Glossar

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A

Abstrakt

Das Adjektiv „abstrakt“ leitet sich vom lateinischen „abstrahere“ (übersetzt: entfernen) ab. Die Abstraktion verzichtet auf gewisse Einzelheiten und stellt eine Reduzierung der Details dar. In der Kunst werden in der abstrakten Darstellung Formen vereinfacht, Farben verändert. (Astrid Brosch)

Ammonit

Der Begriff Ammonit leitet sich von dem ägyptischen Gott Amun ab, der häufig mit dem Tierkopf eines Widders dargestellt wird. Plinius der Ältere erwähnte die Ammoniten und bezeichnete sie als Ammonshörner. Das Aussehen, insbesondere die Rippe erinnert an die gewundenen Hörner von männlichen Schafen. (Britta Bley)

Anachronismus

Unter Anachronismus versteht man eine falsche zeitliche Einordnung von bestimmten Gegebenheiten in einem Zusammenhang. (Sonja Then)

Angelrolle

Die Angelrolle hat die Hauptfunktion die Angelschnur aufzubewahren. Beim Auswerfen rollt sich die Angelschnur durch das Ködergewicht ab oder sie wird, wie beim Fliegenfischen, per Hand abgezogen. Sie ist mit einer Kurbel versehen, die ein kontrolliertes Einholen der Schnur ermöglicht. (Regina Straub)

Arbeitsgleiche Gruppenarbeit

Arbeitsgleiche Gruppenarbeit bedeutet, dass alle Kleingruppen denselben Arbeitsauftrag erfüllen (im Gegensatz zur arbeitsteiligen Gruppenarbeit). (Ingmar Reither)

Architrav

Ein Architrav ist ein Horizontalbalken aus Holz oder Stein, der in der Regel von Säulen getragen wird. (Alfred Czech)

Atoll

Ein Atoll ist ein mehr oder weniger ringförmiges Riff (Korallenriff) oder eine Inselgruppe mit Lagune bzw. mit flachem Gewässer. (Margit Schweigkofler)

Attribut

Als Attribut wird in der Kunst eine charakteristische Beigabe zu einer Figur bezeichnet. Durch ein Attribut werden Personen, Situationen oder Räume erkennbar gemacht. (Sophie Reinlaßöder)

Auskultation

Auskultation: lat. auscultare – zuhören, abhorchen. Darunter versteht man in der Medizin das Abhorchen von Herz und Lunge, meistens mit dem Stethoskop. Die unterschiedlichen Geräusche können Hinweise auf krankhafte Veränderungen von Lungenbläschen oder Herzklappen liefern. (Catherine Bellaire)

Aussteuer

Aussteuer oder Mitgift ist das Vermögen, das eine Frau mit in die Ehe bringt. Früher gehörte dazu vor allem eine Grundausstattung für den Haushalt wie Stoffe, Geschirr, Möbel. (Barbara Heidinger)

Axiom

Ein Axiom ist ein anerkannter Grundsatz. (Ursula Kaupert)

B

Bakelit

Bakelit ist ein Kunstharz, das um die Jahrhundertwende das vorher verwendete Elfenbein ablöste. Es war in der Herstellung billiger und sehr robust. Heute wird Bakelit nur noch selten verwendet, weil es sich nur in dunklen Farben herstellen lässt und vergleichsweise schnell brüchig wird. (Simon Hamper)

Balustrade

Eine Balustrade ist eine niedrige Reihe säulenartiger Stützen, die als Brüstung, Geländer an Treppen, und Balkonen zu finden ist. Der Begriff „Balustrade“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet, wegen der glockenförmigen Blütenform des Granatapfelbaums, „Granatapfelblüte“. (Corinna Fehrenbach)

Bastion

Eine Bastion ist eine steinerne Anlage, die aus der Linie eines Festungswalls vorspringt. Durch solch ein Bauwerk ist es möglich, den Raum unmittelbar vor dem Wall, den die Verteidiger von der Wallmauer aus nicht unmittelbar einsehen können, seitlich zu erreichen. (Regina Straub)

Blänken

Blänken ist ein handwerkliches Verfahren, bei dem der Glasschneider eine zuvor geschnittene Fläche glänzend („blank“) poliert. (Ingmar Reither)

Blumenkreuz

Ein Blumenkreuz ist eine vereinfachte, abstrakte Darstellung einer Kombination aus Kreuz und Blume in der Wappenkunde. Dabei ist eine große Vielfalt vorhanden, die in jeden Wappen anders sein kann. (Britta Bley)

Borte

Die Borte ist ein gewebtes Band, das meist gemustert ist und das zur Verzierung von Textilien verwendet wird. (Alexandra Neuberger)

Bügelbrille

Eine Bügelbrille bestand aus zwei geschliffenen Gläsern und wurde mit einem Bügel oder Bogen zusammengefasst, der meist aus einem Stück (Holz, Horn) gefertigt war. Sie wurde zwar direkt vor die Augen platziert, musste aber noch mit der Hand festgehalten werden. (Catherine Bellaire)

C

Chantilly-Spitze

„Chantilly-Spitze“ ist eine geklöppelte Spitze und stammt ursprünglich aus Chantilly, einem Ort nördlich von Paris, in dem diese hochwertige Spitze bereits im 18. Jh. gefertigt wurde. Aufgrund ihrer großen Beliebtheit breitete sich die Herstellung im 19. Jh. weiter aus. (Katrin Kasparek)

Charon

Charon ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Als Fährmann setzt er die Seelen der Verstorbenen über den Unterweltfluss. Er wird in antiken Schriften als übelgelaunter, alter Mann geschildert. In manchen Fällen erscheint er aber als bärtiger, sympathischer Mann mittleren Alters. (Catherine Bellaire)

D

Dekor

Dekor ist ein charakteristischer Begriff zur Beschreibung von Porzellanverzierungen. (Corinna Fehrenbach)

