© Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Fotografiert von: Renate Kühling

Rudnicki, Gabi

Statue

Römische Kopie, Original von Praxiteles

Aphrodite | Kopie um 30 v. Chr. bis 30 n. Chr., Original um 350 v. Chr.

Info

Der griechische Bildhauer Praxiteles erhielt, laut Bericht des römischen Autors Plinius d. Ä., um 350 v. Chr. von den Bürgern der Stadt Kos den Auftrag zu einer Statue der Aphrodite. Er fertigte zwei Versionen an: eine vollständig bekleidete und eine völlig nackte. Die schockierten Einwohner von Kos wählten die bekleidete. Das abgelehnte unbekleidete Götterbild wurde dann von Einwohnern von Knidos erworben und in einem speziell dafür errichteten Tempel aufgestellt. Aufgrund der revolutionären Darstellung der Göttin als Nackte wurde sie schnell zu einem der berühmtesten Werke des Praxiteles. Das Exponat ist eine römische Kopie.

Zimmer, Kathrin Barbara: Im Zeichen der Schönheit. Form, Funktion und Stellenwert klassischer Skulpturen im Hellenismus am Beispiel der Göttin Aphrodite, Tübingen 2014.
Vierneisel-Schlörb, Barbara: Glyptothek München, Katalog der Skulpturen, Bd. II, München 1979, S.323-352.
Wünsche, Raimund: Glyptothek München. Meisterwerke griechischer und römischer Skulptur, München 2005, S.85.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Schröder, Pirko Julia

Eine Person oder eine Gruppe stellt eine Situation, die auf einem Bild, an einer Skulptur oder an einer Installation zu betrachten ist, mit Einsatz der eigenen Körper nach.

Die Teilnehmenden sollen genau die Körperhaltungen und Mimik der Abgebildeten beobachten. Eine Türöffnung könnte z.B. als Rahmen dienen. Die Gruppe arbeitet als Team zusammen und hilft sich gegenseitig beim Arrangieren der eigenen Körperhaltungen. Das Ergebnis kann fotografisch dokumentiert werden. Eine Erweiterung mit Requisiten ist möglich.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Die Teilnehmenden ahmen die Statue in Körper-, Arm-, Fuß- und Kopfhaltung sowie Blick(richtung) und Mimik genau nach. Ziel ist nicht nur die genaue Betrachtung der Statue, sondern auch ein Einfühlen in die Person des/der Dargestellten, um die Aussagekraft nachvollziehen zu können.
Eine Variante ist das Nachstellen mit Regisseur/in: Eine Person dirigiert die andere, bis sie die korrekte Haltung nachgestellt hat. Die Methode eignet sich als Partner- wie als Gruppenarbeit.

Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst+Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 53.

Überblick Bilder nachstellen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Performative Methoden
Transmediale Methoden

Ziele
  • Den eigenen Körper als Ausdrucksmittel erleben
  • Sich intensiv mit Exponaten auseinandersetzen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
Eignung

Besonders geeignet für das Teambuilding oder auch für Fremdsprachen
Zu beachten ist, dass Requisiten nicht in jedem Museum erlaubt sind

Zeitbedarf

10–15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Kamera zum Dokumentieren (optional)
Requisiten (optional)

Schröder, Pirko Julia

Ein Elfchen ist ein Kurzgedicht in elf Wörtern, bei dem die Form vorgegeben ist.

Der Aufbau des Kurzgedichts ist: 1. Zeile=1 Wort, 2. Zeile=2 Wörter, 3. Zeile=3 Wörter, 4. Zeile=4 Wörter, 5. Zeile=1 Wort. Die Teilnehmenden füllen die Zeilen nach Belieben. Die Wörter können einen Satz bilden und sich reimen, müssen es aber nicht. Es darf sich eine rein assoziative Folge von Begriffen, Adjektiven usw. ergeben. Jede/r Teilnehmende schreibt für sich ein Elfchen und liest das Ergebnis der Gruppe vor. Dies kann zur Einführung in ein Thema, eine Ausstellung oder zu speziellen Exponaten erfolgen.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Die Teilnehmenden betrachten die Statue gemeinsam. Anschließend schreibt jede/r ein Elfchen dazu. Darin können die Teilnehmenden auf einen Aspekt der Statue eingehen oder ihre Wahrnehmung zusammenfassen. Im Anschluss lesen Freiwillige ihre Variante vor. So erweitert und vertieft sich der Blick für alle.

