Herd

Verfasst von: Bley, Britta

© Ruhr Museum
Beispielexponat:

Herd | 1938

Von Herner Herdfabrik, erworben von Karl Blazek

Dieser Herd ist transportabel und wird mit Kohlen befeuert. Er ist mit Email beschichtet, was nicht nur edel aussieht, sondern auch Handhabung und Reinigung vereinfacht. Transportable Kohlenherde sind seit dem 18. Jh. bekannt und waren zunächst für wohlhabende Haushalte gedacht. Ende des 19. Jh.s ersetzten sie zunehmend das offene Feuer. Im unteren Bereich des Herdes wurde die Asche aufgefangen und herausgeholt. An der am Herd umlaufenden Stange konnten Handtücher getrocknet sowie Bügeleisen und Wärmflaschen erhitzt werden. Ein meist rechteckiger Behälter hielt heißes Wasser vor, um Kaffee oder Tee damit zuzubereiten. Die Abwärme der heißen Metallplatten des Herdes heizten zusätzlich die Küche, die oft auch als Wohnraum genutzt wurde.

Heimsoth, Axel/Kerner, Frank (Hg.): Arbeit & Alltag. Industriekultur im Ruhr Museum, Köln 2015, S. 76 f.

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Dörr, Sabrina

Die Teilnehmer/innen stellen abwechselnd Fragen an das Exponat.

Hier geht es nicht um Antworten, sondern nur um Fragen. Die Teilnehmer/innen stellen so lange Fragen, bis ihre Fantasie erschöpft ist. Am Anfang sind daher Exponate hilfreich, die provokativ wirken und unmittelbar Fragen anstoßen. Der/die Vermittler/in beantwortet die gestellten Fragen oder leitet sie an die Gruppe weiter.

Variante: Der/die Vermittler/in stellt die Fragen, und die Teilnehmer/innen überlegen sich Antworten. Die Fragen werden abschließend z. B. in einer Wandzeitung festgehalten. Die Teilnehmer/innen schreiben ihre Fragen auf Karteikarten auf und befestigen diese an einer Stellwand.

Anwendung auf das Exponat Herd

Bley, Britta

Die Teilnehmer/innen nähern sich dem Exponat, indem sie Fragen an den Herd stellen, die Herkunft, Material und den Inhalt betreffen wie: Wer hat dich angefertigt? Was zeigst du? Aus welcher Zeit kommst du? Wo bist du entstanden? Darüber hinaus können sie auch Fragen stellen, die die heutigen Standards der Herstellung und der Benutzung betreffen. Durch Vergleiche lassen sich Unterschiede z. B. in Funktionsweise und Bedienung herausarbeiten wie Kohle, Gas und Strom oder offenes Feuer sowie Induktion, Steuerung der Wärme über Regelung der Luftzufuhr,
Drehknopf und Touchscreen.

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik – Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Passende Aspekte
  • Alltagsbezug
  • Beruf
  • Bestimmung
  • Eigene Erfahrung
  • Ernährung
  • Herkunft
  • Kulturen
  • Material
  • Rollenzuschreibung
  • Technik
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: 1000 Fragen an ein Exponat

Dörr, Sabrina

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden
Spielerische Methoden

Ziele

Sich mit dem Exponat intensiv auseinandersetzen, Neugierde, Aufmerksamkeit, Problembewusstsein wecken, Kommunikation anregen

Eignungen

Stimmt ein auf das Exponat und bereitet eine Interpretation vor

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Karteikarten, Stifte, Stellwand, Papier für Wandzeitung

Bley, Britta

Die Teilnehmer/innen füllen für ein Exponat eine Inventarisierungskarte aus.

In einer Einführung stellt der/die Vermittler/in das Inventarisieren als Teil der Museumsarbeit und dessen Bedeutung vor. Die Teilnehmer/innen wählen nun allein oder in Gruppen je ein Exponat aus und füllen dafür die Inventarisierungskarte aus. Ziel ist es, ein Exponat so zu beschreiben, dass es auch ohne Foto erkannt werden kann. Im Anschluss präsentieren die Teilnehmer/innen einander „ihre“ Objekte oder identifizieren sie anhand der Inventarisierungskarten.