Derwisch

Mitglied eines islamischen religiösen Ordens, auch Sufi-Orden genannt. Zu dessen Riten gehören Musik und rhythmische Tänze. Derwische zeichnen sich durch Bescheidenheit aus. (Barbara Heidinger)

Diagnostik

Diagnostik: Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erkennung einer Krankheit. (Ingmar Reither)

Duktus

Als Duktus bezeichnet man in der Kunst die individuelle Handschrift einer Künstlerin und eines Künstlers. (Alfred Czech)

E

Eidolon

Eidola (Singular Eidolon) sind miniaturisierte, menschliche Darstellungen, die Verstorbene, bzw. deren Seele/Psyche abbilden. Vasenbilder zeigen diese zumeist mit Charon bei der Überfahrt in die Unterwelt. (Catherine Bellaire)

Elektrifizierung

Als Elektrifizierung wird die zunehmend umfassende Bereitstellung elektrischen Stroms bezeichnet, die in den 1880er-Jahren begann und die Lebenswelt der Menschen grundlegend veränderte. (Katrin Kasparek)

Euphemismus

Euphemismus (griech.: euphemein) bedeutet: Unangenehmes angenehm umschreiben, sprachlich gemildert ausdrücken. (Susanne Franke)

Evangelist

Als Evangelisten werden im Christentum die vier Verfasser des Neuen Testaments bezeichnet: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. (Sophie Reinlaßöder)

F

Fayence

Die Fayence ist eine nach der italienischen Stadt Faenza benannte Tonware, die nach dem Brennen mit einer Blei- oder Zinnglasur überzogen, dann mit speziellen Farben bemalt und nochmals gebrannt wird. (Corinna Fehrenbach)

Figurine

Figurine ist ein gezeichneter oder modellierter Kostüm- oder Modeentwurf. (Verena von Essen | Susanne Theil)

Flachs

Flachs ist die Faser, die aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen wird. Der gesponnene Faden wird zu Leinen verarbeitet. (Regina Straub)

Fliegenfischen

Das Fliegenfischen unterscheidet sich von anderen Angelmethoden dadurch, dass der Köder, eine künstliche Fliege, zum Werfen zu leicht ist, weswegen das Eigengewicht der Schnur als Wurfgewicht verwendet wird. Dies verlangt eine spezielle Wurftechnik und Ausstattung der Angel. (Regina Straub)

Flügelaltar

Der Flügelaltar besteht aus 3 Teilen: einer Mitteltafel und den beiden Seitentafeln. Je nach Kirchentag werden die Seiten auf- oder zugeklappt. Der Raum hinter dem Altar diente im Mittelalter auch als Beichtort, daher ist die Rückseite häufig auch bemalt und begehbar. (Barbara Krebs-Eckstein)

Fossilisation

Komplexer, lang andauernder Vorgang, bei dem organisches Material durch anorganisches ersetzt wird. Voraussetzung ist die Einbettung des Objektes (ganze Tiere, nur Teile, Spuren u. Ä.) in ein Material (z. B. Schlamm, Sand, Salz, Baumharz), welches ihn vor Luftzufuhr schützt. (Margit Schweigkofler)

Füllwörter

Füllwörter sind Wörter mit wenig Aussagewert, wie „ja“, „doch“, „wohl“ oder „also“, die für Verständnis des Textes nicht notwendig sind. (Gesa Büchert)

Fünffelderwappenschild

Das Wappen ist in Form eines Schildes geformt und beinhaltet mehrere (in diesem Fall fünf) Felder mit Symbolen, die über Generationen vererbbar sind. So kann ein Wappen in fünf Felder aufgeteilt sein und verschiedene Bilder vorstellen. (Britta Bley)

Fünfspänner

Unter Fünfspänner versteht man eine Kutsche, die von fünf Pferden gezogen wird. (Gabriele Kisser-Priesack)

G

Gefrorenes Theater

Beim „gefrorenen Theater“ verändert der Krippenbauer die einzelnen Szenen entsprechend der Geschichte bzw. der Liturgie, indem er die Figuren umstellt, ähnlich wie ein Regisseur im Theater. Der Begriff wurde von Rudolf Berliner geprägt. (Ute Dietz & Verena von Essen)

Gesätz

Ein Gesätz ist eine Gebetsfolge, die beim Rosenkranz durch eine große Perle, gefolgt von zehn kleinen, dargestellt ist. Es beginnt mit der großen Perle (Vater unser), gefolgt von zehn Ave Maria und endet mit einer großen Perle (Ehre sei dem Vater; Vater unser). Eine Kette enthält fünf Gesätze. (Julia Isenberg)

GIF

Im digitalen Bildformat GIF (Graphics Interchange Format) können mehrere Einzelbilder wie eine Animation abgespielt werden. (Alfred Czech)

Goldfiligran

Vom Lateinischen „filum“ ( Draht) und „granum“ (Korn) bezeichnet das Filigran feinste Metallfäden. Beim Goldfiligran handelt es sich um eine ornamental eingesetzte Drahtbiegetechnik aus dünnen, gekordelten Golddrähten. Die aufwendigen Ziermuster werden nur an wenigen Berührungspunkten gelötet. (Julia Isenberg)

Grapen

Ein Grapen ist ein Kochgefäß, das über eine Feuerquelle gestellt wurde. Seit dem 12. Jh. in verschiedenen Formen genutzt, bestand er häufig aus Keramik oder Bronze. Der Gebrauch ging mit der zunehmenden Verwendung von Herden aus preiswertem Gusseisen in der Industrialisierung im 19. Jh. zurück. (Britta Bley)

Grenadiere

Als Grenadiere bezeichnet man die mit Handwaffen ausgerüsteten Soldaten der Landstreitkräfte im 17. und 18. Jh., die sich zu Fuß bewegten und kämpften. (Regina Straub)

GUI

GUI ist die Abkürzung für Graphical User Interface. Die deutsche Bezeichnung ist „grafische Benutzeroberfläche“. (Regina Straub)

