Krone

Verfasst von: Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

© Bayerische Schlösserverwaltung
Beispielexponat:

Krone des Königreichs Bayern | 1806/07

Von Charles Percier, Jean-Baptiste Leblond, Marie-Etienne Nitot | aus Paris

Am 1. Januar 1806 verkündete ein Reichsherold die Annahme der Königswürde durch Kurfürst Max Joseph. Eine offizielle Krönungszeremonie fand nicht statt. Der mit Perlschnüren gesäumte goldene Stirnreif ist mit Diamanten, diamantgerahmten Rubinen und Smaragden verziert. Darüber liegt eine silberne Zone aus mit Diamanten besetzten Ranken und blattförmigen Verzierungen. Die acht Spangen der Krone sind abwechselnd mit Rubinen und Smaragden geschmückt. Sie werden im Scheitelpunkt der Krone durch ein mit Sternen besetztes Band zusammengehalten und rollen sich darüber ein. Darauf liegt der große, diamantbesetzte Globus. Anstelle des darin zentral angebrachten Saphirs befand sich hier ehemals der „Blaue Wittelsbacher“, ein kornblumenblauer Diamant von 35,7 Karat aus dem Brautschatz der Habsburger Prinzessin Maria Amalia. Der Globus wird von einem Diamantkreuz bekrönt.

Erichsen, Johannes/Heinemann, Katharina (Hg.): Bayerns Krone 1806. 200 Jahre Königreich Bayern, München 2006, S. 37–47 und S. 248 f.

Haag, Sabine (Hg.): Kaiserliche Schatzkammer Wien. Meisterwerke der Weltlichen Schatzkammer, Wien 2014, S. 22–25.

Hoffmann, Marie-Luise/Raum, Ruth: Rundgang durch die Schatzkammer der Münchner Residenz, München 1997, S. 67–69.

Ottomeyer, Hans: Die Kroninsignien des Königreiches Bayern, München 1979.

IMPULSE

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Dörr, Sabrina

Die Teilnehmer/innen stellen abwechselnd Fragen an das Exponat.

Hier geht es nicht um Antworten, sondern nur um Fragen. Die Teilnehmer/innen stellen so lange Fragen, bis ihre Fantasie erschöpft ist. Am Anfang sind daher Exponate hilfreich, die provokativ wirken und unmittelbar Fragen anstoßen. Der/die Vermittler/in beantwortet die gestellten Fragen oder leitet sie an die Gruppe weiter.

Variante: Der/die Vermittler/in stellt die Fragen, und die Teilnehmer/innen überlegen sich Antworten. Die Fragen werden abschließend z. B. in einer Wandzeitung festgehalten. Die Teilnehmer/innen schreiben ihre Fragen auf Karteikarten auf und befestigen diese an einer Stellwand.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Die Teilnehmer/innen stellen Fragen an die Krone: Wie alt bist du? Wie viel bist du wert?  Woraus bestehst du? Bist du angenehm zu tragen, oder drückst du? Wer hat dich getragen? Wer hat dich entworfen? Wie hießen die Handwerker? Darf/Durfte jeder eine Krone tragen? Aus welchem Anlass wurdest du in Auftrag gegeben? Bei welcher Gelegenheit konnte man dich sehen (Tod des Monarchen, Zeremoniell, Präsentation der Insignien)?
 

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik – Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: 1000 Fragen an ein Exponat

Dörr, Sabrina

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden
Spielerische Methoden

Ziele

Sich mit dem Exponat intensiv auseinandersetzen, Neugierde, Aufmerksamkeit, Problembewusstsein wecken, Kommunikation anregen

Eignungen

Stimmt ein auf das Exponat und bereitet eine Interpretation vor

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Karteikarten, Stifte, Stellwand, Papier für Wandzeitung

Büchert, Gesa

Die Teilnehmer/innen schreiben ein Akrostichon zu einem Exponat, das sie zuvor in der Gruppe erschlossen haben.

Ein Akrostichon ist ein Schreibspiel aus der Antike, bei dem die Buchstaben eines relevanten Begriffs – wie z. B. die Bezeichnung des besprochenen Exponats – senkrecht untereinander geschrieben werden. 

Die Teilnehmer/innen schreiben einzeln oder in Kleingruppen einen zusammenhängenden Merktext oder einen Vers dazu, indem sie die einzelnen Buchstaben jeweils als Anfangsbuchstaben von Wörtern, Satzteilen oder Sätzen verwenden. 

