Monstranz

Verfasst von: Neuberger, Alexandra

© Dom Würzburg, Foto: Thomas Obermeier, 2015
Beispielexponat:

Strahlenmonstranz | 1710

Von Johann Andreas Thelot (?) | aus Augsburg

Diese Monstranz ist aus massivem Gold gefertigt, wodurch sie sich von anderen Strahlenmonstranzen des Barock unterscheidet, die vorwiegend aus Silber, Kupfer oder lediglich Messing gearbeitet waren. Der mit Laub und Bänderornamenten verzierte Fuß zeigt auf die Eucharistie bezogene Szenen des Alten Testaments, u. a. die Opferung Isaaks. Den Schaftansatz ziert das Wappen des Stifters, Fürstbischof Johann Philipp Freiherr von Greiffenclau-Vollraths, auf den auch die Umschrift auf dem Rand des Fußes hinweist. Eine Trägerfigur, über der ein sechseckiger Smaragd eingearbeitet wurde, markiert den Übergang zwischen Schaft und Aufsatz. Das ovale Schaugefäß ist eingefasst von einem Ring aus Wolken mit Engelsfiguren, den ein äußerer Strahlenkranz mit einem doppelbalkigen Kreuz auf der Krone umgibt. Die Lunula, die die Hostie umschließt, ist mit Edelsteinen besetzt.

Lenssen, Jürgen (Hg.): Domschatz Würzburg. Museumsschriften der Diözese Würzburg, Bd. 1, Würzburg 2002, S. 83–87.

Kandler, Norbert/Soder v. Güldenstubbe, Erik/Schneider, Wolfgang: Kostbarkeiten aus dem Dom zu Würzburg, Würzburg 1990, S. 16, S. 82–83.

Aspekte, Zielgruppen & MethodenHilfe

Die Filter „Aspekte“, „Zielgruppen“ und „Methoden“ bedingen sich gegenseitig. Wählen Sie nach Belieben Felder aus, mindestens aber eine Methode. Anschließend erhalten Sie weiter unten entsprechend Ihrer Auswahl einen Vorschlag zur Anwendung der Methode auf das Exponat.

Aspekte

Zielgruppen

Czech, Alfred

Beim Vergleich werden die Teilnehmer/innen auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten aufmerksam.

Ohne Vorwissen können sie aus ihrer Wahrnehmung heraus zu den wichtigsten Erkenntnissen kommen. Dabei schult der Vergleich die Differenzierung der Wahrnehmung. Je nach Art des Vergleichs fokussiert er die Aufmerksamkeit auf Unterschiede oder Ähnlichkeiten. Je ähnlicher sich die Vergleichsobjekte im Museum sind, desto mehr „Feinheiten“ entdecken die Teilnehmer/innen.

Es bieten sich zwei Möglichkeiten an: zum einen der Vergleich von Originalen, zum anderen der Vergleich von Originalen und Reproduktionen.

Anwendung auf das Exponat Monstranz

Neuberger, Alexandra

Im direkten Vergleich mit anderen Monstranzen in der Sammlung oder auf Abbildungen erarbeiten die Teilnehmer/innen selbstständig Erkenntnisse zu Größe, verwendeten Materialien, Bestandteilen und Details dieses Objekts. Sie gelangen insbesondere zu Kenntnissen über die Funktion und Ausgestaltung von Monstranzen und deren Bedeutung in der Liturgie und Volksfrömmigkeit.

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 204.

Passende Aspekte
  • Bestandteile
  • Detailreichtum
  • Details
  • Entstehungszeit
  • Epoche
  • Glaube
  • Materialität
  • Religiöse Bedeutung
Passende Zielgruppen
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Vergleich

Czech, Alfred

Kategorien

Recherchemethoden

Ziele

Differenziert wahrnehmen, Beobachtungskriterien anwenden, Kriterien entwickeln, Wertungen vornehmen

Eignungen

Besonders geeignet für Schüler/innen ab 6 Jahren

Zeitbedarf

10–20 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Eventuell Reproduktionen, wie Abbildungen, Modelle oder Objekte

Neuberger, Alexandra

Die Teilnehmer/innen prägen sich innerhalb kurzer Zeit möglichst viele Einzelheiten eines Objekts ein und tragen dann außer Sichtweite des Exponats die erinnerten Details zusammen.