Guillochen

Guillochen sind Muster aus feinen Linien, die sich teilweise überlagern und so einen räumlichen Eindruck erzeugen. Sie sind häufig auf Geldscheinen zu finden. (Sonja Then)

Gusskuchen

Gusskuchen wird ein Brocken aus gegossenem Kupfer oder natürlichen Bronzelegierungen genannt. Er ist ein Zwischenprodukt der urzeitlichen Kupferverarbeitung in Europa und eine frühe Form des Zahlungsmittels. (Regina Straub)

H

Handsatz

Der Handsatz ist das älteste Verfahren zur Herstellung von Druckformen mit einzelnen, beweglichen Buchstaben aus Blei. Er eignet sich nicht nur für Texte, sondern auch für grafische Gestaltungen mit Messinglinien und -ornamenten. (Zeina Elcheikh)

Heiltumsweisung

Bei einer Heiltumsweisung wurden Reliquien auf einem vorübergehend aufgestellten Gestühl oder dem Balkon einer Kirche feierlich gezeigt. Die Menschen reisten oft aus ganz Europa zu einer Heiltumsweisung, um somit von ihren Sünden befreit zu werden. (Gesa Büchert)

Heulschlauch

Ein Heulschlauch ist ein geriffeltes Kunststoffrohr. Durch Hineinblasen oder Schleudern entstehen Naturtöne. Heulschläuche sind im Spielzeughandel günstig zu erwerben (mit Mundstück-Ende). (Regina Straub)

Historismus

Historismus bezeichnet die Hinwendung zu historischen Baustilen und geschichtlichen Themen in der 2. Hälfte des 19. Jh.s. So wurden repräsentative Bauten wie Kirchen, Museen oder Bahnhöfe in den Formen der Romanik, Gotik oder des Barock errichtet. (Alfred Czech)

Hortfunde, Depotfunde

Hortfunde oder Depotfunde sind absichtsvoll und gleichzeitig niedergelegte Objekte, die weder Grabausstattungen noch Siedlungsreste darstellen. (Regina Straub)

I

Indische Malerei

Indische Malerei nannte man im 17. und 18. Jh. Dekorationen auf ostasiatischem Porzellan. Über die Handelsniederlassungen der Ostindischen Kompanie in China und Japan gelangte das Porzellan nach Europa und erregte hier Erstaunen und Bewunderungen. (Corinna Fehrenbach)

Industrialisierung

Industrialisierung bezeichnet einen Entwicklungsprozess, in dem Handarbeit zunehmend von Fabrikarbeit oder der Arbeit durch Maschinen abgelöst wurde. Dieser Prozess wird heute oft als „Weg in die Moderne“ beschrieben. Er hatte massive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung. (Katrin Kasparek)

Industriedesign

Unter Industriedesign oder Produktdesign versteht man die bewusste Gestaltung von in Fabriken gefertigten Waren oder Gütern. Neben einer modernen Form- und Farbgestaltung spielen dabei auch produktionsbedingte Aspekte, wie z. B. kostengünstige Fertigung, ein Rolle. (Katrin Kasparek)

Inflation

Inflation: Geldentwertung; anhaltende und allgemeine Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistung, die einhergeht mit der Minderung der Kaufkraft. (Sonja Then)

Inkrustationstechnik

Mit der Inkrustationstechnik verziert man Bauten und Kunstwerke. Als Material dient beispielsweise in dünne Scheiben oder Stücke geschnittener Bernstein. Mit den Plättchen wird das Kunstwerk belegt oder ummantelt. Das Bernsteinzimmer in St. Petersburg ist z. B. in dieser Technik gefertigt. (Stephanie Rilling-Gilles)

Intarsientechnik

Bei der Intarsientechnik werden dünne Materialplättchen (meist Holz oder Metall, aber auch Elfenbein, Perlmutt, Stein etc.) in Holz versenkt eingearbeitet. (Alexandra Neuberger)

Inventarisierungskarte

Die Inventarisierungskarte bezeichnet eine Karte, auf der genaue Informationen zum Objekt zu finden sind. Mit Daten wie Inventarnummer, Bezeichnung, Maße, Herkunft, Zeit, Datum und Beschreibung sowie oft einem Foto wird das Objekt eindeutig bestimmt und zugeordnet. (Britta Bley)

Ionisierende Strahlung

Ionisierende Strahlung: Jene Teilchen- oder elektromagnetische Strahlung, die es vermag, Elektronen aus Atomen oder Molekülen zu entfernen, sodass positiv geladene Ionen oder Molekülreste zurückbleiben. (Ingmar Reither)

Irdenware

Irdenware, oder Irdengut, ist die Bezeichnung für eine Art keramischer Massen, die sich während des Brennprozesses nicht vollständig verfestigen, also nicht dicht sintern. Irdenware wird mit relativ niedrigen Temperaturen gebrannt. (Corinna Fehrenbach)

K

Kalligrafie

Unter Kalligrafie versteht man kunstvolles Schreiben, das durch Gestaltung von Buchstaben und Schriftzügen mit speziellen Instrumenten und Schreibgeräten erfolgt.

