© Badisches Landesmuseum, Karlsruhe

Bellaire, Catherine

Fibel

Rhodos

Rhodische Fibel mit drei plastischen Vogelfigürchen | um 700 v. Chr.

Info

Antike Trachten wurden selten geschneidert, sondern die verschiedenen Gewandteile wurden entweder mit Nadeln oder mit einer Fibel befestigt. Fibeln funktionierten wie  Sicherheitsnadeln. Sie wurden von Männern und Frauen getragen und meist auch mit ins Grab gegeben. Auf Rhodos wurden sie in Heiligtümern als Votiv abgelegt. Getragen wurden Fibeln an prominenter Stelle im Schulterbereich, weswegen sie als Schmuckstück und Statussymbol der jeweiligen Mode folgten und regional sehr unterschiedlich ausgestaltet sein konnten. Die vorliegende Fibel mit ihren drei Vogelfigürchen ist ein für ihre Zeit typisches Exemplar der Insel Rhodos. Es handelt sich um eine einteilige Fibel mit Spiralkonstruktion, die im Guss hergestellt wurde. Neben den dekorativen Vögeln sind an der Fußplatte schwach noch Ritzverzierungen zu erkennen. 

Maaß, Michael: Wege zur Klassik. Führer durch die Antikenabteilung des Badischen Landesmuseums, Karlsruhe 1985, S.102.
Maaß, Michael: Antike Kulturen. Orient, Ägypten, Griechenland, Etrurien, Rom und Byzanz. Führer durch die Antikensammlungen, Karlsruhe 1995, S. 99-100.
Heynowski,  Ronald (Hrsg.): Fibeln erkennen, bestimmen, beschreiben, Berlin/München 2016, S. 11, 33, 50.
Sapouna-Sakellarake, Efi: Die Fibeln der griechischen Inseln, Prähistorische Bronzefunde Bd. 4, München 1978, S. 26-28, 97, 99.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Bellaire, Catherine

Die Teilnehmenden vergleichen und recherchieren Funktionen von Objekten in verschiedenen Epochen und präsentieren ihre Ergebnisse.

Die Teilnehmenden lernen maximal fünf Exponate kennen. Durch Recherche, Vergleiche und Brainstorming ermitteln sie die ursprüngliche Funktion der Objekte. Gleichzeitig machen sie sich Gedanken darüber, ob ähnliche Objekte heute in gleicher Weise genutzt werden. So werden Unterschiede der Kulturen klar, aber auch Gemeinsamkeiten deutlich. Kleinere Kinder halten ihre Ideen zeichnerisch fest, Ältere präsentieren ihre Ergebnisse auf Tafeln und als Kurzvortrag.

Anwendung auf das Exponat Fibel

Bellaire, Catherine

Die Fibel ist die antike Version der modernen Sicherheitsnadel. Allein durch diesen Vergleich nähern sich die Teilnehmenden der Funktion und Konstruktion einer Fibel an. Weiterführend ist die Frage, wie heute Kleidung getragen und hergestellt wird und wo die Unterschiede zur Vergangenheit liegen. Nicht nur funktionale, sondern auch technische Aspekte werden aufgegriffen. Als Abschluss können die Teilnehmenden vergleichen, was ihnen optisch besser gefällt und was sie zweckmäßiger finden.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Vermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198-224, hier: S. 203f.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 7,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/
Nettke, Tobias: Personale Vermittlung in Museen. Merkmale, Ansätze, Formate und Methoden, in: Commandeur, Beatrix u.a. (Hrsg.), Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, München 2016, S. 173-183, hier: S. 174-175.

Überblick Damals - Heute

Bellaire, Catherine

Kategorien

Recherchemethoden
Visuell-künstlerische Methoden
Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen
  • Transferleistung fördern
  • Rechercheergebnisse sprachlich vermitteln
Eignung

Besonders geeignet für kleinere Gruppen von max. 15 Teilnehmern, auch für Sprachlerngruppen

Zeitbedarf

30-40 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Abbildungen, Literatur, Katalogtexte zur Recherche
Schreib- und Zeichenmaterial
Evtl. Tafel oder Flipchart zur Präsentation der Ergebnisse

Bellaire, Catherine

Die Teilnehmenden kleiden sich nach einer bestimmten Mode und erfahren damit einen körperlichen und emotionalen Zugang zu einer anderen Kultur.