Cremer, Claudia/Drechsler, Michael/Mischon, Claus/Spall, Anna: Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 42-44.
Finke, Eva: Wenn ich schreibe... Potenziale Kreativen Schreibens, in: 
Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 4-7, hier: S. 7.
Erler-Striebel, Petra/Wenn, Anja: Kreatives Schreiben in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe, in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 21-23.

Überblick Elfchen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Kreatives Schreiben

Ziele
  • In ein Thema einführen
  • Intensiv mit Exponaten auseinandersetzen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kommunikation anregen
  • Eigenkreativität fördern
  • Vermittelte Inhalte festigen
Eignung

Geeignet für alle, die schreiben können, in der Regel ab der Grundschule

Zeitbedarf

15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Gedichtvorlagen auf Papier, Unterlagen, Bleistifte, eventuell Sitzgelegenheiten

Rudnicki, Gabi

Ein Filmstill hält eine Filmszene im Bild fest. Die Teilnehmenden spielen die Vorgeschichte oder Folgeszene zu einer dargestellten Situation nach.

Die Darstellung auf einem Gemälde, Foto oder auch die Haltung einer Statue wird hier als Filmstill interpretiert. Wie ist es zu der Szene, der Haltung gekommen oder was folgt auf sie? In einem kurzen (pantomimischen) Spiel kann sowohl die vermutete Handlung, die der Darstellung vorausgehen könnte, als auch die darauffolgende gezeigt werden. Im ersten Fall endet die Bewegung mit der Darstellung des Exponats, im zweiten Fall beginnt sie mit ihr.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Die Haltung der Statue wird als Filmstill gesehen. Ziel ist es, die Darstellung der Statue dadurch genau zu erfassen. Die Methode eignet sich für eine Statue wegen ihrer einfachen Erfassbarkeit besonders gut.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 63, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

www.ulrichbaer.de/files/Methodenblaetter-Museumspaedagogik.pdf, S. 4.

Überblick Filmstill

Rudnicki, Gabi

Kategorien

Spielerische Methoden
Performative Methoden
Assoziative Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Bezüge herstellen
  • Vermittelte Inhalte festigen
  • Kreativität fördern
Eignung

Geeignet für Personen ab 5 Jahren.
Weniger geeignet für kleine Räume, als Einstieg.

Zeitbedarf

5-15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

je nach Exponat und abgebildeter Szene ggf. passende Requisiten, wie z.B. Tücher.

Rudnicki, Gabi

Ein innerer Monolog ist ein Selbstgespräch, in dem Gedanken und Gefühle einer Figur schriftlich ausgestaltet werden.

Der innere Monolog wird in der Ich-Form und im Präsens geschrieben. Ohne große Einleitung begibt sich der Schreibende in die fiktive Geschichte der Figur und bringt deren Gedanken in loser, freier Abfolge, auch mit Einwortsätzen und Ausrufewörtern, zu Papier. Im Sinne des Perspektivwechsels kann der Text auch zu einem Gegenstand geschrieben werden. Eine Variante ist der "Tagebucheintrag".
In Gruppenarbeit können innere Monologe zu verschiedenen Teilen eines Exponats entstehen. Nach dem Schreiben lesen sich die Teilnehmenden die Texte gegenseitig vor.
 

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Wohin geht der Blick der Statue? Wie fühlt sie sich? Die Teilnehmenden schreiben einen kurzen inneren Monolog der Person. Da der Ausdruck einer Statue sehr aussagekräftig sein kann, fördert das die Konzentration der Teilnehmenden auf die dargestellte Person und ihre innere Befindlichkeit.

Ruf, Oliver: Kreatives Schreiben, Tübingen 2016, S.159-175.

Vogt, Jochen: Aspekte erzählender Prosa. Eine Einführung in Erzähltechnik und Romantheorie, 11. aktualisierte Aufl., Stuttgart 2008, S. 181-194.
 