Kartusche

Eine Kartusche ist in der bildenden Kunst eine ebene, oft medaillonartige Fläche, die von einem Zierrahmen umgeben ist. (Katja Kraus)

Kaschierung

Bei der Kaschierung taucht man Stoffstücke in eine angewärmte Leim-Kreide-Grundierung ein und drapiert sie auf vorgefertigte Körper. Nach dem Trocknen werden diese farblich gefasst. (Ute Dietz & Verena von Essen)

Kelchvelum

Ein Kelchvelum ist ein rechteckiges, oft quadratisches Tuch, das vor Beginn und nach Beendigung der Messfeier über den Messkelch und den zur Aufnahme der Hostie verwendeten Teller (Patene) gelegt wird. (Alexandra Neuberger)

Kettfaden

Die Kettfäden sind die Fäden, die in einem Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt werden. Im fertigen Gewebe liegen sie parallel zur Webkante, während die Schussfäden quer dazu verlaufen. (Sophie Reinlaßöder)

Klangfarbe

Klangfarbe ist ein Begriff aus der Musik, der den Charakter eines Tons, sein spezifisches Verhältnis von Schwingungen, Rauschanteilen und Grundton beschreibt. Daraus ergeben sich unterschiedlich wahrnehmbare Tonqualitäten. Töne wirken schwer, metallisch, dumpf, warm, schrill, klirrend, ... (Astrid Brosch)

Kloake

Die ersten Kloaken entwickelten sich in der Zeitspanne von etwa 3500–500 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten. Die Sickergruben waren anfangs einfache Erdgruben, hölzerne Abfallschächte, später um 1500 mit gemauerten Seitenwänden, für die Fäkalien, das Abwasser und den Abfall aus dem Haushalt. (Regina Straub)

Klöpfel

Der Klöpfel ist der runde, hammerähnliche Schlägel des Bildhauers, mit dem der Meißel in den Stein geschlagen wird. (Katja Kraus)

Klöppeln

Klöppeln ist ein Kunsthandwerk zur Herstellung von Spitze. Mit hölzernen Garnspulen (Klöppel) werden nach Mustervorlagen (Klöppelbriefe) in aufwändiger Flechttechnik kunstvolle Spitzen erstellt. Häufig war diese Heimarbeit schlecht bezahlte Frauen- oder Kinderarbeit. (Katrin Kasparek)

Kolossalordnung

Komplex aus Säulen, der sich über zwei oder mehrere Geschosse einer Fassade erstreckt. (Alfred Czech)

Kompositionslinie

Kompositionslinien sind wirkliche oder gedachte Linien, die die einzelnen Gestaltungselemente eines Kunstwerks untereinander verbinden und in Beziehung setzen. (Claudia Böhme)

Koromandellack

Der Begriff taucht erstmals gegen 1750 in seiner französischen Form „vernis de Coromandel“ auf und geht auf die gleichnamige südostindische Küste zurück, von der aus diese chinesische Schnitzlackkunst in den Westen verschifft wurde. (Susanne Franke)

Krinoline

Eine Krinoline ist eine Form des Reifrocks, die in der Mode Mitte des 19. Jh.s sehr beliebt war. Der Reifrock löste mehrere gleichzeitig getragene Unterröcke aus Stoff ab und verlieh dem Rock noch mehr Volumen. Die Turnüre ist hierbei eine besondere Form, die lediglich das Gesäß betont. (Katrin Kasparek)

Kunst- und Wunderkammern

Kunst- und Wunderkammern waren Sammlungen von Fürsten und reichen Bürgern, in denen Kunstwerke und Kuriositäten gezeigt wurden. Diese Sammlungen galten als Statussymbole und waren eine Frühform des Museums. Sie waren jedoch damals nicht für alle Bevölkerungsschichten zugänglich. (Stephanie Rilling-Gilles)

Künstliche Fliege

Die künstliche Fliege, aus Vogelfedern und Tierhaaren gebunden, imitiert die natürliche Nahrung der Fische, wie z. B. Insekten. Durch besondere Wurftechniken werden die Fliegen auf Distanz gebracht und schwimmen dann je nach Art auf oder unter der Wasseroberfläche. (Regina Straub)

Künstliche Intelligenz

Das Forschungsfeld Künstliche Intelligenz (KI) fragt nach den Methoden, mit denen ein Computer Aufgaben lösen kann, für die menschliche Intelligenz erforderlich ist – z. B. im Bereich der Logik und der Problemorientierung. (Ingmar Reither)

L

Lahn

Lahn ist ein Draht aus Gold, Silber, Kupfer oder einem anderen Metall, der flach gewalzt wurde. Lahn wurde oft bei der Herstellung prunkvoller Bekleidung oder Tapisserien verwendet. (Alexandra Neuberger)

Lasurfarbe

Lasurfarbe ist ein meist transparenter Anstrich. Er wird als Beschichtung auf Holz, Papier, Leinwand und in der Keramik und Malerei zusammen mit Öl- und Aquarellfarben sowie Tempera verwendet. (Catherine Bellaire)

Latrine

Eine Latrine ist ein einfacher Abort. Die seit der Antike bekannten öffentlichen Gemeinschaftslatrinen entstanden erst wieder in den spätmittelalterlichen Städten bei Rathäusern, Tortürmen und Plätzen. Meist waren es hölzerne Sitze über Gruben, abgetrennt durch Holzwände oder in einer Hütte. (Regina Straub)

Lebendgestein

Lebendgestein besteht aus kalkhaltigem Material (Korallenskelette, Schalen, Kalkalgen), das aus Riffgeröllzonen in tropischen Meeren entnommen wird. Die darin lebenden Organismen helfen einen natürlichen Wasserhaushalt im Aquarium aufzubauen und zu erhalten. (Margit Schweigkofler)

Lesestein

Lesesteine sind Halbkugeln aus Glas oder Edelstein, die ab dem 12. Jh. als Lesehilfe zum Vergrößern direkt auf die Schriftstücke aufgelegt wurden. Zunächst wurden sie ohne Fassung und Halterung verwendet, ab dem 16. Jh. lassen sich erste Eingläser mit Fassung und Stiel nachweisen. (Catherine Bellaire)

Litzen

Unter Litzen versteht man ein textiles Geflecht, das zur Zierde oder Einfassung von Kleidungsstücken, insbesondere bei Trachten oder Uniformen, verwendet wird. (Alexandra Neuberger)

M

Majolika

Die Majolika ist bis ins 18. Jh. die vorherrschende und typische Keramik Italiens. Die Vorbilder stammen aus Málaga oder Valencia und wurden über Mallorca in italienische Hafenstädte verschifft. (Corinna Fehrenbach)

