche Vereinfachungen vornimmt. Diese müssen aber gekennzeichnet werden. (Sonja Then)

Transmissionsriemen

Ein Transmissionsriemen ist ein flexibles Band, das in einem Riemengetriebe zur Kraftübertragung (Transmission) genutzt wird. (Sophie Reinlaßöder)

Trompe-l'œil

Der Begriff "Trompe-l'œil" (Augentäuschung, genauer: 'täusche das Auge', aus dem Französischen 'tromper' = 'täuschen'; 'l'œil' = 'das Auge') bezeichnet eine so naturgetreue Darstellung, dass sie vom Betrachter als tatsächlich und lebendig empfunden wird. (Corinna Fehrenbach)

Vierpass

Der Vierpass ist ein Ornament, das häufig in der Gotik als Einrahmung zu finden ist. Die nach außen gerichteten Bögen sind regelmäßig und symmetrisch angeordnet. (Britta Bley)

Votiv

Als Votiv bezeichnet man ein Weihegeschenk für eine Gottheit, das meist in Heiligtümern abgelegt wird um der Gottheit entweder für Hilfe in einer Notlage zu danken oder um solche Hilfe zu erbitten. (Catherine Bellaire)

Wahrnehmungspsychologie

Die Wahrnehmungspsychologie ist ein Teilbereich der Allgemeinen Psychologie. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ist sie Wissenschaft. Untersucht wird hierbei der subjektive Anteil an der Wahrnehmung. (Astrid Brosch)

Waldglashütte

Im Mittelalter entstanden nördlich der Alpen in stark bewaldeten Gebieten sog. Waldglashütten. Zur Befeuerung der Schmelzöfen und zur Herstellung von Pottasche - ein wichtiger Bestandteil für die Herstellung von Glas - wurden Tonnen an Brennholz verbraucht. (Corinna Fehrenbach)

Wandzeitung

In einer Wandzeitung werden ausgewählte Informationen zu einem Thema präsentiert. Dafür eignet sich z.B. eine Stellwand, an die Zettel angepinnt werden. Sie dient als interaktive Ideenwand, Meinungswand oder Gedankenwand. (Sabrina Dörr)

Zellenschmelz

Beim Zellenschmelz, auch als Cloisonné (französisch „cloison“, Scheidewand) bezeichnet, werden Drähte oder Metallstreifen als Trennwand auf eine Trägerplatte aufgelötet. Sie vermeiden eine Vermischung von zumeist farbigem Glasfluss, der die Zwischenräume wie ein Mosaik ausfüllt. (Julia Isenberg)

Zellulosenitratfilm

Zellulosenitratfilm bezeichnet die ersten Filmträger aus wärmeempfindlichen oder wärmebiegsamen Kunststoff. Da dieses Material leicht brennbar und damit sehr gefährlich war, wurde es seit den 1950er-Jahren nicht mehr zur Filmherstellung verwendet. (Regina Straub)

Zentralperspektive

Die Zentralperspektive ist eine Darstellungsmethode, Raum so auf einer Fläche darzustellen, wie es dem Augeneindruck entspricht. Dabei treffen sich alle in die Tiefe laufenden Linien in einem Fluchtpunkt. (Alfred Czech)

Zunft

Zusammenschlüsse von Handwerkern einer oder mehrerer Berufsgruppen zur Wahrung gemeinsamer Interessen. Als ständische Körperschaften regelten sie  Rohstofflieferungen, die Produktion, Löhne, Preise und den Verkauf, aber auch die Versorgung von Berufsunfähigen und deren Angehörigen. (Gesa Büchert)