Abschließend stellen sich die Teilnehmer/innen ihre Merktexte bzw. Verse gegenseitig vor und reflektieren sie in der Gruppe.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Der Fantasie der Teilnehmer/innen sind keine Grenzen gesetzt. Die Methode kann sehr gut als Sicherung abschließend zur Anwendung kommen. 
Krone   König 
            Regierung  
            Obrigkeit 
            Nobilität 
            Edelstein
 

Völkel, Bärbel: Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 2008, S. 88.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Akrostichon

Büchert, Gesa

Kategorien

Narrative Methoden
Kreatives Schreiben

Ziele

Vermittelte Inhalte festigen, Information und Wissen vermitteln

Eignungen

Besonders geeignet für Kinder ab 8 Jahren,
als Abschluss zur Sicherung des vermittelten Wissens

Zeitbedarf

10–15 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Papier und Stifte zum Schreiben

Böhme, Claudia

Die Teilnehmer/innen verbinden blind ausgewählte Alltagsgegenstände mit beliebigen Exponaten. Individuelle Gedanken, Vorstellungen und Bezüge leiten diesen Prozess.

In einem mit einem Tuch verdeckten Korb befinden sich Alltagsgegenstände wie etwa eine Kartoffel oder ein Schlüsselbund. Es sollten mehr Gegenstände im Korb sein als Teilnehmer/innen. Alle nehmen „blind” je einen Gegenstand. Zu diesem wählen sie ein Exponat, das ihrer Meinung nach besonders gut zu ihrem Objekt passt. Vor der Gruppe stellen sie dar, welche persönlichen Assoziationen und Bezüge sie zwischen Gegenstand und Exponat hergestellt haben. Bezüge können sich u. a. zum Material, zur Technik oder zum Thema ergeben. Ähnlich funktionieren „Entdecker-Boxen” oder „Magnetische Gegenstände”.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Der chinesische Korb zur Krone eignet sich als Einstieg, um den Assoziationsspielraum weit zu fassen. Er könnte enthalten: Goldfaden, Goldplatte, Kreuz, Globus, Apfel, Wappen, Samt, Flussstein, Erbse, Muschel, Lorbeer, Akanthus, Eichenblatt, Perle, Plüschlöwe, Feile.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Museumsvermittlung, in: Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik – Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014. S. 198–224, hier S. 208.

Hildebrand, Heiderose: Was ist am Chinesischen Korb chinesisch? Eine gute Frage, in: Kunst + Unterricht 253/2001, S. 11 f.

Kirschenmann, Johannes/Schulz, Frank: Bilder erleben und verstehen. Einführung in die Kunstrezeption, Leipzig 1999, hier S. 45.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Chinesischer Korb

Böhme, Claudia

Kategorien

Assoziative Methoden

Ziele

In ein Thema einführen, Kommunikation anregen, Eigenaktivität anstoßen, Zugänge eröffnen

Eignungen

Geeignet für öffentliche Führungen, alle Altersstufen,
in Partnerarbeit auch für blinde und stark sehbehinderte Menschen geeignet

Zeitbedarf

15 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Verschiedene Alltagsgegenstände mit oder ohne direkten Objektbezug, Korb oder Box + Tuch, Alternativ: Gegenstände im Stoffbeutel, evtl. Augenbinde

Bellaire, Catherine

Die Teilnehmenden vergleichen und recherchieren Funktionen von Objekten in verschiedenen Epochen und präsentieren ihre Ergebnisse.

Die Teilnehmenden lernen maximal fünf Exponate kennen. Durch Recherche, Vergleiche und Brainstorming ermitteln sie die ursprüngliche Funktion der Objekte. Gleichzeitig machen sie sich Gedanken darüber, ob ähnliche Objekte heute in gleicher Weise genutzt werden. So werden Unterschiede der Kulturen klar, aber auch Gemeinsamkeiten deutlich. Kleinere Kinder halten ihre Ideen zeichnerisch fest, Ältere präsentieren ihre Ergebnisse auf Tafeln und als Kurzvortrag.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Folgende Fragen lassen sich z. B. behandeln: Welche Könige oder Kaiser kennen die Teilnehmer/innen? Gibt es heute noch Monarchien? Darf ein Herrscher tun und lassen, was er will? Wie wird man zum Herrscher? Wie wird ein zukünftiger Herrscher erzogen? Wie war sein Tagesablauf? Wann und warum verwenden wir den Begriff König/in heute (Königsdisziplin, Geburtstagskönig, Königsklasse, der Gast/Kunde ist König, königlich amüsiert)?