Marketerien

Marketerien sind Muster und Motive aus Holz oder anderen Materialien wie Schildpatt, Elfenbein oder Metalle, die innerhalb eines Furniers (= dünne Schicht aus Edelholz auf Holz minderer Qualität) in kleinen Teilen zusammengefügt auf Holz aufgeleimt sind. (Alexandra Neuberger)

Maschinenethik

Maschinenethik beschäftigt sich mit moralischen Fragen bei der Programmierung von autonomen oder teilautonomen Maschinen wie Drohnen und Robotern. (Ingmar Reither)

Metallurgie

Metallurgie bezeichnet die Gesamtheit der Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Metallen. (Regina Straub)

Metaplankarte

Eine Metaplankarte ist eine rechteckige 9,5 x 20,5 cm große Karte. Es gibt sie in verschiedenen Farben und mittlerweile auch in runder und ovaler Form. Sie ist für den Gebrauch in Kombination mit einer Metaplanwand gedacht, um Inhalte anschaulich und variabel darstellen zu können. (Nicole Heinzel)

Microcomputer

Als Mikrocomputer bezeichnete man Computer, die kompakter als Großrechner waren und von einer einzelnen Person bedient werden konnten. Diese Heim-, Bürocomputer und PCs waren weniger leistungsfähig und wiesen einen einzigen Mikroprozessor (ein Mikrochip) als Zentraleinheit auf. (Regina Straub)

Monarchie

Eine Monarchie (griech.=Alleinherrschaft) ist eine Staatsform, bei der ein einzelner Mensch als z. B. Kaiser, König oder Fürst über ein Volk regiert. Er ist von Gottes Gnaden erwählt und hat die alleinige Macht. In Deutschland wurde die Monarchie 1919 durch die Einführung der Demokratie abgelöst. (Nicole Heinzel)

Monumentalplastik

Bei einer Monumentalplastik handelt es sich um eine großformatige Plastik, die auffallen oder Symbol der Macht sein soll. Ihre Kennzeichen ist die Übergröße, auch und gerade  zum Menschen. (Nicole Heinzel-Schellin)

Muffelbrand

Unter Muffelbrand versteht man jenen Brennvorgang während der Porzellanherstellung, bei dem Farben oder Goldverzierungen auf die Glasur aufgeschmolzen werden. (Corinna Fehrenbach)

N

Narrative Aussage

Unter einer narrativen Aussage versteht man die Geschichte hinter einem Ereignis bzw. einem Exponat, die durch eine Erzählung vermittelt werden kann. (Katrin Kasparek)

Narrative Kompetenz

Unter narrativer Kompetenz versteht man die Fähigkeit, erzählte Geschichten zu verstehen, sinnvolle eigene Geschichten zu bilden und diese auch zu erzählen. (Katrin Kasparek)

Nautiluspokal

Ein Nautiluspokal ist ein aus einer Nautilusschale gefertigtes Prunk- oder Trinkgefäß. Dazu wurde die Schale des im Wasser lebenden Nautilus zumeist durch einen Goldschmied mit einem Standfuß versehen und reich dekoriert. Motive aus dem Bereich der Wasserwelten sind hierbei typische Elemente. (Astrid Brosch)

Nuppenglas

Das Nuppenglas ist auch unter dem Namen Strunk oder Kohlstrunk bekannt. Es ist aus dunklem, auch trübem oder blasigem Glas und dicht mit knopfartigen Glasstücken oder Glastropfen besetzt z. T. zur besseren Handhabe nur auf der unteren Grifffläche. Entstanden ist es in den sog. Glashütten. (Corinna Fehrenbach)

O

Offizin

Der Begriff Offizin (lat. officina: Arbeitsraum oder Werkstatt) bezeichnet unterschiedliche Arbeitsräume mit angeschlossenem Verkaufsraum, beispielsweise in Münzstätten und Apotheken. Auch für Buchdruckereien wird der Begriff verwendet. (Zeina Elcheikh) 

Opak

Opak bedeutet undurchsichtig, lichtundurchlässig. (Regina Straub)

Orbit

Als Orbit wird die Umlaufbahn eines Objekts um einen zentralen Körper bezeichnet, also z. B. die Umlaufbahn von Satelliten um die Erde. (Ursula Kaupert)

Ornamentik

Unter Ornamentik versteht man die Gesamtheit von Ornamenten an einem Objekt oder in einer Epoche. (Alfred Czech)

Ornat

Der oder das Ornat bezeichnet die Gesamtheit der für ein feierliches Hochamt verwendeten liturgischen Textilien. (Alexandra Neuberger)

P

Panel

In der grafischen Kunst des Comics und Cartoons bezeichnet der Ausdruck Panel (dt. Tafel, Platte) ein Einzelbild in einer Sequenz. (Sophie Reinlaßöder)

Paravent

Ein Paravent, nach französisch „den Wind abhalten“. ist ein schnell aufstellbarer und zusammenklappbarer Wandschirm. Er stammt ursprünglich aus China und diente dort und ab dem 17. Jh. auch in Europa als Wind- und Sichtschutz, in Europa zudem gegen Funkenflug aus Kaminen. (Susanne Franke)

Paspeliert

Paspelierte Kleidung weist an bestimmten Stellen einen streifenförmigen Nahtbesatz von geringer Breite auf. Paspeln heben entweder die Kontur oder den Schnitt einer Textilie hervor und können bei militärischer Kleidung auch als Verstärkungsstreifen dienen. (Ingmar Reither)

PC

Der PC, Personal Computer, ist ein Mehrzweckcomputer, der gezielt mit entsprechender Größe, den sachgemäßen Kompetenzen für den individuellen persönlichen Gebrauch im Alltag hergestellt wurde. Die leichte Bedienbarkeit und der erschwingliche Preis waren weitere Komponenten des Konzepts. (Regina Straub)

Peergroup

Als Peergroup bezeichnet man eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Interessen, gleichen Alters, gleicher Herkunft oder gleichem sozialen Status. (Claudia Böhme)

