© Stadt Ingolstadt: Stadtmuseum

Straub, Regina

Leiter

Eichstätt, Bayern

Stehleiter (Staffelei) | Anfang bis Mitte 20. Jh.

Info

Diese Art von Obstbaumleiter mit zwei nach allen Seiten schwenkbaren Stützen wurde bei der Obsternte und beim Baumschnitt verwendet, da sie frei stehend und auf abschüssigem Gelände aufgestellt werden konnte. Die Leiterholme, ebenso die zwei Stützen sind am Fußende mit Eisenspitzen versehen. Diese konnten in nachgebenden Untergrund wie Erdboden und Grasfläche eindringen und somit der Leiter festen Stand geben. Aufgrund ihrer Länge war die Leiter sehr gut für Hochstammobstbäume geeignet, die bis 1945 mehr verbreitet waren als heute. Die Holzleiter hat 17 Sprossen, die Stützen sind an Eisenstegen an der dritten Sprosse von oben mit einer Öse beweglich befestigt. Dieses bäuerliche Arbeitsgerät wurde bis in die 1960er-Jahre verwendet und dann von Aluminiumleitern abgelöst, die wesentlich leichter sind und in der gleichen Funktionsweise heute noch in Gebrauch sind.

Schindler, Thomas: Handwerkszeug und bäuerliches Arbeitsgerät in Franken. Bestandskatalog des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim, Bad Windsheim 2015, S. 1035–1051.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Feuchtmayr, Andrea

Materialproben ermöglichen es, Materialeigenschaften eines Exponats zu erkunden.

Die Proben machen das Exponat erfahrbar, da in der Regel aus konservatorischen Gründen Museumsobjekte nicht berührt werden dürfen. Erhalten die Teilnehmenden Materialproben in die Hand, erleben sie haptisch Materialeigenschaften wie Oberflächenstruktur, Härte, Form, Gewicht oder auch Klang eines Materials. Der Einsatz von mehreren Materialproben ist sinnvoll, um im Vergleich besondere Eigenschaften und Unterschiede noch deutlicher zu erkennen. Auch bildlich dargestellte Materialien werden durch reale Materialproben "begreifbar".

Anwendung auf das Exponat Leiter

Straub, Regina

Der/die Vermittelnde lässt die Teilnehmenden gleich große Materialteile aus Holz, Eisen, Aluminium, Kunststoff erkunden. So können diese vor allem den Gewichtsunterschied und die Oberflächenbeschaffenheit selbst erfahren. Im Dialog gewinnen die Teilnehmenden dem Alter entsprechend Erkenntnisse über Kraftaufwand, Arbeitserleichterung, Herstellungsprozesse und den technischen Wandel.

Busse, Klaus-Peter: Bildumgangsspiele: Kunst unterrichten, Dortmund 2004, S. 87.
Seitz, Rudolf: Phantasie & Kreativität. Ein Spiel-, Nachdenk- und Anregungsbuch, München 1998, S. 56.
Bezirk Oberfranken (Hrsg.): Musbi. Museum bildet. Methodenkärtchen, Bayreuth 2014.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 37, 47, 66, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/ 

Überblick Materialproben

Feuchtmayr, Andrea

Kategorien

Assoziative Methoden
Emotionale Zugänge
Sinnesorientierte Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Materialeigenschaften eines Exponats erschließen
  • Informationen haptisch vermitteln
  • Teilnehmende aktivieren 
Eignung

Nur für das Museum unbedenkliche Materialproben verwenden
Bei Geschmacksproben allergische Reaktionen bedenken
Altersspezifische Auswahl

Zeitbedarf

5-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Verschiedene Stoffe, Holzarten, Metalle, Steine, Kunststoffe, Pigmente, Gewürze etc.
Verschiedene Holzverbindungen, Farbaufträge, Materialbearbeitungen etc.

Kasparek, Katrin

Die Teilnehmenden entwickeln eine Bildergeschichte zu einem Objekt, einer Fragestellung oder einer Ausstellung.

Dazu verarbeiten sie Rechercheergebnisse zu einem Exponat oder zu spezifischen Fragestellungen. Dies geschieht aus der Perspektive einer Filmkamera.

Die einzelnen Bilder der Geschichte können gezeichnet, gemalt, collagiert oder auch mit der Digitalkamera erstellt werden. So entsteht ein Drehbuch zu einer Geschichte, die emotionale Zugänge zulässt, aber nicht im Widerspruch zu historischen Erkenntnissen stehen sollte. Dies kann als Drehbuch für einen Film weiter genutzt werden.