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Vermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198-224, hier: S. 203f.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 7,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/
Nettke, Tobias: Personale Vermittlung in Museen. Merkmale, Ansätze, Formate und Methoden, in: Commandeur, Beatrix u.a. (Hrsg.), Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, München 2016, S. 173-183, hier: S. 174-175.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Damals–heute

Bellaire, Catherine

Kategorien

Recherchemethoden
Visuell-gestalterische Methoden
Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen
  • Transferleistung fördern
  • Rechercheergebnisse sprachlich vermitteln
Eignungen

Besonders geeignet für kleinere Gruppen von max. 15 Teilnehmern, auch für Sprachlerngruppen

Zeitbedarf

30-40 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Abbildungen, Literatur, Katalogtexte zur Recherche
Schreib- und Zeichenmaterial
Evtl. Tafel oder Flipchart zur Präsentation der Ergebnisse

Schröder, Pirko Julia

Ein Elfchen ist ein Kurzgedicht in elf Wörtern, bei dem die Form vorgegeben ist.

Der Aufbau des Kurzgedichts ist: 1. Zeile =1 Wort, 2. Zeile = 2 Wörter, 3. Zeile = 3 Wörter, 4. Zeile = 4 Wörter, 5. Zeile = 1 Wort. Die Teilnehmer/innen füllen die Zeilen nach Belieben. Die Wörter können einen Satz bilden und sich reimen, müssen es aber nicht. Es darf sich eine rein assoziative Folge von Begriffen, Adjektiven usw. ergeben. Jede/r Teilnehmer/in schreibt für sich ein Elfchen und liest das Ergebnis der Gruppe vor. Dies kann zur Einführung in ein Thema, eine Ausstellung oder zu speziellen Exponaten erfolgen.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Die Wörter, die die Krone beschreiben, können einen Satz bilden und sich eventuell reimen.
Beispiel: Der – König trägt – die Krone auf – seinem hoch erhobenen Haupt – würdevoll. 

Cremer, Claudia/Drechsler, Michael/Mischon, Claus/Spall, Anna: Fenster zur Kunst. Ideen für kreative Museumsbesuche, Berlin 1996, S. 42–44.

Finke, Eva: Wenn ich schreibe... Potenziale Kreativen Schreibens, in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 4–7, hier: S. 7.

Erler-Striebel, Petra/Wenn, Anja: Kreatives Schreiben in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe, in: Standbein Spielbein. Museumspädagogik aktuell, Nr. 73, Dezember 2005, S. 21–23.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Elfchen

Schröder, Pirko Julia

Kategorien

Kreatives Schreiben

Ziele

In ein Thema einführen, intensiv mit Exponaten auseinandersetzen, Wahrnehmung schulen, Kommunikation anregen, Eigenkreativität fördern, vermittelte Inhalte festigen

Eignungen

Geeignet für alle, die schreiben können, in der Regel ab der Grundschule

Zeitbedarf

15 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Gedichtvorlagen auf Papier, Unterlagen, Bleistifte, eventuell Sitzgelegenheiten

Czech, Alfred

In dem ursprünglichen Kinderspiel stellen sich die Teilnehmer/innen abwechselnd die Aufgabe, Gegenstände in der Umgebung zu finden.

Ein/e Teilnehmer/in formuliert eine Suchaufgabe, z. B.: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rot!“ Die Mitspieler/innen versuchen zu erraten, auf welches Objekt in ihrem Blickfeld sich der Hinweis bezieht. Da es keinerlei Einschränkungen gibt, bleiben die Teilnemer/innen offen für alle Arten von Eindrücken. Sie verschaffen sich einen Überblick mit Hilfe ihrer Alltagserfahrungen. Das beliebte Kinderstegreifspiel erfordert kaum Vorbereitung und lässt sich vor allem mit Jüngeren in jedem Museum, in jedem Raum und vor fast jedem Objekt spielen.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

In einer Variante der Methode werden alle Sinne angesprochen: „ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist groß/blau/rund/eckig, das glänzt/glitzert/funkelt/lebt im Wasser (Muschel, Perle).“ „Ich fühle was, was du nicht fühlst, und das ist glatt (Perle) oder weich (Samt, auf dem die Krone liegt).“ „Ich rieche was, was du nicht riechst (Parfum).“ „Ich höre was, was du nicht hörst (Festgesellschaft, Musik).“

Czech, Alfred/Wagner, Ernst (Hg.): „Ins Museum“, in: Kunst + Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 47.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 30, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Ich sehe was, was du nicht siehst!

Czech, Alfred

Kategorien

Spielerische Methoden

Ziele

Neugier wecken, Interessenschwerpunkte der Teilnehmer/innen erkennen

Eignungen

Als lockerer Einstieg geeignet

Zeitbedarf

5–10 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

Feuchtmayr, Andrea

Konstruktion meint das kreative zwei- oder dreidimensionale Gestalten ausgehend von einem Exponat.