Pflückhaken

Der Pflückhaken ist ein Werkzeug des/der Obstbauern/bäuerin und diente dem Heranziehen von Ästen. Er besteht aus einem gebogenen Rundstab und hat die Form eines gestreckten „S“. Der Ast wurde herangeholt und mit dem anderen Hakenende an einem weiteren Ast befestigt. Die Früchte kamen so in Reichweite. (Regina Straub)

Pietra dura

Pietra dura, „harter Stein“, war eine in Florenz übliche Technik, bei der zu Plättchen geschnittene Steine zu einem Mosaik zusammengefügt werden. (Barbara Heidinger)

Pilaster

Ein rechteckiger Wandpfeiler mit Basis und Kapitell, eine Art rechteckige Halbsäule. (Alfred Czech)

Plastik

Eine Plastik ist ein dreidimensionales, körperliches Objekt der bildenden Kunst. Die Bezeichnungen Plastik und Skulptur werden oft synonym benutzt, beschreiben jedoch unterschiedliche Herstellungsverfahren. Eine Plastik entsteht durch das Hinzufügen des Materials, eine Skulptur durch das Abtragen. (Nicole Heinzel-Schellin)

Pritsche

Eine Pritsche ist ein scherzhaftes Schlag- und Züchtigungsinstrument aus Holz oder Pappe, das z. B. bei der Kasperlefigur oder im Karneval Verwendung findet. Sie ist etwa 50 cm lang, aus gefalteten Kartonstreifen oder dünnen Holzblättchen. Durch das Aufschlagen wird ein knallartiger Ton erzeugt. (Daniela Sandner)

Prophylaktisch

Prophylaktisch bedeutet „vorbeugend“, „vorsorglich“, „präventativ“. In medizinischem Kontext wird der Begriff im Sinne von „eine Krankheit vermeidend oder lindernd“ verwendet. (Alexandra Neuberger)

ptolemäische Epoche des Alten Ägyptens

Die ptolemäische Epoche des Alten Ägyptens reicht von 332/331–30. Nach dem Tod Alexander des Großen 323 v. Chr., der seit 332 v. Chr. Pharao war, wurde das Reich aufgeteilt: Ägypten fiel dabei an Ptolemaios I., den Namensgeber der ptolemäischen Dynastie und Epoche. (Catherine Bellaire)

Putto

Putto (italienisch Knäblein): in der Kunst der Renaissance und des Barock eine Kindergestalt, meist nackt mit oder ohne Flügel. Putti dienen häufig als Assistenzfiguren von Personen und Heiligen. (Michael Bauereiß)

R

Radiologie

Radiologie (oder Strahlenheilkunde): Ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit der Anwendung elektromagnetischer Strahlen und mechanischer Wellen befasst. (Ingmar Reither)

Realismus

Allgemein ist Realismus eine epochenübergreifende Bezeichnung für wirklichkeitsnahe Darstellung. Der Begriff beschreibt auch eine literarische und kunsthistorische Zeitströmung in der Mitte des 19. Jh.s, die sich von einer idealen Darstellung abkehrt und dem bürgerlichen Alltag zuwendet. (Alfred Czech)

Rechenschieber

Ein Rechenschieber, auch Rechenstab genannt, ist eine mechanische Rechenmaschine zur Durchführung von Multiplikation und Division. (Regina Straub)

Reenactment

Reenactment (engl. „Nachstellung“): Historische Ereignisse und historisches Alltagsleben werden möglichst detailgetreu neuinszeniert, damit Vergangenes verständlicher und anschaulicher wird. (Catherine Bellaire)

Reichskleinodien

Die Reichskleinodien waren die Herrschaftszeichen der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches. Zu den Reichskleinodien gehörten die Reichskrone, der Reichsapfel, die Heilige Lanze, das Reichsschwert, verschiedene Krönungsgewänder und zahlreiche Reliquien. (Gesa Büchert)

Revolution

Eine Revolution (lat.=Umdrehung) ist eine grundlegende und nachhaltige Veränderung eines kulturellen, gesellschaftlichen oder politischen Systems. Sie erfolgt meist abrupt oder in relativ kurzer Zeit und kann friedlich oder gewaltsam vor sich gehen. (Nicole Heinzel)

Rocaille

Die Rocaille ist ein muschelähnliches abstraktes Ornament, das dem Rokoko seinen Namen gab. Der Begriff stammt aus dem Französischen und setzt sich zusammen aus „le roc“ (unregelmäßiger Stein) und „la coquille“ (Muschel). (Michael Bauereiß)

Rocken

Der Rocken ist ein stabförmiges Gerät, an dem beim Spinnen die noch unversponnenen Fasern befestigt werden. (Regina Straub)

S

Sarwürker

Der Sarwürker (auch: sarwürhte) ist ein Rüstungsschmied. Das Wort „sar“ bedeutet Kriegsrüstung und „würhte“ Verfertiger. (Barbara Heidinger)

Scagliola

Scagliola ist eine italienische Veredelungstechnik des Barock, die Marmor nachahmt.
Einer Masse aus einem Mineral und Leim werden Farbpigmente hinzugefügt, ineinandergeknetet, gepresst, in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben geschnitten, auf das Mauerwerk aufgetragen, geschliffen und poliert. (Susanne Franke)

Schalmei

Als Schalmei werden verschiedene historische Holzblasinstrumente bezeichnet, aus denen unter anderem die heutige Oboe entstanden ist. (Katja Kraus)

Scheitelwulst

Als Scheitelwulst bezeichnet man das zu einem Streifen gefaltete oder gerollte Tuch, den Frauen als Kopfbedeckung quer über dem Scheitel trugen. Bei der Haube bildet der Scheitelwulst den Abschluss des Haubenbodens oberhalb der Stirn in Form eines Bundes oder einer gerundeten Verdickung. (Regina Straub)

