© Bayerisches Nationalmuseum, München

Wehner, Brigitta & Bauereiß, Michael

Stadtmodell

Jakob Sandtner

Modell der Stadt München | 1570

Info

Der Straubinger Drechslermeister Jakob Sandtner schuf im Auftrag von Herzog Albrecht V. von Bayern Modelle von fünf bayerischen Städten, neben München noch Burghausen, Ingolstadt, Landshut und Straubing. Ursprünglich waren sie in der herzoglichen Kunstkammer ausgestellt, heute befinden sie sich im Bayerischen Nationalmuseum. Wie aktuelle archäologische Ausgrabungen bestätigen, sind die Modelle maßstabsgerecht ausgearbeitet. In das Modell Münchens fügte man unter Kurfürst Maximilian einige Neubauten des 17. Jahrhunderts ein (u. a. Kaisertrakt der Residenz und Michaelskirche mit Jesuitenkolleg). Alle fünf ehemaligen Residenzstädte zeigen eine Kopie ihres Modells im jeweiligen Stadtmuseum.

Eikelmann, Renate (Hrsg.): Bayerisches Nationalmuseum. Ein Handbuch der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung, München 2008, S. 130f.
Till, Wolfgang/Weidner, Thomas: Typisch München! Das Jubiläumsbuch des Münchner Stadtmuseums, München 2008, S. 40-45.
Bauereiß, Michael/Dietz, Ute/Schumann-Jung, Bettina: Typisch München! Stadtgeschichte in Geschichten. Ein Ausstellungsbegleiter für Kinder, München 2010, S. 9-13.

Anregungen für die Vermittlung Hilfe

Aspekte

  • alle aus/abwählen

Zielgruppen

  • alle aus/abwählen
  • alle aus/abwählen

Bauereiß, Michael & Dietz, Ute

Spielerische Impulselemente veranschaulichen und visualisieren abstrakte Inhalte und Begriffe.

Dies können z.B. abstrakte Größenverhältnisse, Charaktereigenschaften oder Epochenbegriffe sein. Anders als beim szenischen Spiel übernehmen die Teilnehmenden keine „Charakterrollen“, sondern „Aufgaben". Z. B. wird das Wachstum einer Stadt mit unterschiedlich großen Stoffstücken, auf denen nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmenden Platz findet, verdeutlicht. Ein Teil der Gruppe übernimmt die Funktion einer Stadtmauer, der andere repräsentiert die wachsende Bevölkerung. Der emotionale Zugang erleichtert das Verständnis komplexer Exponate.

Anwendung auf das Exponat Stadtmodell

Wehner, Brigitta & Bauereiß, Michael

Entstehung und Wachstum einer Stadt werden mit unterschiedlich großen Stoffstücken, auf denen nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmenden Platz findet, veranschaulicht. Ein Teil der Gruppe stellt eine "Stadtmauer" nach. Die Größe des "Mauerrings" bestimmt wie viele Personen im Innern Platz finden. In der Folge müssen sich die Stoffstücke, die den Grundriss der Stadt symbolisieren, vergrößern, bis alle Teilnehmenden der Gruppe ihren Platz gefunden haben. 

Seumel, Ines: Assoziative Rezeptionsverfahren, in: Kunst + Unterricht, Heft 253, 2001, S. 4–10.
Wagner, Ernst/Czech, Alfred: Methoden der Annäherung an Museumsobjekte, in: Kunst + Unterricht, Heft 323/324, 2008, S. 45.
Andersen, Katja Natalie: Spiel und Erkenntnis in der Grundschule. Theorie.Empirie.Konzepte, 2016. 

Überblick Assoziatives Spiel

Bauereiß, Michael & Dietz, Ute

Kategorien

Assoziative Methoden
Performative Methoden
Emotionale Zugänge

Ziele
  • Abstrakte Sachverhalte veranschaulichen
  • Zusammenhänge herstellen und verstehen
  • Emotionale Zugänge ermöglichen
Eignung

Geeignet ab 5 Jahren, abhängig vom Abstraktionsgehalt der Botschaft sowie dem Abstraktionsvermögen der Kinder

Zeitbedarf

5–10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Didaktisches Material (optional), z.B. Abbildungsmaterial, Zeitstrahl mit epochenspezifischen Gegenständen, Stoffstücke etc.

Bellaire, Catherine

Die Teilnehmenden vergleichen und recherchieren Funktionen von Objekten in verschiedenen Epochen und präsentieren ihre Ergebnisse.

Die Teilnehmenden lernen maximal fünf Exponate kennen. Durch Recherche, Vergleiche und Brainstorming ermitteln sie die ursprüngliche Funktion der Objekte. Gleichzeitig machen sie sich Gedanken darüber, ob ähnliche Objekte heute in gleicher Weise genutzt werden. So werden Unterschiede der Kulturen klar, aber auch Gemeinsamkeiten deutlich. Kleinere Kinder halten ihre Ideen zeichnerisch fest, Ältere präsentieren ihre Ergebnisse auf Tafeln und als Kurzvortrag.

Anwendung auf das Exponat Stadtmodell

Wehner, Brigitta & Bauereiß, Michael

Vergleiche der historischen Situation mit dem heutigen Stadtbild (z.B. mit Bild- und Fotomaterialien) schärfen den Blick für städtebauliche Veränderungen und schaffen eine Diskussionsgrundlage für deren Ursache und Wirkung. Darüber hinaus weisen Veränderungen auf einen Wandel in den Funktionen, z. B. Bedeutung der Stadtbefestigung, Nutzgärten innerhalb der Mauern, Warenumschlagsplätze etc. hin.