Anders als die Rekonstruktion, das Nachgestalten eines Exponats, zielt die Konstruktion auf das eigene kreative Gestalten ab. Die Auseinandersetzung mit dem Exponat und Erfahrungen, die hierbei gemacht werden, werden kreativ umgesetzt und das Verständnis auf diese Weise vertieft. 
Als vorbereitende Methode erhalten die Teilnehmer/innen einen Gestaltungsauftrag bevor sie das Objekt sehen, sammeln dabei selbst gestalterische Erfahrungen und vergleichen dann die eigenen zwei- oder dreidimensionalen Entwürfe mit dem Exponat. Es eignen sich besonders Materialien, die einfach zu handhaben sind.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Als praktische Arbeit zu Beginn als Vorimpuls und zum anschließenden Vergleich oder zum Abschluss entwirft, zeichnet oder bastelt jede/r Teilnehmer/in eine Krone nach ihren/seinen eigenen Vorstellungen – historisch oder modern – aus Papier.

Busse, Klaus-Peter: Lernbox Kunst. Das Methodenbuch, Seelze 2002, S. 82.

Busse, Klaus-Peter: Bildumgangsspiele: Kunst unterrichten, Dortmund 2004, S. 87.

Reich, Kersten: Konstruktivistische Didaktik. Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool, 4. Aufl., Weinheim und Basel 2008, S. 138 f.

Kohl, Mary-Ann F.: Die Kunst-Ideen-Kiste für Kinder. Kreativ experimentieren mit neuen Techniken, Mülheim an der Ruhr 2005, S. 96 f., 134.

Bezirk Oberfranken (Hg.): Musbi. Museum bildet. Methodenkärtchen, Bayreuth 2014.

Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 17, 39, 46, https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Konstruktion

Feuchtmayr, Andrea

Kategorien

Visuell-gestalterische Methoden
Transmediale Methoden

Ziele

Kreativität fördern, gestalterische Erfahrungen ermöglichen, Wahrnehmung schulen, Teilnehmer/innen aktivieren

Eignungen

Wichtig: Gestaltungsaufgaben altersspezifisch abstimmen, einfach zu handhabende Materialien und für das Museum unbedenkliche Materialien verwenden

Zeitbedarf

5–10 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Dreidimensionales Gesltaten: Papierdraht, Metallfolien-, Papierstreifen, Legematerial: Papier-, Moosgummiformen, für Zeichenaufgaben: Papier, Stifte, Unterlagen

Bauereiß, Michael

Die Teilnehmer/innen erhalten Karten, auf die ausgewählte Substantive, Verben oder Adjektive geschrieben sind, die zum Exponat oder Thema passen.

Damit formulieren sie einen vollständigen Satz mit Bezug zum Exponat. Hierdurch werden die Teilnehmer/innen auf Details aufmerksam und lenken zugleich den Blick der übrigen Gruppenmitglieder. Je nach Wortart können Gegenstände, Eigenschaften,Tätigkeiten oder Emotionen für die Betrachter/innen erschlossen werden. Auch beim Spracherwerb im Museum dienen Wortkarten der sprachlichen Vertiefung des Gesehenen und Erlebten.

Anwendung auf das Exponat Krone

Heidinger, Barbara & Essen, Verena von

Wortkarten regen die Teilnehmer/innen an, unterschiedliche Aspekte der Krone gemeinsam zu erschließen: Substantive (König, Majestät, Monarchie, Würde, Wert, Zeichen, Insignie, Juwelen, Perle, Smaragd, Rubin, Diamant), Adjektive (wertvoll, glänzend, schwer, prunkvoll, protzig, majestätisch, würdevoll) oder Verben (tragen, schreiten, fassen, schleifen). Eigene Wortkarten können ergänzt werden. Auch kann aus vorgegebenen Begriffen (Scherben, Blut, Geruch, Hammer, Fingerabdruck, Pinsel, Alarm, laut, Perle, plötzlich, zufällig) ein Krimi in Einzel- oder Gruppenarbeit entstehen.  

Bertscheid, Ralf: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Schule und Museum. Mülheim an der Ruhr 2001, S. 51.

Passende Aspekte
  • Farbe
  • Form
  • Gesellschaftliche Bedeutung
  • Historischer Zusammenhang
  • Kulturhistorischer Zusammenhang
  • Material
  • Nutzung
  • Person/en
  • Symbolik
  • Wert
Passende Zielgruppen
  • bis 3 Jahre
  • 3-6 Jahre
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Sprachlerngruppen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Wortkarten

Bauereiß, Michael

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele

Wahrnehmung schulen, in ein Thema einführen

Eignungen

Besonders geeignet für den Einstieg der Objektbetrachtung oder zur Einführung in ein Thema,
geeignet ab 9 Jahren und zum Spracherwerb ab 7 Jahren

Zeitbedarf

5–15 Min.

Sozialformen
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Vorbereitete Wortkarten

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