Auf die Merkliste

Living History

Verfasst von: Böhme, Claudia
Foto: Fränkisches Freilandmuseum / Ute Rauschenbach

Das Leben in der Vergangenheit wird zu Unterhaltungs-, Vermittlungs- oder Forschungszwecken vor authentischer Kulisse durch Darsteller/innen nachgespielt.

Darsteller/innen versuchen mit dem Wissen über vergangene Zeiten das Leben einer Person oder Gruppe möglichst authentisch für sich nachzuerleben. Sie sind häufig in Vereinen organisiert und treten z. B. in Freilichtmuseen auf. Besucher/innen können in die Vorstellung einbezogen werden. Sie können mit den Darsteller/innen in Dialog treten oder sogar zum Mitspielen aufgefordert werden. So werden die Besucher/innen mehr oder weniger Teil des Spiels, das ihnen zwar eine Illusion, aber nie ein wirklich authentisches Bild der Vergangenheit vermitteln kann.

Passende  IMPULSE  anzeigen

Kategorien

Performative Methoden
Emotionale Zugänge

Ziele

Historische Zusammenhänge veranschaulichen, eine historische Episode nachempfinden, Empathie erzeugen

Eignungen

Eignet sich besonders für Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und Erwachsenengruppen

Zeitbedarf

30–60 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Materialen

Je nach Ziel: Kleidungsstücke, Requisiten

Literatur

Pleitner, Berit: Kundschafter in einer anderen Welt? Überlegungen zur Funktion der Emotionen in Living-History-Darstellungen, in: Brauer, Juliane/Lücke, Martin (Hg.): Emotionen, Geschichte und historisches Lernen, Göttingen 2013, S. 223–238.

Wunsch, Andreas: Living History, in: Mayer, Ulrich u. a. (Hg.): Wörterbuch Geschichtsdidaktik, 2. überarb. und erw. Aufl., Schwallbach/Ts. 2009, S. 133 f. 

Senecheau, Miriam/Samida, Stefanie: Living History als Gegenstand Historischen Lernens. Begriffe – Problemfelder – Materialien, Stuttgart 2015, hier S. 38–47.

Nettke, Tobias: Personale Vermittlung in Museen – Fachkräfte der Museumspädagogik und anderer Disziplinen, in: Commandeur, Beatrix/Kunz-Ott, Hannelore/Schad, Karin (Hg.): Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, München 2016, S. 184–192, hier S. 189 f.

Scroll to bottom
Scroll to bottom