Czech, Alfred: Methodische Vielfalt in der personalen Vermittlung, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 198-224, hier: S. 203f.
Bundesverband Museumspädagogik: Methodensammlung Museen und Kindergärten, 2010, Nr. 7,  https://www.museen-und-kindergaerten.de/methodenkartei/alle-methoden-auf-einen-klick/
Nettke, Tobias: Personale Vermittlung in Museen. Merkmale, Ansätze, Formate und Methoden, in: Commandeur, Beatrix u.a. (Hrsg.), Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, München 2016, S. 173-183, hier: S. 174-175.

Überblick Damals - Heute

Bellaire, Catherine

Kategorien

Recherchemethoden
Visuell-künstlerische Methoden
Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen
  • Transferleistung fördern
  • Rechercheergebnisse sprachlich vermitteln
Eignung

Besonders geeignet für kleinere Gruppen von max. 15 Teilnehmern, auch für Sprachlerngruppen

Zeitbedarf

30-40 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Abbildungen, Literatur, Katalogtexte zur Recherche
Schreib- und Zeichenmaterial
Evtl. Tafel oder Flipchart zur Präsentation der Ergebnisse

Bauereiß, Michael

Museumsobjekte werden mit Hilfe weiterer Exponate oder geeigneter Zusatzmaterialien in ihren ursprünglichen kulturellen oder alltagsgeschichtlichen Zusammenhang gebracht.

Viele Exponate sind ihres ursprünglichen Zusammenhangs beraubt und bleiben für den Betrachter abstrakt. Der Kontext, die Funktion o.Ä., ist aber für das Verständnis des Objekts wesentlich. Ziel ist es, diese Objekte mittels geeigneter Exponate oder didaktischer Materialien (Abbildungen, Vergleichsobjekte, haptische Gegenstände...) wieder in ihren ursprünglichen Kontext zu rücken. Eventuell lassen sich Museumsexponate in einem anschließenden Stadtrundgang im originalen Kontext verorten.

Anwendung auf das Exponat Stadtmodell

Wehner, Brigitta & Bauereiß, Michael

Ausgehend vom Stadtmodell erfolgt eine Spurensuche im Stadtraum, um die Topografie und die Bauten der historischen Stadt im heutigen Stadtbild zu verorten oder etwaige Veränderungen wahrzunehmen. Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche ihre Stadt als historisch gewachsene Einheit wahrnehmen und sie ein Bewusstsein für ihr Lebensumfeld bekommen.

Bauereiß, Michael: Vom Museum in den Stadtraum, in: Czech, Alfred / Kirmeier, Josef / Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik. Ein Handbuch. Grundlagen und Hilfen für die Praxis, Schwalbach/Ts. 2014, S. 282 - 286.

Überblick Kontextualisierung

Bauereiß, Michael

Kategorien

Assoziative Methoden

Ziele
  • Zusammenhänge herstellen und verstehen
  • Abstrakte Sachverhalte veranschaulichen
Eignung

Ab 5 Jahren
Zur Erarbeitung von Wissen und Erfahrung

Zeitbedarf

2-10 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
Material

Abbildungen, Vergleichsobjekte, Repliken etc.

Schweigart, Annette

Die Teilnehmenden betrachten das Objekt unvoreingenommen und beschreiben das, was sie sehen.

Durch die Betrachtung beginnt das Objekt zu sprechen. Gezielte Fragestellungen des/der Vermittlers/in führen zu einer bewussteren Wahrnehmung, die es den Teilnehmenden ermöglicht, sich ohne Vorkenntnisse dem Exponat zu nähern. Damit wird der Blick des/der Betrachters/in unverstellt auf das Exponat gelenkt.

Anwendung auf das Exponat Stadtmodell

Wehner, Brigitta & Bauereiß, Michael

In Partner- oder Gruppenarbeit erschließen sich die Teilnehmenden mittels genauer Betrachtung zunächst in freiem Gespräch das Stadtmodell. Ausgehend von den gesammelten Beiträgen führt dies zu einer gemeinsamen inhaltlichen Erschließung des Objekts (Aufbau der Stadt; Aussehen und Funktion der Stadtmauer; markante Gebäude etc.). Impulsfragen und didaktische Zusatzmaterialien ergänzen fehlende Aspekte und erläutern Zusammenhänge (z.B. evtl. Stadterweiterungen, Stadtbäche). Weitere Methoden, wie etwa Wortkarten oder Detailfokus, können den Prozess vertiefen.

Czech, Alfred/Kirmeier, Josef/Sgoff, Brigitte (Hrsg.): Museumspädagogik - Ein Handbuch, Schwalbach 2014, S. 204.

Überblick Objektbeschreibung

Schweigart, Annette

Kategorien

Assoziative Methoden
Narrative Methoden

Ziele
  • Wahrnehmung schulen
  • Information/Wissen vermitteln
  • Bezüge herstellen
Eignung

Geeignet für alle Teilnehmende und Gehörlose mit Gebärdendolmetscher/in

Zeitbedarf

5 bis 15 Min.

Sozialform
Einzelperson:  
Teilgruppe:  
Gesamte Gruppe:  
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