Überblick Innerer Monolog

Rudnicki, Gabi

Kategorien

Assoziative Methoden
Kreatives Schreiben

Ziele
  • In ein Thema einführen
  • Wahrnehmung schulen
  • Kreativität fördern
  • Vermittelte Inhalte festigen
  • Schreibkompetenz fördern
Eignung

Für alle, die schreiben können. Je nach Alter der Teilnehmenden kann die Schreibphase länger oder kürzer sein. Sprachkompetenz muss vorhanden sein.

Zeitbedarf

10-30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Schreibpapier und Stifte

Czech, Alfred

Die Gegenstände stehen im Bezug zu dem Exponat und können Einfälle, Erinnerungen, Gedanken und Gefühle auslösen.

Die "Magnetischen" Gegenstände entspringen dem Prinzip des Chinesischen Korbs. In einem Korb befinden sich Alltagsgegenstände, wie z.B. ein Schlüsselbund, eine Orange, ein Spiegel, die in einem Spannungsfeld zum besprechenden Objekt stehen können. Die Teilnehmenden nehmen einen Gegenstand. Vor der Gruppe stellen sie dar, welche persönlichen Assoziationen und Bezüge sie zwischen Gegenstand und Exponat hergestellt haben.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Eine Auswahl von bunt gemischten, leicht transportierbaren Alltagsgegenständen (ca.10-15) liegt neben der Statue bereit. Welche werden von ihr "magnetisch" angezogen? Die Teilnehmenden nehmen einen Gegenstand. Vor der Gruppe stellen sie dar, welche persönlichen Assoziationen und Bezüge sie zwischen Gegenstand und Statue hergestellt haben. Welche Gegenstände sich eignen, hängt stark von der jeweiligen Statue ab.

Dreykorn, Monika: Methoden im Museum, in: Wagner, Ernst/Dreykorn, Monika (Hrsg.): Museum, Schule, Bildung: Aktuelle Diskurse, innovative Modelle, erprobte Methoden, München 2007, S. 169 - 179, hier: S. 174 f.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 37, 41, 68,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Überblick Magnetische Gegenstände

Czech, Alfred

Kategorien

Assoziative Methoden

Ziele
  • Unkonventionelle und überraschende Zugänge eröffnen
  • Alltagsgegenstände als Bezüge zu den Wirklichkeitserfahrungen und Innenwelten der Teilnehmenden nutzen
Eignung

Besonders geeignet für Inklusionsgruppen

Zeitbedarf

5-15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Gegenstände mit oder ohne direkten Bezug zum Exponat
Korb oder Behälter

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Künstler haben Themen und Personen in verschiedenen Kunstepochen immer wieder, aber unterschiedlich dargestellt. Anhand von Vergleichsabbildungen kann die ästhetische Wahrnehmung geschult werden. Was unterscheidet die Statue von den anderen Darstellungen, was hat sie mit ihnen gemeinsam? So bietet sich neben der vertiefenden Betrachtung auch Gesprächsanlass zur Rezeptionsgeschichte und/oder zur dem Material immanenten Wirkung.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

Bauereiß, Michael

Die Teilnehmenden erhalten Karten, auf die ausgewählte Substantive, Verben oder Adjektive geschrieben sind, die zum Exponat oder Thema passen.

Damit formulieren sie einen vollständigen Satz mit Bezug zum Exponat. Hierdurch werden die Teilnehmenden auf Details aufmerksam und lenken zugleich den Blick der übrigen Gruppenteilnehmenden. Je nach Wortart können Gegenstände, Eigenschaften,Tätigkeiten oder Emotionen für die Betrachtenden erschlossen werden.
Auch beim Spracherwerb im Museum dienen Wortkarten der sprachlichen Vertiefung des Gesehenen und Erlebten.

Anwendung auf das Exponat Statue

Rudnicki, Gabi

Bei der Besprechung der Statue eignen sich besonders gut Adjektive und Substantive, die sich auf Haltung, Mimik oder Gestik der dargestellten Person beziehen. Sie lassen Rückschlüsse auf die Befindlichkeit des/der Dargestellten zu.

Bertscheid, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum. Mülheim an der Ruhr 2001, S. 51.

Überblick Wortkarten

Bauereiß, Michael

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • In ein Thema einführen
Eignung

Besonders geeignet für den Einstieg der Objektbetrachtung oder zur Einführung in ein Thema
Geeignet ab 9 Jahren
Zum Spracherwerb ab 7 Jahren

Zeitbedarf

5-15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Vorbereitete Wortkarten

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