Anwendung auf das Exponat Herd

Bley, Britta

Die Teilnehmer/innen befassen sich mit dem Herd und inventarisieren diesen nach musealen Standards. Dazu gehören das Vermessen, die Bezeichnung von Herkunft, Erwerbsdatum und Material ebenso wie das genaue Beschreiben seines Aussehens, seiner Verwendung und seiner Funktionsweise. Das Objekt muss so beschrieben sein, dass es auch ohne Foto erkannt und eindeutig bestimmt werden kann.

Minkner, Klaus: Erlebnispädagogik im Klassenzimmer. Praktische Übungen zur Wissensvermittlung, Augsburg 2014, S. 62, 65.

Passende Aspekte
  • Alltagsbezug
  • Beruf
  • Bestimmung
  • Eigene Erfahrung
  • Ernährung
  • Herkunft
  • Kulturen
  • Material
  • Rollenzuschreibung
  • Technik
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Inventarisieren

Bley, Britta

Kategorien

Recherchemethoden
Kreatives Schreiben

Ziele

Museum verstehen, Informationen sammeln, Wahrnehmung schulen, Exponat bestimmen und beschreiben, mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit fördern

Eignungen

Für Schulklassen, die lesen und schreiben können,
besonders geeignet für das Alter von 10 bis 14 Jahren

Zeitbedarf

30–40 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Inventarkarte, ersatzweise Papier, Bleistift, evtl. Objekte als Abbildungen, Metermaß/Zollstock

Bellaire, Catherine

Die Teilnehmer/innen vergleichen und recherchieren Funktionen von Objekten in verschiedenen Epochen und präsentieren ihre Ergebnisse.

Sie lernen maximal fünf Exponate kennen. Durch Recherche, Vergleiche und Brainstorming ermitteln die Teilnehmer/innen die ursprüngliche Funktion der Objekte. Gleichzeitig machen sie sich Gedanken darüber, ob ähnliche Objekte heute in gleicher Weise genutzt werden. So werden Unterschiede der Kulturen klar, aber auch Gemeinsamkeiten deutlich. Kleinere Kinder halten ihre Ideen zeichnerisch fest, Ältere präsentieren ihre Ergebnisse auf Tafeln und als Kurzvortrag.

Anwendung auf das Exponat Herd

Bley, Britta

Mit der Methode werden Kochstellen und Formen der Essenszubereitung vorgestellt, mit Objekten aus der Gegenwart verglichen und nach verschiedenen Aspekten untersucht wie Funktion, Material und Zeit. So können die Teilnehmer/innen ein Grapen über einer offenen Feuerstelle mit einem Kohleherd oder einem elektrischen Herd mit Induktionsfeld vergleichen. Weitere Vergleiche bieten sich in Hinblick auf die Anzahl und Vielfalt der möglichen Gerichte oder auf Möglichkeiten der Reinigung an.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Vermittlung, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198–224, hier: S. 203 f.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 7,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Nettke, Tobias: Personale Vermittlung in Museen. Merkmale, Ansätze, Formate und Methoden, in: Commandeur, Beatrix u.a. (Hg.), Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, München 2016, S. 173–183, hier: S. 174–175.

Passende Aspekte
  • Alltagsbezug
  • Beruf
  • Bestimmung
  • Eigene Erfahrung
  • Ernährung
  • Herkunft
  • Kulturen
  • Material
  • Rollenzuschreibung
  • Technik
Passende Zielgruppen
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Damals–heute

Bellaire, Catherine

Kategorien

Recherchemethoden
Visuell-gestalterische Methoden
Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele

Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen, Transferleistung fördern, Rechercheergebnisse sprachlich vermitteln

Eignungen

Besonders geeignet für kleinere Gruppen von max. 15 Teilnehmer/innen,
auch für Sprachlerngruppen

Zeitbedarf

30–40 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Abbildungen, Literatur, Katalogtexte zur Recherche, Schreib- und Zeichenmaterial, evtl. Tafel oder Flipchart zur Präsentation der Ergebnisse

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