Anwendung auf das Exponat Leiter

Straub, Regina

Einleitend spricht der/die Vermittelnde mit der Gruppe über Berufe, für deren Ausübung man eine Leiter braucht. Die Teilnehmenden nennen verschiedene Ausführungen von Leitern, die für bestimmte Arbeiten benötigt werden. Danach werden die Besonderheiten des Exponats im Arbeitsalltag vorgestellt. Die Bildergeschichte soll die Arbeitsabläufe chronologisch zeigen und auch die Schritte vor und nach Verwendung der Leiter sowie in Verbindung stehende Geräte darstellen. Als motivierenden Impuls bekommen die Teilnehmenden die Aufgabe, ein Objekt in die Erzählung einzubauen, das nicht dazu passt.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, S. 198-224, hier: S. 214.
Dreykorn, Monika / Wagner, Ernst: Erprobte Methoden, in: Dreykorn, Monika / Wagner, Ernst (Hrsg.): Museum - Schule - Bildung. Aktuelle Diskurse - Innovative Modelle, Erprobte Methoden, München 2007, S. 159-188, hier: S. 181.

Überblick Storyboard

Kasparek, Katrin

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Transmediale Methoden
Emotionale Zugänge
Narrative Methoden

Ziele
  • Mit kognitiven Inhalten emotional auseinandersetzen
  • In eine kreative Darstellung übersetzen
  • Bildsprache üben
Eignung

Je nach Objekt / Aufgabenstellung für alle Altersstufen geeignet
Nicht geeignet für Blinde

Zeitbedarf

30-45 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Papier, Stifte, Schere, Klebstift
Falls mit Digitalkamera gearbeitet wird: Drucker und Computer

Hamper, Simon

Die Gruppe entwirft ein Bühnenbild um das Objekt und gestaltet dazu eine Theaterszene mit Drehbuch.

Entweder gestalten die Teilnehmenden die Szene frei oder mit vorgeschlagenen Beispielrequisiten. Später überprüft die Gruppe die historische Korrektheit des Bühnenbildes. Anschließend kann die Gruppe die vorbereitete Szene aufführen.

Anwendung auf das Exponat Leiter

Straub, Regina

Die Leiter und der mit ihr in Verbindung stehende Arbeitsvorgang sind das zentrale Thema der Theaterszene. Das Bühnenbild bzw. die weiteren Requisiten sind dazugehörige Gerätschaften, Kleidungsstücke, Produkte. Beispielsweise wären dies bei der Szene "Die Obsternte" Obstpflückstange, Pflückkorb, Pflückhaken und Obst. Für das Drehbuch wird vorgeschlagen, dass die Arbeitsszene durch ein lustiges Ereignis unterbrochen wird, um die Teilnehmenden stärker zu motivieren.

Höhn, Jessica: Theaterpädagogik, Berlin 2015, S. 11-30.
Bidlo, Tanja: Theaterpädagogik, Essen 2006.
Bernhard Asmuth: Szene, in: Müller, Jan-Dirk (Hrsg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Bd. 3, Berlin / New York 2003, S. 566 f.

Überblick Szenenentwurf

Hamper, Simon

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Transmediale Methoden
Spielerische Methoden
Performative Methoden

Ziele
  • Kontextbewusstsein schulen
  • Gestaltungsfähigkeit fördern
  • Wissen vermitteln
  • Wertung vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Teilnehmende, die sich kennen, Schüler/innen
Weniger geeignet für öffentliche Führungen, blinde und sehbehinderte Menschen

Zeitbedarf

30-45 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Optional: Originalobjekt, Vergleichsobjekte, Stifte, Papier, Kostüme

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmenden auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können die Teilnehmenden aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr "Feinheiten" entdecken die Teilnehmenden.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Leiter

Straub, Regina

Mit dem Vergleich von verschiedenen Leitern können die Teilnehmenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Arbeitsgeräte hinsichtlich Material, Funktionsweise, handwerklicher oder industrieller Herstellung erkunden. Beim Betrachten von ähnlichen, historischen Holzleitern wird das genaue Hinsehen gefordert. Das Heranziehen von modernen Leitern aus Aluminium, z. B. einer Trittleiter oder Staffelei, ermöglicht ebenso die haptische Wahrnehmung mittels Ertasten und Anheben.

Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Überblick Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele
  • Differenziert wahrnehmen
  • Beobachtungskriterien anwenden
  • Kriterien entwickeln
  • Wertungen vornehmen
Eignung

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10-20 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

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