Ziel der Modenschau ist nicht das Entwerfen stilechter Kostüme. Die Teilnehmenden wählen sich ihre Gewandteile aus einem Fundus aus: Welche Kleidungsteile gehören zu einer bestimmten Mode/Tracht, wie werden diese genannt und wie getragen? Dadurch schulen sie historische und kulturelle Kompetenzen. Ergänzend kann die Gruppe mit den Garderoben auch in fremde Rollen schlüpfen, bzw. diese tauschen (Frau-Mann, Kind-Erwachsener u. Ä.). 

Anwendung auf das Exponat Fibel

Bellaire, Catherine

Zunächst befassen sich die Teilnehmenden damit, wie man Stoffe und Gewänder mithilfe von Fibeln befestigt. Sie testen unterschiedliche Möglichkeiten, die Stoffe zusammenzustellen. Bei der abschließenden Präsentation der Garderobe erfahren die Teilnehmenden am eigenen Körper, wie sich historische Kleidung trägt: Wie sehr bin ich eingeschränkt, wie kann ich mich darin bewegen?

Metzenthin, Rosmarie: Schöpferisch Spielen und Bewegen, Zürich 1983, S. 136-141.
Petraschek-Heim, Ingeborg: Die Sprache der Kleidung. Wesen und Wandel von Tracht, Mode, Kostüm und Uniform, Baltmannsweiler 1988, S. 81-83.

Überblick Modenschau

Bellaire, Catherine

Kategorien

Visuell-künstlerische Methoden
Emotionale Zugänge
Performative Methoden

Ziele
  • Kulturelle und historische Kompetenz schulen
Eignung

Besonders geeignet für kleinere Gruppen (max. 15 Personen) und Kinder ab 5 Jahren, sowie für Inklusionsgruppen (z.B. für Blinde).

Zeitbedarf

30-90 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

Material

Kostüme, Trachtenteile, verschiedene Stoffe zum Drapieren, Accessoires (Hüte, Schmuck, Gürtel, nachgebildete Waffen). Zur Inspiration Abbildungen der entsprechenden Mode.

Merthen, Claudia

Werbetexte werden z.B. in Prospekten, Flyern oder Anzeigen verwendet. Sie sollen die Adressaten emotional erreichen, um sie ins Museum zu locken, und dabei auch einzelne Informationen anbieten; der emotionale Anteil überwiegt. Sie sind folgendermaßen aufgebaut:

- emotional aufgeladene, "sprechende" Überschrift = Schlagzeile,
- maximal 7 kurze Sätze, die das Exponat beschreiben und anpreisen, gerne auch mit Fragen, dabei möglichst Füllwörter und Hilfsverben vermeiden.

Anschließend lesen die Teilnehmenden die Texte laut vor. Dabei präsentieren sie das Exponat von seiner "Schokoladenseite".

Anwendung auf das Exponat Fibel

Bellaire, Catherine

Ohne die Fibel wäre das Bekleiden bis ins Mittelalter kaum denkbar gewesen. Das Schreiben eines Werbetextes kann hilfreich sein, diesen Gebrauchswert samt Funktion zu erfassen. Es ist ein genauerer Blick notwendig, um einen solchen Alltagsgegenstand als hochwertiges Prestigeobjekt anzupreisen. Hierdurch schulen die Teilnehmenden auch ihr ästhetisches Empfinden. 

Winter, Jörn: Werbetext ist nicht gleich Werbetext, in: Winter, Jörn (Hrsg.): Handbuch Werbetext. Von guten Ideen, erfolgreichen Strategien und treffenden Worten, Frankfurt a.M. 2003, S. 159-164.

Überblick Werbetext schreiben

Merthen, Claudia

Kategorien

Emotionale Zugänge
Kreatives Schreiben
Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Wissen vermitteln
  • Wertung vornehmen
  • Bezüge herstellen
  • In ein Thema einführen
     
Eignung

Für alle Alters- und Personengruppen ab 8 Jahren geeignet.
Besonders geeignet zum Kennenlernen und als Zusammenfassung der Vermittlungseinheit.

Zeitbedarf

20 - 30 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  

 

Material

Beispiel eines Werbetexts des jeweiligen Museums, Papier, Unterlagen, Bleistifte.

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