Schildkrötenformation

Schildkrötenformation: Die Kampfformation wurde angewandt, um beim Vorrücken starken Beschuss abzuwehren. Dafür hielten die Soldaten der vorderen Reihe die Schilde nach vorne, die in der Mitte bildeten mit dem nach oben gehaltenen Schild ein schützendes Dach. (Catherine Bellaire)

Schildpatt

Schildpatt wird aus den flachen Hornschuppen des Rückenpanzers gewisser Arten von Meeresschildkröten gewonnen und zu Kämmen, Schmuck, Knöpfen und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet. (Alexandra Neuberger)

Schweinigel

Ein Stab rechteckigen Querschnitts mit scharfen Aussparungen, der für den Vollzug körperlicher Zuchtstrafen gedient haben soll. (Gesa Büchert)

Seccotechniken

Als Seccotechniken bezeichnet man die Malverfahren auf Wänden, welche entweder gar keinen Putzmörtel tragen oder bei denen der Putz bereits trocken ist und abgebunden hat. Im Gegensatz dazu wird bei Freskomalerei auf den noch feuchten, frischen Putzmörtel gemalt. (Regina Straub)

Serpentin

Der Serpentin oder „Schlangenstein“ ist ein grünes, braunes oder schwarzes Mineral. Der polierte Stein sieht durch seine grünlich-violetten Einschlüsse wie Schlangenhaut aus. Er ist weicher als andere Steine und lässt sich deshalb gut bearbeiten. Bis heute wird er im sächsischen Zöblitz abgebaut. (Stephanie Rilling-Gilles)

Sketchnote

Eine Sketchnote (engl. = Skizze) ist eine Art Drehbuch, das den Aufbau eines Podcast organisiert und bei der technischen und inhaltlichen Durchführung hilft.

Slapstick

Slapstick meint im Kontext von GIF-Animationen die ruckhaften Bewegung aus frühen Stummfilmen, denen immer etwas Komisches anhaftet. (Alfred Czech)

Spielerische Impulselemente

Spielerische Impulselemente: Können kurze Sequenzen für Einzelpersonen oder Gruppen sein, bei denen der*die Vermittler*in z. B. eine Bewegung vorführt, die die Teilnehmer*innen im Anschluss imitieren, oder etwa Fantasiespiele oder Bewegungsspiele, die die Vorstellungskraft anregen. (Michael Bauereiß & Ute Dietz)

Sprayer

Sprayer (deutsch: Sprüher) werden die Schöpfer von Graffitis genannt, die ihren Schriftzug mit Sprühdosen gestalten. Wegen der gesundheitsschädlichen Gase verwenden Sprayer grundsätzlich einen Mundschutz oder sind vermummt. (Nicole Heinzel)

Staffage

Als Staffage werden ausschmückende Motive bezeichnet wie Figuren in einer Landschaft. Sie dienen dazu diese zu bereichern und zu beleben. (Alfred Czech)

Stake

Eine Stake ist eine lange Holzstange, die auf einfachen Flachbooten (Nachen) zur Fortbewegung durch Abstoßen in flachem Gewässer dient und zum Lenken benutzt wird. (Catherine Bellaire)

Stola

Eine Stola ist eine in der Liturgie verwendete lange, bandförmige Textilie, die über die Schulter(n) des Zelebranten (Bischof, Diakon, Priester) gelegt wird. (Alexandra Neuberger)

Stramin

Stramin ist ein gitterartiges Gewebe aus Baumwolle oder Leinen, das zum Besticken oder als Grundlage zum Knüpfen verwendet wird. (Regina Straub)

Stratigrafie

Diese Teildisziplin der Geologie ordnet Gesteine anhand der darin enthaltenen organischen und nicht organischen Merkmale zeitlich zu und dient als Grundlage für die Rekonstruktion der Erdgeschichte. (Margit Schweigkofler)

Street Art

Unter der Bezeichnung Street Art (deutsch: Kunst der Straße) werden verschiedene Formen von Kunst im öffentlichen Raum zusammengefasst. Meist werden die Werke selbstautorisiert und nicht kommerziell an Wänden angebracht, was von Eigentümern oft als Vandalismus betrachtet wird. (Nicole Heinzel)

Strudelnde Tiere

Strudelnde Tiere leben in Gewässern und nehmen ihre Nahrung auf, indem sie Wasser mit Nährstoffen durch ein Hohlraumsystem in ihrem Körper bewegen. (Ursula Kaupert)

Surrogat

Surrogat: lat. surrogatum, Ersatz. Als Surrogat werden Stoffe (Arzneien, Lebensmittel u. Ä.) bezeichnet, die wegen dessen Knappheit einen anderen Stoff ersetzen, und in Wirkung, Aussehen und Geschmack zwar ähnlich, in der Regel aber minderwertig sind. (Catherine Bellaire)

Synästhesie

Als Synästhesie wird eine Reizempfindung eines Sinnesorganes bezeichnet, die durch den Reiz eines anderen Sinnesorgans ausgelöst wird. Beispielsweise wird bei vielen Menschen eine saure Geschmackserinnerung hervorgerufen, wenn sie das Wort „Zitrone“ hören. (Astrid Brosch)

T

Tambour

Tambour (frz. tambour für „Trommel“) bezeichnete in einer Militärkapelle den Trommler. (Regina Straub)

Tapisserie

Tapisserie ist ein gewirkter Wandteppich mit bildlichen Darstellungen. Wandbehänge dienten in den mittelalterlichen und frühneuzeitichen Burgen und Schlössern nicht nur als Raumschmuck, sondern erfüllten mit ihrer Bildersprache auch eine repräsentative Funktion für die Adeligen. (Alexandra Neuberger)

Tautologie

Eine Tautologie ist eine rhetorische Figur. Es wird dasselbe mit einem gleichen oder sinnverwandten Ausdruck nochmals formuliert. Beispiele sind Doppelungen wie „voll und ganz“ oder „das grüne Gras“. (Gesa Büchert)