Hilfreich ist beispielsweise, sich eine kleine Geschichte zum Dargestellten auszudenken. Gemeinsam in der Gruppe oder mit einem/einer Partner/in wird dann versucht, möglichst viele Einzelheiten zu erinnern, ohne das Ausstellungsstück im Blick zu haben (ggf. schriftlich). Die Methode schult das genaue Hinsehen und eröffnet durch den spielerischen Charakter einen motivierenden Zugang zum Objekt. Eine Variante ist die Durchführung als Wettbewerb.

Anwendung auf das Exponat Monstranz

Neuberger, Alexandra

Der/die Vermittler/in erklärt Fachbegriffe, wie Lunula, Strahlenmonstranz oder Schaft. Monstranzen zeichnen sich durch einen spezifischen Aufbau und oft durch aufwendig gestalteten Edelsteinbesatz, filigrane Ornamente mit Szenen oder ein eingearbeitetes Wappen aus. Die Teilnehmer/innen versuchen, sich die Gestaltung, die verwendeten Materialien und Details der Monstranz gut einzuprägen. Nach einer vorgegebenen Zeit wenden sich die Betrachter/innen vom Objekt ab und tragen die erinnerten Einzelheiten (zu zweit oder in der Kleingruppe) zusammen.

Czech, Alfred: Kunstspiele. Spielend Kunst verstehen lernen. Für Kinder und Erwachsene, Schwalbach 2012, S. 159–161.

Passende Aspekte
  • Bestandteile
  • Detailreichtum
  • Details
  • Entstehungszeit
  • Epoche
  • Glaube
  • Materialität
  • Religiöse Bedeutung
Passende Zielgruppen
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Erinnern aus dem Gedächtnis

Neuberger, Alexandra

Kategorien

Spielerische Methoden
Narrative Methoden

Ziele

Wahrnehmung schulen, Aufmerksamkeit und Konzentration fördern, Versprachlichung von Beobachtungen, Aktivität, Interaktivität und Kommunikation fördern

Eignungen

Besonders geeignet für Schulklassen der Unter- und Mittelstufe, detailreiche Objekte,
weniger geeignet für Sprachlernklassen, kleine Räume.

Zeitbedarf

5–10 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
Material

Papier, Stifte, Zeitmesser

Schweigart, Annette

Die Teilnehmer/innen betrachten das Objekt unvoreingenommen und beschreiben das, was sie sehen.

Durch die Betrachtung beginnt das Objekt zu sprechen. Gezielte Fragestellungen des/der Vermittlers/in führen zu einer bewussteren Wahrnehmung, die es den Teilnehmern/innen ermöglicht, sich ohne Vorkenntnisse dem Exponat zu nähern. Damit wird der Blick des/der Betrachters/in unverstellt auf das Exponat gelenkt.

Anwendung auf das Exponat Monstranz

Neuberger, Alexandra

Der/die Vermittler/in beschreibt im Ausstellungsraum möglichst genau das Objekt, ohne dass den Teilnehmer/innen bekannt ist, um welches Exponat es sich handelt. Aufgrund der gezielten Hinweise zu Entstehungszeit, Auftraggeber/in, Aufbau, Material und verwendeten Techniken, zu Größe und Details der Monstranz gelingt es den Teilnehmer/innen bei genauer Betrachtung und Vergleich mit anderen Ausstellungsgegenständen, das Exponat zu identifizieren. Dies schult die Aufmerksamkeit der Betrachter/innen und weckt Interesse für das Objekt und andere Exponate im Museumsraum.

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch, Schwalbach 2014, S. 204.

Passende Aspekte
  • Bestandteile
  • Detailreichtum
  • Details
  • Entstehungszeit
  • Epoche
  • Glaube
  • Materialität
  • Religiöse Bedeutung
Passende Zielgruppen
  • 6-10 Jahre
  • 10-13 Jahre
  • 13-16 Jahre
  • 16-18 Jahre
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen
  • Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Erwachsene
  • Senioren
  • Inklusionsgruppen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit Fluchterfahrung
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Überblick: Objektbeschreibung

Schweigart, Annette

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele

Wahrnehmung schulen, Information/Wissen vermitteln, Bezüge herstellen

Eignungen

Geeignet für alle Teilnehmer/innen und besonders für Gehörlose mit Gebärdendolmetscher/in

Zeitbedarf

5–15 Min.

Sozialformen
Einzelperson: 
Teilgruppe: 
Gesamte Gruppe: 
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