Theaterprospekt

Der Theaterprospekt ist der bemalte Hintergrund, der bei Präsentationen in sogenannten Dioramen (Schaukästen) meist den Schauplatz des Geschehens charakterisiert. Im Theater begrenzt der Prospekt als Bühnenhorizont den Hintergrund des Bühnenbildes. (Ute Dietz & Verena von Essen)

Tora-Aufsatz

Tora-Aufsätze (hebr. Rimmonim) sind eine Form des Schmucks, der auf die beiden Stäbe der Tora-Rolle aufgesetzt wird (wie auch die Tora-Krone). Sie kommen vor allem in Süddeutschland häufig vor und sind oft mit Glöckchen verziert, um auch akustisch Aufmerksamkeit zu erregen. (Katrin Kasparek)

Tora-Schild

Das Tora-Schild (hebr. Tass) dient vor allem der Beschriftung der Tora-Rolle: Die Rolle wird zur jeweiligen Stelle der Lesung gerollt; ein auswechselbares Schildchen nennt den Feiertag, für den die Lesung gilt. (Katrin Kasparek)

Tora-Zeiger

Der Tora-Zeiger (hebr. Jad) ist eine Lesehilfe. Sie ermöglicht, dass der*die Leser*in einen gewissen Abstand zur Tora einhält und somit Ehrfurcht vor der heiligen Schrift zeigt. (Katrin Kasparek)

Transkription

Die Transkription ist die schriftliche Übertragung einer Textquelle in einen benutzerfreundlichen Text, indem man beispielsweise einen handschriftlichen Text abtippt oder teilweise sprachliche Vereinfachungen vornimmt. Diese müssen aber gekennzeichnet werden. (Sonja Then)

Transmissionsriemen

Ein Transmissionsriemen ist ein flexibles Band, das in einem Riemengetriebe zur Kraftübertragung (Transmission) genutzt wird. (Sophie Reinlaßöder)

Trompe-l'œil

Der Begriff „Trompe-l'œil“ (dt. Augentäuschung, genauer: täusche das Auge, aus dem Französischen tromper = täuschen, l'œil = das Auge) bezeichnet eine so naturgetreue Darstellung, dass sie vom/von der Betrachter*in als tatsächlich und lebendig empfunden wird. (Corinna Fehrenbach)

U

Upcycling

Upcycling (von engl. up: nach oben und recycling: Wiederverwertung): Abfallprodukte werden in neuwertige Produkte umgewandelt und erfahren somit eine Aufwertung (Gegenteil: Downcycling).

V

Vierpass

Der Vierpass ist ein Ornament, das häufig in der Gotik als Einrahmung zu finden ist. Die nach außen gerichteten Bögen sind regelmäßig und symmetrisch angeordnet. (Britta Bley)

Votiv

Als Votiv bezeichnet man ein Weihegeschenk für eine Gottheit, das meist in Heiligtümern abgelegt wird um der Gottheit entweder für Hilfe in einer Notlage zu danken oder um solche Hilfe zu erbitten. (Catherine Bellaire)

W

Wahrnehmungspsychologie

Die Wahrnehmungspsychologie ist ein Teilbereich der Allgemeinen Psychologie. Seit dem ausgehenden 19. Jh. ist sie Wissenschaft. Untersucht wird hierbei der subjektive Anteil an der Wahrnehmung. (Astrid Brosch)

Waldglashütte

Im Mittelalter entstanden nördlich der Alpen in stark bewaldeten Gebieten sog. Waldglashütten. Zur Befeuerung der Schmelzöfen und zur Herstellung von Pottasche – ein wichtiger Bestandteil für die Herstellung von Glas – wurden Tonnen an Brennholz verbraucht. (Corinna Fehrenbach)

Wandzeitung

In einer Wandzeitung werden ausgewählte Informationen zu einem Thema präsentiert. Dafür eignet sich z. B. eine Stellwand, an die Zettel angepinnt werden. Sie dient als interaktive Ideenwand, Meinungswand oder Gedankenwand. (Sabrina Dörr)

Weimarer Republik

Weimarer Republik ist die Bezeichnung für den Deutschen Staat im Zeitraum vom 9.11.1918 (Ausrufung der Republik) bis zum 30.1.1933 (Adolf Hitler wurde Reichskanzler). Erstmals wurde Deutschland als parlamentarische Demokratie geführt. Die Verfassung wurde in Weimar formuliert, daher der Name. (Nicole Heinzel)

Z

Zellenschmelz

Beim Zellenschmelz, auch als Cloisonné (französisch „cloison“, Scheidewand) bezeichnet, werden Drähte oder Metallstreifen als Trennwand auf eine Trägerplatte aufgelötet. Sie vermeiden eine Vermischung von zumeist farbigem Glasfluss, der die Zwischenräume wie ein Mosaik ausfüllt. (Julia Isenberg)

Zellulosenitratfilm

Zellulosenitratfilm bezeichnet die ersten Filmträger aus wärmeempfindlichen oder wärmebiegsamen Kunststoff. Da dieses Material leicht brennbar und damit sehr gefährlich war, wurde es seit den 1950er-Jahren nicht mehr zur Filmherstellung verwendet. (Regina Straub)

Zenit

Zenit ist der Punkt, welcher sich genau senkrecht über dem Beobachtungsort (bzw. über dem Beobachter) am Himmel befindet. (Julius Matter)

Zentralperspektive

Die Zentralperspektive ist eine Darstellungsmethode, Raum so auf einer Fläche darzustellen, wie es dem Augeneindruck entspricht. Dabei treffen sich alle in die Tiefe laufenden Linien in einem Fluchtpunkt. (Alfred Czech)

Zunft

Zusammenschlüsse von Handwerkern einer oder mehrerer Berufsgruppen zur Wahrung gemeinsamer Interessen. Als ständische Körperschaften regelten sie  Rohstofflieferungen, die Produktion, Löhne, Preise und den Verkauf, aber auch die Versorgung von Berufsunfähigen und deren Angehörigen. (Gesa Büchert)